380 Euro f�r ein Dock? Anker Prime Thunderbolt 5 im Test
14 Ports, 140 Watt Ladeleistung und das Design eines Mac Mini: Die Anker Prime TB5 will die ultimative Docking Station sein. Doch im Test zeigen sich neben viel Leistung auch unerwartete Schw�chen bei den Anschl�ssen. Ist der hohe Preis gerechtfertigt?
Thunderbolt-5-Dockingstationen haben sich mittlerweile am Markt etabliert und die Auswahl w�chst stetig. Die Anker Prime TB5 geh�rte zu den ersten verf�gbaren Modellen und richtet sich durchaus an anspruchsvolle Nutzer. Nach mehreren Monaten im Praxiseinsatz zeigt sich, ob die kompakte Dockingstation unsere hohen Erwartungen erf�llen kann und wo sie an ihre Grenzen st��t.
Ein Pluspunkt ist das integrierte 232-Watt-Netzteil. Anders als bei vielen Konkurrenzprodukten entf�llt damit die Suche nach einem geeigneten Platz f�r einen klobigen Power-Brick. Lediglich ein Netzkabel muss zur Steckdose gef�hrt werden. Weiterhin besteht das Geh�use aus grauem Aluminium und bietet eine solide Verarbeitung. An der Oberseite befindet sich ein dezenter LED-Leuchtring in Blau, der den Betriebsstatus anzeigt und sich auf Wunsch deaktivieren l�sst.
Die aktive K�hlung mittels L�fter erweist sich im Test als angenehm leise. Bei normaler B�rolautst�rke oder bei Musikwiedergabe ist das Ger�t praktisch nicht h�rbar - wenn �berhaupt in Fl�sterlautst�rke. Ein weiterer positiver Aspekt: Selbst bei vollst�ndiger Portbelegung wird das Geh�use kaum warm - ein deutlicher Unterschied zu passiv gek�hlten Alternativen wie der CalDigit TS5 Plus.
Der Power-Button an der Front erweist sich allerdings als kleine Schwachstelle. Er reagiert nicht besonders taktil, und gelegentlich registriert die Dockingstation Eingaben nicht sofort. Zum vollst�ndigen Herunterfahren etwa muss die Taste mehr als zwei Sekunden gedr�ckt werden, was sich in der Praxis manchmal als umst�ndlich erweist - von einem Dealbreaker kann aber nicht die Rede sein.
Die R�ckseite wartet mit dem Hauptanschluss auf: einem Thunderbolt-5-Upstream-Port, der bis zu 140 Watt Power Delivery f�r angeschlossene Laptops bereitstellt. Das reicht selbst f�r stromhungrige 16-Zoll-MacBooks aus. Zwei weitere Thunderbolt-5-Downstream-Ports mit jeweils 15 Watt Bus-Power stehen f�r externe SSDs oder andere Thunderbolt-Peripherie zur Verf�gung.
Hinzu kommen zwei USB-A-Ports (10 Gbit/s), ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschluss sowie je ein HDMI-2.1- und ein DisplayPort-2.1-Ausgang. Letztere k�nnen allerdings nicht gleichzeitig genutzt werden - eine Einschr�nkung, die man bei der Planung des Setups ber�cksichtigen sollte. Wer beispielsweise drei externe Monitore betreiben m�chte, muss zwei davon �ber die Thunderbolt-Ports anschlie�en.
Im Test mit unserem Apple MacBook Pro (M4 Pro), einem QHD-Display sowie einem 4K-Monitor (beide mit je 144 Hz) ergaben sich keine Probleme. Die Verbindungen blieben stets stabil, auch bei verschiedenen Kombinationen angeschlossener Peripherie. Andere Tests berichten allerdings von gelegentlichen kurzen Signalverlusten, besonders beim ersten Start des Tages oder bei PCs - ein m�gliches Windows-11-Problem, das sich durch erneutes Einstecken des Thunderbolt-5-Kabels meist beheben l�sst.
Ein merkw�rdiges Verhalten zeigt sich bei USB-Ger�ten an den Thunderbolt-Ports: Diese laufen offenbar nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit (480 Mbit/s) statt mit den erwarteten USB-3-Raten. An den dedizierten USB-C- oder USB-A-Ports mit 10 Gbit/s funktioniert dieselbe Hardware hingegen problemlos. F�r Webcams oder Tastaturen spielt das nat�rlich keine Rolle, bei externen Speichermedien sollte man die richtigen Ports w�hlen. Eventuell kann Anker hier mit einem Firmware-Update nachhelfen.
Die Abw�rtskompatibilit�t zu Thunderbolt 4 und USB4 funktioniert hingegen einwandfrei. Auch �ltere M1- und M2-Macs oder �ltere Windows-Notebooks k�nnen die Dockingstation nutzen, allerdings ohne die Geschwindigkeitsvorteile von Thunderbolt 5. Das Dock arbeitet dann wie eine Thunderbolt-4-L�sung, bietet aber den Vorteil der Zukunftssicherheit.
Meckern auf hohem Niveau: Die 3,5-mm-Klinkenbuchse entt�uscht in Bezug auf die Audioqualit�t. Im Vergleich zum direkten Anschluss am Laptop zeigen sich schw�chere B�sse und eine insgesamt geringere Wiedergabetreue - hier sollte man bei Bedarf auf USB-Audio-Interfaces zur�ckgreifen.
Wer keine Thunderbolt-5-Geschwindigkeiten ben�tigt, findet in einfachen USB-C-Hubs ebenfalls deutlich g�nstigere Alternativen. Allerdings fehlt dort oft die Bandbreite f�r mehrere hochaufl�sende Displays oder die Ladeleistung f�r gr��ere Laptops. Die Anker Prime TB5 richtet sich somit klar an Power-User, die tats�chlich die gebotene Konnektivit�t und Leistung aussch�pfen.
Gleichzeitig offenbaren sich einige Schw�chen: Die USB-2.0-Limitation an den Thunderbolt-Ports wirkt wie ein Software-Bug, der hoffentlich behoben wird. Die Einschr�nkungen beim SD-Kartenleser sowie die gegenseitige Exklusivit�t von HDMI und DisplayPort k�nnten f�r bestimmte Nutzergruppen zum Ausschlusskriterium werden. Und dann w�re da noch der Preis: 380 Euro sind eine Ansage, die nur dann gerechtfertigt erscheint, wenn man tats�chlich die gebotene Leistung und Port-Vielfalt ben�tigt.
F�r durchschnittliche Nutzer mit einem modernen Mac und dem Wunsch nach einem aufger�umten Schreibtisch mit One-Cable-L�sung ist die Anker Prime TB5 eine Empfehlung wert - vorausgesetzt, das Budget l�sst es zu. Wer hingegen nur gelegentlich ein oder zwei zus�tzliche Ports ben�tigt, d�rfte mit g�nstigeren Alternativen besser bedient sein.
Was haltet ihr von der Anker Prime TB5 Dock? Setzt ihr auf Thunderbolt 5 f�r die Zukunft oder reichen euch g�nstigere USB-C-Alternativen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren.
Siehe auch:
Design: Kompakt statt klobig
Das Anker Prime TB5 Dock f�llt zun�chst durch seine Form auf. Statt der �blichen flachen, rechteckigen Bauweise setzt Anker auf ein kompaktes, nahezu quadratisches Geh�use. Das Design erinnert nicht zuf�llig an Apples Mac Mini oder Mac Studio und f�gt sich damit harmonisch in bestehende Setups ein. Die Abmessungen entsprechen etwa denen eines M4 Mac Mini, allerdings ist die Dockingstation etwa einen Zentimeter h�her.
Ein Pluspunkt ist das integrierte 232-Watt-Netzteil. Anders als bei vielen Konkurrenzprodukten entf�llt damit die Suche nach einem geeigneten Platz f�r einen klobigen Power-Brick. Lediglich ein Netzkabel muss zur Steckdose gef�hrt werden. Weiterhin besteht das Geh�use aus grauem Aluminium und bietet eine solide Verarbeitung. An der Oberseite befindet sich ein dezenter LED-Leuchtring in Blau, der den Betriebsstatus anzeigt und sich auf Wunsch deaktivieren l�sst.
Die aktive K�hlung mittels L�fter erweist sich im Test als angenehm leise. Bei normaler B�rolautst�rke oder bei Musikwiedergabe ist das Ger�t praktisch nicht h�rbar - wenn �berhaupt in Fl�sterlautst�rke. Ein weiterer positiver Aspekt: Selbst bei vollst�ndiger Portbelegung wird das Geh�use kaum warm - ein deutlicher Unterschied zu passiv gek�hlten Alternativen wie der CalDigit TS5 Plus.
Der Power-Button an der Front erweist sich allerdings als kleine Schwachstelle. Er reagiert nicht besonders taktil, und gelegentlich registriert die Dockingstation Eingaben nicht sofort. Zum vollst�ndigen Herunterfahren etwa muss die Taste mehr als zwei Sekunden gedr�ckt werden, was sich in der Praxis manchmal als umst�ndlich erweist - von einem Dealbreaker kann aber nicht die Rede sein.
Port-Vielfalt mit kleinen Einschr�nkungen
Die Anker Prime TB5 Docking Station bietet insgesamt 14 Anschl�sse, wobei die Verteilung durchdacht erscheint. An der Front finden sich zwei USB-C-Ports mit 10 Gbit/s und gemeinsam 45 Watt Ladeleistung, ein USB-A-Port mit ebenfalls 10 Gbit/s sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Die linke Seite beherbergt Slots f�r SD- und microSD-Karten, allerdings nur mit UHS-I-Standard und damit maximal 104 MB/s - moderne Systeme bieten hier mit UHS-II h�here Geschwindigkeiten.
Die R�ckseite wartet mit dem Hauptanschluss auf: einem Thunderbolt-5-Upstream-Port, der bis zu 140 Watt Power Delivery f�r angeschlossene Laptops bereitstellt. Das reicht selbst f�r stromhungrige 16-Zoll-MacBooks aus. Zwei weitere Thunderbolt-5-Downstream-Ports mit jeweils 15 Watt Bus-Power stehen f�r externe SSDs oder andere Thunderbolt-Peripherie zur Verf�gung.
Hinzu kommen zwei USB-A-Ports (10 Gbit/s), ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschluss sowie je ein HDMI-2.1- und ein DisplayPort-2.1-Ausgang. Letztere k�nnen allerdings nicht gleichzeitig genutzt werden - eine Einschr�nkung, die man bei der Planung des Setups ber�cksichtigen sollte. Wer beispielsweise drei externe Monitore betreiben m�chte, muss zwei davon �ber die Thunderbolt-Ports anschlie�en.
Display-Support je nach System
Die Unterst�tzung externer Displays h�ngt stark vom angeschlossenen Rechner ab. Windows-PCs mit Thunderbolt 5 k�nnen laut Anker zwei 8K-Displays mit 60 Hz oder einen 4K-Monitor mit 240 Hz betreiben. Mac-Nutzer m�ssen sich mit den Beschr�nkungen des Apple-�kosystems arrangieren: M4-MacBooks mit Pro- oder Max-Chip unterst�tzen zwei 6K-Displays mit 60 Hz oder einen 4K-Monitor mit bis zu 240 Hz. �ltere M1-, M2- und M3-Generationen sind auf niedrigere Aufl�sungen oder Bildwiederholraten limitiert.Im Test mit unserem Apple MacBook Pro (M4 Pro), einem QHD-Display sowie einem 4K-Monitor (beide mit je 144 Hz) ergaben sich keine Probleme. Die Verbindungen blieben stets stabil, auch bei verschiedenen Kombinationen angeschlossener Peripherie. Andere Tests berichten allerdings von gelegentlichen kurzen Signalverlusten, besonders beim ersten Start des Tages oder bei PCs - ein m�gliches Windows-11-Problem, das sich durch erneutes Einstecken des Thunderbolt-5-Kabels meist beheben l�sst.
Thunderbolt-5-Leistung mit Fragezeichen
Die Daten�bertragungsraten der Anker Prime TB5 bewegen sich im erwarteten Rahmen, zeigen aber auch Schw�chen. Tests mit einer Thunderbolt-5-SSD, die bis zu 6000 MB/s erreichen soll, ergaben Schreibraten von etwa 4700 MB/s und Leseraten von 5100 MB/s. Direkt am MacBook angeschlossen erreichte dieselbe SSD 5350 MB/s sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen - ein leicht sp�rbarer, wenn auch nicht dramatischer Unterschied.Ein merkw�rdiges Verhalten zeigt sich bei USB-Ger�ten an den Thunderbolt-Ports: Diese laufen offenbar nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit (480 Mbit/s) statt mit den erwarteten USB-3-Raten. An den dedizierten USB-C- oder USB-A-Ports mit 10 Gbit/s funktioniert dieselbe Hardware hingegen problemlos. F�r Webcams oder Tastaturen spielt das nat�rlich keine Rolle, bei externen Speichermedien sollte man die richtigen Ports w�hlen. Eventuell kann Anker hier mit einem Firmware-Update nachhelfen.
Die Abw�rtskompatibilit�t zu Thunderbolt 4 und USB4 funktioniert hingegen einwandfrei. Auch �ltere M1- und M2-Macs oder �ltere Windows-Notebooks k�nnen die Dockingstation nutzen, allerdings ohne die Geschwindigkeitsvorteile von Thunderbolt 5. Das Dock arbeitet dann wie eine Thunderbolt-4-L�sung, bietet aber den Vorteil der Zukunftssicherheit.
Meckern auf hohem Niveau: Die 3,5-mm-Klinkenbuchse entt�uscht in Bezug auf die Audioqualit�t. Im Vergleich zum direkten Anschluss am Laptop zeigen sich schw�chere B�sse und eine insgesamt geringere Wiedergabetreue - hier sollte man bei Bedarf auf USB-Audio-Interfaces zur�ckgreifen.
Preis und Alternativen der Konkurrenz
Mit einem aktuellen Preis von rund 380 Euro geh�rt die Anker Prime TB5 zu den kostspieligeren Thunderbolt-5-Docks auf dem deutschen Markt. Alternativen von CalDigit, Razer oder OWC bieten zudem �hnlich viele Ports und ebenso hohe Ladeleistungen zu teils gleichen Preisen. Als g�nstiger Konkurrent kristallisiert sich das UGREEN Revodok Max 2131 heraus, das eine ebenso gute Port-Ausstattung bietet und aktuell knapp unter 300 Euro kostet.Wer keine Thunderbolt-5-Geschwindigkeiten ben�tigt, findet in einfachen USB-C-Hubs ebenfalls deutlich g�nstigere Alternativen. Allerdings fehlt dort oft die Bandbreite f�r mehrere hochaufl�sende Displays oder die Ladeleistung f�r gr��ere Laptops. Die Anker Prime TB5 richtet sich somit klar an Power-User, die tats�chlich die gebotene Konnektivit�t und Leistung aussch�pfen.
Unser Fazit zur Anker Prime TB5 Docking Station
Die Anker Prime TB5 Docking Station liefert eine solide Gesamtleistung f�r Nutzer aktueller Thunderbolt-5-Macs oder entsprechend ausgestatteter Windows-Laptops. Das kompakte Design ohne externes Netzteil, die leise Aktivk�hlung und die breite Port-Ausstattung machen sie zu einem praktischen Desktop-Hub. Die 140-Watt-Ladeleistung reicht dabei f�r praktisch jeden Laptop abseits vom High-End-Gaming aus, und die Unterst�tzung mehrerer hochaufl�sender Displays deckt die meisten Anwendungsf�lle ab.
Gleichzeitig offenbaren sich einige Schw�chen: Die USB-2.0-Limitation an den Thunderbolt-Ports wirkt wie ein Software-Bug, der hoffentlich behoben wird. Die Einschr�nkungen beim SD-Kartenleser sowie die gegenseitige Exklusivit�t von HDMI und DisplayPort k�nnten f�r bestimmte Nutzergruppen zum Ausschlusskriterium werden. Und dann w�re da noch der Preis: 380 Euro sind eine Ansage, die nur dann gerechtfertigt erscheint, wenn man tats�chlich die gebotene Leistung und Port-Vielfalt ben�tigt.
F�r durchschnittliche Nutzer mit einem modernen Mac und dem Wunsch nach einem aufger�umten Schreibtisch mit One-Cable-L�sung ist die Anker Prime TB5 eine Empfehlung wert - vorausgesetzt, das Budget l�sst es zu. Wer hingegen nur gelegentlich ein oder zwei zus�tzliche Ports ben�tigt, d�rfte mit g�nstigeren Alternativen besser bedient sein.
Was haltet ihr von der Anker Prime TB5 Dock? Setzt ihr auf Thunderbolt 5 f�r die Zukunft oder reichen euch g�nstigere USB-C-Alternativen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Anker Prime TB5 Dock mit 14 Ports und 140 Watt Ladeleistung f�r TB5-Macs
- Kompaktes Design �hnlich Mac Mini mit integriertem 232-Watt-Netzteil
- Verteilte Anschl�sse: USB-C, Thunderbolt 5, HDMI, DisplayPort, Ethernet
- Leiser aktiver L�fter mit nur 32 Dezibel bei stabiler Temperatur
- USB-2.0-Limitation an Thunderbolt-Ports ist auff�lliger Schwachpunkt
- SD-Kartenleser unterst�tzen nur UHS-I-Standard mit maximal 104 MB/s
- Mit 380 Euro eher f�r Power-User, die alle Funktionen wirklich nutzen
Siehe auch:
- Chizha Mount Ling Dock: N�tzliche Dockingstation f�r Steam Deck
- Beelink Mate Mini im Test: N�tzliche Dockingstation f�r Mac Mini & Co.
- Baseus Nomos NU1 Air Spacemate: Vielseitige Dockingstation im Test
- Asus: Neues TB5-Dock l�sst Grafikkarten offen auf dem Tisch laufen
- Avermedia GC515: Gaming-Dockingstation mit Aufnahmefunktion
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