Musik und Bühne

Sorgen hinter prächtiger Fassade: In Chemnitz wird um die bauliche Zukunft der Theaterlandschaft gerungen. In der Bildmitte das Opernhaus

Provokationsgenie? Festwochen-Intendant Milo Rau

Wiener Festwochen:
Was soll das Theater um Peter Thiel?

Hat Intendant Milo Rau mit seiner Absage dem US-Milliardär Peter Thiel einen Gefallen getan? In der österreichischen Presse löst der Fall vor allem Kopfschütteln aus. Und die erste Rücktrittsforderung.

Hannes Hintermeier
Die französische Tänzerin und Choreographin Josépha Madoki auf den Stufen der Bühne von „Roméo et Juliette“ im Teatro Real in Madrid

Josépha Madoki:
„Ich wollte eine Prinzessin sein“

Sie hat mit Beyoncé und Jay-Z in dem Video „Apeshit“ getanzt und zeigt ihre spektakulären Choreographien in Nancy und am Teatro Real in Madrid: Ein Gespräch mit Josépha Madoki über Diven und Waacking als Tanzkultur.

Wiebke Hüster
Wird die Absage des Wiener Auftritts verschmerzen können: Peter Thiel Ende April nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei in Buenos Aires

Wiener Festwochen:
Nicht um jeden Preis

Intendant Milo Rau und Geschäftsführerin Artemis Vakianis haben den Auftritt des umstrittenen amerikanischen Tech-Milliardärs Peter Thiel abgesagt – wegen einer „wachsenden Anzahl kritischer Stimmen“.

Hannes Hintermeier
Keith  Richards, hinter ihm Ron Wood und Mick Jagger: Die Rolling Stones in New York, Anfang Mai 2026

Beatles und Stones:
Was macht der Körper mit dem Rock?

Im Video zu ihrer neuen Single „In the Stars“ lassen sich die Rolling Stones durch KI verjüngen. Auch Paul McCartney singt auf seinem neuen Album davon, wie es war, ein Teenager zu sein. Ein unlösbar sentimentales Problem.

Ein Kommentar von Tobias Rüther
Intendant der Wiener Festwochen: Der Schweizer Regisseur Milo Rau

Wiener FEstwochen:
Da knallt bloß ein Sprengstöffchen

Milo Rau, der Intendant der Wiener Festwochen, hat den US-Milliardär Peter Thiel eingeladen. Ein weiterer Schachzug in der immerwährenden Selbstvermarktung des Schweizer Diskursdarstellers.

Ein Kommentar von Jürgen Kaube
Sehnsuchtsort Drehtür: Cecilia Bartoli als Corinna (links) in Barry Koskys Salzburger Inszenierung von „Il Viaggio a Reims“

Cecilia Bartoli in Salzburg:
Gala für die Primadonna

Bei den Pfingstfestspielen von Salzburg sorgt die Festivalchefin Cecilia Bartoli auch als Sängerin für den Höhepunkt. Aber weniger als Sopran in Rossinis Oper „Il Viaggio a Reims“ als in ihrer eigenen Geburtstagsgala.

Lotte Thaler
Salome (Nicole Chevalier) während des Tanzes der Sieben Schleier

„Salome“ in Toulouse:
Wenn Gefühle als Waffen dienen

Der deutsche Bariton Matthias Goerne gibt in Toulouse sein Debüt als Opernregisseur. Richard Strauss’ „Salome“ wird bei ihm zu einer Serie von emotionalen Zweikämpfen. Doch die Darstellung der Juden ist heikel.

Marc Zitzmann, Toulouse
Florentina Holzingers Produktion „A Year without Summer“ wurde als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Streit beim Theatertreffen:
Die Frauenquote in der Wirklichkeit

Gastbeitrag
Die Frauenquote beim Berliner Theatertreffen wurde abgeschafft, was  Theaterleute in einem offenen Brief kritisieren: Hier antworten der Intendant der Berliner Festspiele und die Leiterin des Theatertreffens.

Von Nora Hertlein-Hull und Matthias Pees
Alice Diop liest aus Robin Coste Lewis’ „Reise der schwarzen Venus“.

FAZ+Wiener Festwochen:
Die Schönheit und das Teuflische

Die Wiener Festwochen eröffnen mit einer Rede Anne Applebaums, der Produktion „Wallden“ und Alice Diops Lesung aus dem Langgedicht „Die Reise der schwarzen Venus“ der amerikanischen Dichterin Robin Coste Lewis.

Sophie Klieeisen, Wien
Vikingur Ólafsson spielt Bachs Goldbergvariationen in einer Lichtinstallation von Ólafur Elíasson in Meggen

FAZ+Lucerne Festival:
Bach hören in buntem Licht

In der Kirche von Meggen schuf Ólafur Elíasson eine Lichtinstallation zu den Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach. Vikingur Ólafsson eröffnete damit die neue Reihe „Pulse“ des Lucerne Festivals.

Max Nyffeler
Ben Gibbard (Mitte) und sein bewährtes Death-Cab-Team

FAZ+Death Cab for Cutie:
Sei doch einfach nett zu mir

Zu müde, den Krieg zu beenden. Und zu abgelenkt für Melancholie: Was der Indie-Star Ben Gibbard zur Weltlage zu sagen hat, bevor das neue Album „I Built You a Tower“ von Death Cab for Cutie erscheint.

Elena Witzeck
Ein bisschen Licht tut seiner Dunkelheit gut: A.S. Fanning

A.S. Fannings Album:
Das ist Hardcore

Zwischen Nick Cave und Beach House passt noch ein Spaltpilz: Der in Berlin lebende Ire A.S. Fanning hat mit „Take Me Back to Nowhere“ ein großartiges melancholisches Pop-Album aufgenommen.

Jan Wiele
Auch er sang mit Thin Lizzy die Whiskey-Ballade: Phil Lynott (1949 bis 1986)

„Whiskey in the Jar“:
Eine irische Räuberpistole

Zum St. Patrick’s  Day beschäftigen wir uns in der F.A.Z.-Pop-Anthologie mit einem irischen Klassiker über einen Ganoven, der immer wieder auf die Füße fällt. Er wurde aber auch als Protestsong verstanden: „Whiskey in the Jar“.

Thomas Combrink
Und wie übersetzt man jetzt „saudade“? João Gilberto 1963 in Rom mit Karnevalstänzerinnen

Das Lied „Chega De Saudade“:
Wahre Eleganz drängt sich nie auf

Mit diesem Lied verursachte João Gilberto 1958 ein musikalisches Erdbeben, das von Brasilien aus die Bossa-Welle um die Welt schickte: „Chega De Saudade“, komponiert  von Antônio Carlos Jobim und Vinícius de Moraes, ist scheinbar schlicht, dabei hochkomplex.

Daniel Haaksman