Journal for Literary and Intermedial Crossings, 2018
Journal for Literary and Intermedial Crossings No.2 (2018) - eds. Christophe Collard, Janine Haut... more Journal for Literary and Intermedial Crossings No.2 (2018) - eds. Christophe Collard, Janine Hauthal, and Lesley Penné
Papers by Janine Hauthal
Produktivität einer Hass-Liebe: Theaterfeinde als Erneuerer des modernen Theaters
In seiner 2006 ins Deutsche übersetzten Studie zum anti-theatralischen Drama der Hochmoderne ist ... more In seiner 2006 ins Deutsche übersetzten Studie zum anti-theatralischen Drama der Hochmoderne ist der US-amerikanische Literaturwissenschaftler Martin Puchner einem interessanten Paradox auf der Spur: Er zeigt u.a. am Beispiel der Lesestücke von Stéphane Mallarmé und Gertrude Stein sowie an Bertolt Brechts und Samuel Becketts Entwürfen eines 'diegetischen Theaters', wie gerade der Widerstand gegen ein auf schauspielerischer Verkörperung basierendes, mimetisches Theater zu dessen Erneuerung beiträgt. Dabei fungiert die Kategorie der (Anti-)Theatralität, die Puchner in die Erforschung der literarischen Moderne einführt, als methodisches Bindeglied zwischen Literatur- und Theaterwissenschaft.
Die Abstimmung zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 23. Juni 20... more Die Abstimmung zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 23. Juni 2016 wurde von Journalisten und politischen Kommentatoren schnell und übereinstimmend als das Resultat eines postfaktischen Wahlkampfes interpretiert. Im vorliegenden Beitrag wird gezeigt, dass die Diskursstruktur des Postfaktischen nur bedingt einen Rahmen liefern kann, um die Brexit-Abstimmung zu verstehen. In einem ersten Abschnitt werden die die Abstimmung begleitenden Debatten dafür daraufhin befragt, ob in ihnen die Erzähl-und Diskursmodelle des Wandels einerseits oder der Kontinuität und der Nostalgie andererseits vorherrschen. In einem zweiten Teil werden sodann die Brexit-Interpretationen, die den britischen Euroskeptizismus und die britische ‚postkoloniale Melancholie' als Erklärungen für die Abstimmung anführen, in den Blick genommen. Anschließend werden die beiden Spionageromane The Innocent von Ian McEwan (1990) und Expo 58 von Jonathan Coe (2013) daraufhin befragt, ob in ihnen schon vor dem Referendum ein von Europa unabhängiges Großbritannien antizipiert wird. Abschließend werden diese beiden Texte in einem kurzen Ausblick mit der sog. "BrexLit" verglichen, die seit der Abstimmung entstanden ist. ⁕ On 23 June 2016, 51.9% of people in the United Kingdom voted in favour of 'Brexit', i.e. of the UK leaving the European Union. While it still remains to be seen what exactly British-European relations will look like in future, in the immediate aftermath of the referendum journalists and political commentators quickly and unanimously regarded the vote, and the campaign preceding it, as evidence of an emergent "post-factual" or "post-truth" politics-adjectives that the Oxford English Dictionary (OED) identically defines as "[r]elating or denoting circumstances in which objective facts are less influential in shaping public opinion than appeals to emotion and personal belief"
Untergattung Stück Das am 14. Oktober 1958 von Joan Littlewoods Theatre Workshop am Stratforder T... more Untergattung Stück Das am 14. Oktober 1958 von Joan Littlewoods Theatre Workshop am Stratforder Theatre Royal im Londoner East End erfolgreich uraufgeführte und im selben Jahr veröffentlichte Drama basiert auf dem in gälischer Sprache verfassten Stück An Giall (Die Geisel; UA am 16. Juni 1958 in der Damer Hall, Dublin), einer Auftragsarbeit des Autors für die Institution zur Förderung der irischen Sprache Gael Linn, und existiert in verschiedenen Versionen. Die meist rezipierte Fassung von 1959 geht auf die Inszenierung Littlewoods zurück, die als englischer Beitrag zum Pariser Festival Théatre des Nations eingeladen war. Theater heute wählte die deutsche Erst
Organisatorische Kompetenzen sind eine Kernkompetenz von Geistes- und Kulturwissenschaftler/innen... more Organisatorische Kompetenzen sind eine Kernkompetenz von Geistes- und Kulturwissenschaftler/innen und auf dem Arbeitsmarkt von grosem Nutzen (vgl. Rupprecht 2008). Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, Studierenden und Nachwuchswissenschaftler/innen aus geistesund kulturwissenschaftlichen Fachern ihre Kenntnisse und Fahigkeiten im organisatorischen Bereich bewusst zu machen und zugleich Orientierung und Hilfestellung beim Erwerb von organisatorischen Kompetenzen zu bieten.
Die Rezension als Einstieg ins wissenschaftliche Schreiben und Publizieren
Eine Rezension ist eine an ein Fachpublikum gerichtete Evaluation einer (meist aktuellen) wissens... more Eine Rezension ist eine an ein Fachpublikum gerichtete Evaluation einer (meist aktuellen) wissenschaftlichen Studie. Die Kurze und Informationsdichte einer solchen wissenschaftlichen Buchbesprechung stellt an Rezensenten/Rezensentinnen hohe Anforderungen im Hinblick auf sprachliche Prazision und Okonomie und setzt einen genauen Uberblick uber den Gegenstandsbereich, das Erkenntnisinteresse und die Anlage des jeweiligen Textes voraus. Sowohl auf inhaltlich-thematischer als auch auf struktureller Ebene ergeben sich aber Synergien zwischen der Rezensionstatigkeit und der Arbeit am Dissertationsprojekt, die die Rezension als ideale Einstiegstextsorte ausweisen: Rezensionen sind mit einer Lange zwischen einer und sieben Seiten je nach Publikationsorgan verhaltnismasig kurz und daher ein uberschaubares Projekt, mit dem sich das fur die Arbeit an der Dissertation so wichtige Zeit- und Projektmanagement trainieren lasst (s. Kap III.2). Promovierende entwickeln und uben beim Verfassen von Re...
When Metadrama Is Turned into Metafilm A Media-Comparative Approach to Metareference
Unity in Diversity? Imagining Europe in Julian Barnes’s Cross Channel
Welsh, Irvine: Trainspotting
Welsh, Irvine
Kindlers Literatur Lexikon (KLL)
A European Storyteller? Collective Narration in John Berger’s Into Their Labours
Narrative in Culture, 2019
2. Der szenische Raum und seine Auflösung im Text als Landschaft
1. Der dramatische Raum und seine Entdramatisierung im zeitgenössischen Theatertext
Campus, Satire, and Irony: Annette Pehnt’s Academic Novel "Hier kommt Michelle" (2010)
Fielding, Henry: The Tragedy of Tragedies
Pioniermodell mit internationalem Renommee und Vorbildcharakter : Das "International Graduate Centre for the Study of Culture" (GCSC)
Krisen im Promotionsprozess: Formen, Ursachen, Handlungsoptionen
Jeder Promotionsprozess ist durch Hohen und Tiefen gekennzeichnet: Vor allem Arbeitsphasen, in de... more Jeder Promotionsprozess ist durch Hohen und Tiefen gekennzeichnet: Vor allem Arbeitsphasen, in denen ein fur die Fragestellung der Dissertation zu losendes Problem gart und sich zuspitzt, sind von Unruhe, Frustration und dem Gefuhl des Blockiert-Seins begleitet, da es aus Sicht des/der Promovierenden mit der Arbeit nicht voran zu gehen scheint. Dies fuhrt in vielen Fallen zu Zweifeln an der eigenen Kompetenz und einem verminderten Selbstwertgefuhl und ist daher fur das Individuum zweifellos belastend. Dennoch handelt es sich um einen fur die Promotion unabdingbaren Prozess, denn das Verfassen einer Dissertation ist — wie wissenschaftliches Arbeiten und das Schreiben von Texten generell — ein kreativer Akt, in dessen Verlauf kritische Phasen »notwendige Begleiterscheinung« sind (Fiedler/Hebecker 2006, S. 239). Trotz ihres unangenehmen Charakters bieten Krisen auch ein hohes Veranderungspotenzial: Haufig ermoglicht erst das krisenhafte Erleben einer Grenzsituation Wandel und Durchbruch.
Externe Beratungsangebote für Promovierende: Forschungssupervision und Promotionscoaching
Die im Rahmen der Promotion als Qualifizierungsarbeit zu leistende wissenschaftliche Recherche, R... more Die im Rahmen der Promotion als Qualifizierungsarbeit zu leistende wissenschaftliche Recherche, Reflexion und schriftliche wie mundliche Prasentation unterliegt gegenwartig einem Rationalisierungsprozess, der etwa in der Forderung erkennbar wird, die Promotion in drei bis vier Jahren abzuschliesen. Zugleich sehen sich Promovierende nicht zuletzt durch die Aufwertung der Promotion im Zuge der Einfuhrung der Juniorprofessur mit steigenden Kompetenzanforderungen konfrontiert. Der komplexe Lern- und Professionalisierungsprozess des Promovierens erfordert deshalb mehr denn je einen eigenverantwortlichen und effizienten Umgang mit den eigenen arbeitsorganisatorischen Ressourcen und verlangt ein zunehmendes Mas an Selbstdarstellung und -behauptung. Promovierende mussen heute zusatzliche Kompetenzen ausbilden, um spater auf dem universitaren Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein (s. Kap. III.1). So gehoren zu den Anforderungen, die an Promovierende gestellt werden, neben einer langfristigen Ziel...
Imagining the European periphery: Post-war Croatia in Aminatta Forna’s The Hired Man
Black British literature’s infrequent engagement with European peripheries has largely involved w... more Black British literature’s infrequent engagement with European peripheries has largely involved writing back to Europe as imperial centre. Aminatta Forna’s The Hired Man (2013) pushes beyond this postcolonial “burden of representation” by focusing on the religious and ethnic conflicts that have plagued one of the most traditionally peripheralized parts of the European continent, South-Eastern Europe or the generic “Balkans”. Forna depicts post-war non-urban Croatia as a place of entanglement, haunted by its past. Backwardness, decay, and political instability characterize this quasi-rural periphery. The novel juxtaposes the fluid border location of a fictitious small town with allegedly more stable national spaces in the west, and also reveals how Balkanist discourses are instrumental in creating neocolonial spaces in a post-socialist context. Moreover, in soliciting reader complicity it invites an understanding of peripheries as “traumascapes” whose complex relation to a troubled p...
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