Liebe Leserin, lieber Leser,

Was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:

• Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Bei dem Besuch sind ein Rundgang, der Austausch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie eine Kranzniederlegung geplant.
• Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Verfassungsschutzchef Michael Fischer stellen den neuen Berliner Verfassungsschutzbericht vor.
• Vor dem Kriminalgericht Moabit beginnt der Prozess gegen einen 23-Jährigen. Er soll versucht haben, seinen im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebrachten Bruder zu befreien.

Neues aus Berlin

Ich bin hin und her gerissen, was ich von einer Bewerbung für die Olympischen Spiele in Berlin halten soll. Es gibt da sehr viel Skepsis. Gleichzeitig denke ich, genau solche Großereignisse braucht Berlin. Letzteres überwiegt leicht. Allerdings ist es eher eine Kopf- denn eine Bauchentscheidung.

Damit spiegele ich das Stimmungsbild der Berliner Bevölkerung wider. Laut einer Umfrage, die der DOSB in Auftrag gegeben hatte, befürworten 60 Prozent der Befragten Olympische Spiele in Berlin.

60 Prozent, das ist nicht überwältigend, aber immerhin eine klare Mehrheit. Diese ist bei dem Referendum in Hamburg am Sonntag nicht zustande gekommen. Deutlich mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Hansestadt lehnte die Bewerbung ab. Der Mitbewerber Berlins ist damit aus dem Rennen.

Verbessern sich damit Berlins Chancen – gemeinsam mit Leipzig, Rostock und fünf Städten in Brandenburg Austragungsort zu werden? Unser Kollege Alexander Rothe hat nachgefragt.

Rechnerisch sieht es jetzt natürlich schon besser aus für Berlin. Doch praktisch? Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung musste sich am Montag für sein Zuspätkommen entschuldigen, als er gemeinsam mit Berlin und Brandenburg das Olympia-Konzept „Berlin+“ vorstellen wollte: „Ich wurde auf der Avus aufgehalten.“

Das muss noch besser werden, wenn die Olympischen Spiele glanzvoll werden sollen. Auch der Tiergartentunnel sollte zuverlässiger zu befahren sein. Das ist momentan noch nicht gewährleistet, berichtet Jessica Hanack.

Allerdings: Auch München kann Stau. Auch in Nordrhein-Westfalen bröckeln die Brücken. Vielleicht hat Berlin doch eine Chance. Oder doch Katar?

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Außerdem wichtig

Berliner Verwaltungsgericht kippt nächtliche Schließung des Görlitzer Parks: Der „Görli“ in Kreuzberg muss zunächst nachts wieder geöffnet werden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin im Eilverfahren entschieden. Die Initiative „Görli zaunfrei“ hatte geklagt und nun recht bekommen. Warum damit niemandem geholfen ist, kommentiert Morgenpost-Chefredakteur Peter Schink.

Seit 2017 geplant, erst jetzt in der Umsetzung: Die Schöneberger Straße in Tempelhof-Schöneberg bekommt einen geschützten Radweg. Neun Jahre nach Beginn der Planung - sicher keiner Paradebeispiel für das Berliner Tempo bei der Verkehrswende. Bis das Radvorrangnetz vollständig ist, dürfte es noch deutlich länger dauern, schreibt Verkehrsexpertin Jessica Hanack.

Vorsorge geht vor: Die Charité setzt in ihrer Unternehmensstrategie stark auf Prävention – und Vorstandschef Heyo Kroemer ist überzeugt: Wer das als Widerspruch zum Krankenhausbetrieb sieht, denkt zu kurz. Im Interview mit Andreas Abel erklärt er, warum der Campus Benjamin Franklin in Steglitz zum Herzstück dieses Wandels werden soll. Viermal im Jahr bietet die Charité zudem Sonntagsvorlesungen an Die Berliner Morgenpost wird künftig in Zusammenarbeit mit der Charité die Sonntagsvorlesungen redaktionell begleiten. Los geht es am 14. Juni um 14 Uhr mit dem Thema Endometriose.

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
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Überraschende Wendung: Der Expo-Lobby Daniel-Jan Girl hat am Montagnachmittag angekündigt, doch nicht für das Amt des Präsidenten des VBKI antreten zu wollen. Wie er diese Entscheidung begründete, berichtet Joachim Fahrun.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Dienstag!

Ihre Heike Dietrich,

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