Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache

Erniedrigung, die

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GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erniedrigung · Nominativ Plural: Erniedrigungen
Worttrennung Er | nied | ri | gung
Wortzerlegung erniedrigen -ung
Wortbildung  mit ›Erniedrigung‹ als Erstglied: Erniedrigungszeichen  ·  mit ›Erniedrigung‹ als Letztglied: Selbsterniedrigung · Temperaturerniedrigung

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
moralische Herabwürdigung
Beispiele:
die Erniedrigung von Menschen zu Sklaven, Maschinen
Ungerechtigkeit und Erniedrigung erdulden
neue Erniedrigungen ertragen müssen
eine tiefe, hoffnungslose Erniedrigung
ein Akt der Erniedrigung
Ein üppig lastervolles Leben büßt sich / In Mangel und Erniedrigung allein [ SchillerStuartI 1]
2.
Senkung, Herabsetzung
Beispiele:
eine Erniedrigung des Energiebedarfes, der Spannung, Temperatur
die Erniedrigung des Sauerstoffverbrauches
eine merkliche, spürbare Erniedrigung
3.
Musik entsprechend der Bedeutung von erniedrigen (2)
Beispiele:
die Erniedrigung des Grundtones
eine Erniedrigung der Terz

Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Absetzung · Erniedrigung

Beschämung · Bloßstellung · Erniedrigung · Schande · Schmach  ●  Blamage geh., franz. · Kompromittierung geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Demütigung · Erniedrigung  ●  Schmach veraltend
Assoziationen

Beleidigung · Ehrverletzung · Erniedrigung · Herabwürdigung · Kränkung · Persönlichkeitsverletzung · Schimpf · Verbalinjurie · Verletzung · Verunglimpfung · schwere Beleidigung  ●  Schlag ins Gesicht fig. · Affront geh., franz. · Diskreditierung geh., bildungssprachlich · Insult geh., bildungssprachlich
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Erniedrigung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erniedrigung‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Erniedrigung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie bis zum Heil erhöht durch die von einem göttlich liebenden Wesen ausgesonnene Erniedrigung! [Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 119]
Er selbst also machte sich der Erniedrigung seiner trotz allem tiefgeliebten Schwester schuldig. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann – Fischer 1947 [1933], S. 264]
Die Erniedrigungen machten ihn sensibel für alle Formen der Erniedrigung. [Die Zeit, 02.07.1998]
Für viele bedeutete das absolute Erniedrigung, und viele versuchten, sich diesem Zwang so oft wie möglich zu entziehen. [Der Spiegel, 19.09.1983]
Leider nützt mir das nichts für die Erniedrigung, die er mir damit bereitet hat! [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg – Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 413]
Zitationshilfe
„Erniedrigung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erniedrigung>.

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