Arbeitsgruppe Feuerökologie

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Arbeitsgruppe Feuerökologie

Die Arbeitsgruppe Feuerökologie wurde 1979 am Forstzoologischen Institut der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg eingerichtet. Sie befasst sich in Forschung, Lehre, Anwendung und Politikentwicklung mit dem Thema Vegetationsbrände in einem Umfang, der sich den global ändernden Rahmenbedingungen stellt. Seit 1990 ist die Arbeitsgruppe ist eine Unterabteilung des Max-Planck-Instituts für Chemie und ist als Forschungseinrichtung weiterhin an der Universität Freiburg, Fakultät für Umwelt und Natürlich Ressourcen, angesiedelt. Neben dem Funktion als Assoziiertes Institut der United Nations University (2005 bis 2014) beherbergt die AG Feuerökologie das Global Fire Monitoring Center (GFMC) und die Sekretariate des UNISDR (UNDRR) Global Wildland Fire Network / Wildland Fire Advisory Group und des UN-FAO/ECE Team of Specialists on Forest Fire und Herausgeber der International Forest Fire News (1981-2014) der Vereinten Nationen und ist damit mit einem weltweit einmaligen Instrumentarium ausgestattet, das es erlaubt, den Transfer von Wissenschaft in Anwendung und Politik unmittelbar zu ermöglichen (Science-Policy-Practitioners Interface – SPPI). Zum Stand Ende 2024 arbeitet das GFMC über acht Regionalzentren in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika, die durch das GFMC aufgebaut und diesem angeschlossen sind. Das neunte Zentrum für Südasien wird ab 2025 in Nepal aufgebaut.

Übergang des GFMC in den Global Fire Management Hub

Auf Basis einer Initiative der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und des UN-Umweltprogrammes (UNEP) wir seit 2023 der Global Fire Management Hub aufgebaut. Das Ziel des „Fire Hub“ besteht darin, die Kapazitäten der Länder zur Umsetzung von Strategien (policies) und Aufbau von Kapazitäten des Integrierten Feuer-Managements zu stärken. Dank der Unterstützung Deutschlands durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde im Laufe der Jahre 2023 und 2024 der Übergang bzw. die Integration des GMFC, des Global Wildland Fire Network / Wildland Fire Advisory Group und der vom GFMC eingerichteten Regionalzentren in den Fire Hub überzuleiten.

Der Aufbau des Global Fire Management Hub kann hier verfolgt werden:

Internationale Teilnehmer des 3. Planungsworkshops des Global Fire Management Hub; FAO, Rom, Mai 2024. ©Photo: FAO

Übergang der Arbeitsgruppe Feuerökologie in eine planmäßige Professur für Feuerökologie (2024/2025)

Freiburg i.Br., 17. Oktober 2024: Die Universität Freiburg wird eine neue Eva Mayr-Stihl Stiftungsprofessur für Feuerökologie einrichten. Die Professur soll wichtige Grundlagenforschung leisten, um die Folgen von Waldbränden und Vegetationsbränden im Offenland für Biodiversität, Ökosystemfunktionen und Ökosystemleistungen sowie die Wechselwirkungen von Waldbränden und anderen Störungen in Waldökosystemen besser zu verstehen. Mit einem Schwerpunkt auf Waldbränden in der gemäßigten Klimazone, besonders in Mitteleuropa, hat sie eine weltweit einmalige Ausrichtung. Ermöglicht wird die Professur von der Eva Mayr-Stihl Stiftung, die über einen Zeitraum von 10 Jahren 3,5 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Zur feierlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrags trafen am 17. Oktober 2024 in Freiburg unter anderem Michael von Winning, Vorstand der Eva Mayr-Stihl Stiftung, Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Freiburg, Prof. Dr. Heiner Schanz, Dekan der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Johann Georg Goldammer, Leiter der Arbeitsgruppe Feuerökologie und des Global Fire Monitoring Center an der Universität Freiburg.

Blick in die Vergangenheit

Versuchsgelände Günterstal: Zwischen 2004 und 2011 bewirtschaftete die Arbeitsgruppe das Versuchsgelände Günterstal der Universität Freiburg, das Versuchsanlagen für interdisziplinärer Forschung der Arbeitsgruppe Feuerökologie, der Waldbau-Instituts der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (Landesforstverwaltung), dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg und der Universität Bochum diente.

 Versuchsgelände Günterstal

Versuchsgelände Günterstal (2004-2011)

Geschichte des Standorts: Seit Anfang der 1990er Jahre sind die Arbeitsgruppe und das GFMC auf dem Flughafen-Campus der Universität Freiburg angesiedelt. Im Oktober 2025 veröffentlichte das GFMC eine illustrierte Geschichte des Flughafen-Campus und des GFMC:

Goldammer, J.G. 2025. Der Flughafen-Campus der Universität Freiburg. Rückblick auf die Geschichte und den Aufbau der ersten Jahre. Global Fire Monitoring Center (GFMC), Freiburg, 92 p. (PDF)

Versuchsgelände Günterstal: Zwischen 2004 und 2011 bewirtschaftete die Arbeitsgruppe das Versuchsgelände Günterstal der Universität Freiburg, das Versuchsanlagen für interdisziplinärer Forschung der Arbeitsgruppe Feuerökologie, der Waldbau-Instituts der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (Landesforstverwaltung), dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg und der Universität Bochum diente.

Konferenzen – zwischen Forschung und Politik: Die Arbeitsgruppe Feuerökologie / GFMC haben seit 1977 internationale Symposien und Konferenzen durchgeführt, die thematisch fokussiert und ergebnisorientiert waren in Hinblick auf wissenschaftlich-technische und politische Folgemaßnahmen.