Junge Stadt in alten Mauern
Plan des Standorts Neues Wohnen auf der Korber Höhe

Neues Wohnen auf der Korber Höhe

Die Stadt verfügt im Bereich der Stauferstraße über eigene Grundstücksflächen, die erlauben, an dieser Stelle einen klar definierten Siedlungsabschluss zu bilden und die bisher einseitige Bebauung der Stauferstraße sinnvoll zu ergänzen. Es bietet sich an dieser Stelle die große städtebauliche Chance, unterschiedlichen Themen des zeitgemäßen Bauens mit den vielfältigen Nutzeransprüchen einer sich sehr dynamisch ändernden Gesellschaft zu verbinden.

Im Dezember 2020 wurde die Stadt Waiblingen mit dem Projekt „Neues Wohnen auf der Korber Höhe“ in das Netzwerk der „IBA´27 StadtRegion Stuttgart“ aufgenommen und im Juli 2023 zum IBA´27-Projekt ernannt (www.iba27.de/projekt/neues-wohnen-korber-hoehe). Basierend auf dem Thema des modernen, nachhaltigen und flächenschonenden Bauens sind für die Gebäude unterschiedlichen Wohnungstypologien sowie die Verwendung besonderer Materialien bezüglich Ressourcenschonung, Emissionsfreiheit, Klimaanpassung und Recyclingfähigkeit vorgesehen.

Infos zum Plangebiet, der bisherigen Beteiligung, dem Rahmenplan und der IBA'27 finden Sie unterhalb des Fotos auf dieser Seite.

Luftbild Abgrenzung Neues Wohnen Korber Höhe
Luftbild mit Abgrenzung für das „Neue Wohnen auf der Korber Höhe“

Plangebiet

Das Plangebiet befindet sich nördlich der bestehenden Siedlung und hat eine Größe von ca. 3ha. Es liegt an einem Nordhang und wird begrenzt durch die Stauferstraße im Süden, die Korber Straße im Osten, die K 1858 im Norden und im Westen durch Wohnbebauung an der Staufer Straße und Grünflächen hin zur K1858. Das Gelände fällt von Süden nach Norden um ca. 12 Meter ab. Die Abgrenzung umfasst auch Bereiche, die nicht unmittelbar für Bebauung vorgesehen sind, sondern auch für die grünplanerische Einbindung einer künftigen Bebauung in den umgebenden Landschaftsraum genutzt werden können.

Bürgerinformation

Von 11. März bis 9. April 2021 fand eine Bürgerbeteiligung statt. Es wurden erste Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zum Plangebiet gesammelt und ausgewertet. Die Erkenntnisse der Bürgerbeteiligung wurden zusammen mit den städtebaulichen Zielen in den Rahmenplan aufgenommen.

In einer Bürgerinformationsveranstaltung im Dezember 2022 wurde darüber hinaus über den erarbeiteten Rahmenplan informiert.

Um das Interesse an dem IBA-Projekt und die Wohnbedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner der Körber Höhe zu erheben und zu analysieren, hat das Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber+Partner im Sommer 2023 im Auftrag der Stadt Waiblingen eine Befragung zum Thema Wohnbedarf und Interesse am IBA-Projekt durchgeführt. Hier finden Sie den Ergebnisbericht (pdf) zum Download.

Rahmenplan 

Der Rahmenplan dient als Grundlage für das zweistufige Konzeptvergabeverfahren und ist in vier Baufelder gegliedert.

Hier finden Sie den aktuellen Rahmenplan 2023 (pdf) sowie den Rahmenplan Stand Dez. 2022 (jpg) zum Download.

Konzeptvergabeverfahren

Für das Plangebiet wird – entsprechend der Vorgehensweise bei anderen IBA-Projekten - eine zweistufige Konzeptvergabe auf Grundlage des Rahmenplans durchgeführt.

Die erste Stufe wurde mit der Auswahl der Investoren im April 2024 abgeschlossen.

In der zweiten Stufe der Konzeptvergabe erfolgte die architektonische und freiraumplanerische Qualifikation der ausgewählten Konzepte. Für jedes Baufeld wurden drei Architekturbüros im Team mit Büros für Freiraumplanung beauftragt. In der Jurysitzung am 28. und 29. November 2024 vergab das Gremium, in dem auch Vertreter der IBA´27, der Stadt und der jeweiligen Investoren der Baufelder vertreten waren, die ersten Preise an die Planungsteams:

Baufeld 1 
1. Preis: Summacumfemmer Architekten (Leipzig) mit Ottl.la Landschaftsarchitekten (München)

 Baufeld 1

Baufeld 2 
1. Preis: Fatkoehl Architekten mit Forty Five Degrees und Atelier Le Balto (Berlin)

 Baufeld 2

Baufeld 3 
1. Preis: Haas Cook Zemmrich Studio 2050 und Jedamzik + Partner/Landschaftsarchitekten (Stuttgart)

 Baufeld 3

Baufeld 4
1. Preis: AllesWirdGut Architektur (Wien) mit Faktorgrün Landschaftsarchitekten (Stuttgart)

 Baufeld 4

Modell Ansicht von Nordost

Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart

Wie wollen wir in der Region Stuttgart zukünftig leben, wohnen und arbeiten? Hundert Jahre nach Eröffnung der Stuttgarter Weissenhofsiedlung 1927 widmet sich die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) dieser Frage. Mit der IBA soll der Aufbruch in die Zukunft exemplarisch sichtbar und erlebbar werden – durch innovative Projekte in der ganzen Region, durch neuartige Infrastrukturen und temporäre Experimente. Kleine und große Stadtbausteine definieren einen neuen Umgang mit Dichte und Nähe. Neue Wohn- und Arbeitswelten kommen in produktiven urbanen Quartieren zusammen. Nachhaltige Materialien und Bauweisen schaffen einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft. Die IBA’27 stellt dabei die Menschen in den Mittelpunkt: Offen und dialogorientiert will sie gemeinsam neue Antworten finden, wie der gesellschaftliche, technologische und ökologische Wandel in der Region erfolgreich gelingen kann.
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Im IBA’27­Netz bringt die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart eine Vielzahl von Vorhaben zusammen, die sich ehrgeizig mit der Zukunft des Bauens, Wohnens und Arbeitens in der Stadtregion Stuttgart auseinandersetzen. Es entsteht ein Netz des Wissens mit relevanten Zukunftsideen für die Region und darüber hinaus. Es wird geforscht, zusammengearbeitet, diskutiert – und nicht zuletzt gebaut. Die IBA’27 dokumentiert diese Vorhaben und fördert den Austausch sowohl zwischen den verschiedenen Trägern als auch mit den Arbeitsgruppen, Fachforen und der Wissenschaft.

Im Austausch mit den Vorhabenträgern identifiziert die IBA’27 GmbH aus dem Netz Bauprojekte, die besonderes Potenzial für eine Weiterentwicklung als Ausstellungsorte im Jahr 2027 haben. Als IBA’27 ­Projekte werden diese Vorhaben vom interdisziplinären Team der IBA intensiv begleitet. Die besuchbare Ausstellung für das Präsentationsjahr 2027 wird gegen Ende der Laufzeit der IBA’27 aus allen Vorhaben und Projekten kuratiert. Ankerpunkte des Ausstellungsjahres werden mehrere besonders anspruchsvolle großflächige Stadtentwicklungsprojekte sein. Diese IBA’27­ Quartiere führen viele Zukunftsthemen zusammen und werden so zu komplexen und vielschichtigen Vorbildern für die Stadt von morgen.