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Scottish Green Party

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Scottish Green Party
Partei­vorsitzende Ross Greer
Gillian Mackay
Gründung 1990
Hauptsitz Bonnington Mill
72 Newhaven Road
Edinburgh
Ausrichtung Grüne Politik
Linksliberalismus
Dezentralisierung
Schottische Unabhängigkeit
Farbe(n) Grün
Jugendorganisation Scottish Young Greens
Zeitung Greenprint
Sitze House of Commons
0 / 650 (0,0 %)
(2024)
Sitze Schottisches Parlament
15 / 129 (11,6 %)
(2026)
Sitze Kommunalverwaltungen (Schottland)
36 / 1227 (2,9 %)
Mitglieder­zahl 7.500[1] (2021)
Internationale Verbindungen Global Greens
Europapartei Europäische Grüne Partei (EGP)
Website https://greens.scot

Die Scottish Green Party (schottisch-gälisch Pàrtaidh Uaine na h-Alba, Scots Scots Green Pairtie, deutsch Schottische Grüne Partei), auch bekannt als Scottish Greens ist eine grüne Partei in Schottland und selbstständiges Mitglied der Europäischen Grünen Partei.

Bis 1990 waren die schottischen Grünen Teil der Green Party des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland (wie sie damals hieß), bis sie sich als Scottish Green Party selbständig machte. Diese Trennung von der Ursprungspartei beruhte nicht auf politischen Differenzen, sie sollte vielmehr die grüne Forderung nach einer Dezentralisierung Großbritanniens bzw. die Unabhängigkeitsbestrebungen in Schottland unterstützen.

Die Partei unterstützte die Kampagne für die Unabhängigkeit beim Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands 2014[2] und spricht sich 2017 für ein zweites Unabhängigkeitsreferendum aus.[3]

Patrick Harvie kündigte im April 2025 an, nicht mehr als Co-Vorsitzender der Partei kandidieren zu wollen. Er war zu dem Zeitpunkt der am längsten amtierende Vorsitzende einer Partei in Schottland überhaupt. Im Juli des Jahres gab er seine Absicht bekannt, bei den Parlamentswahlen 2026 erneut ein Mandat in Holyrood anzustreben. Dies stieß auf die Ablehnung fundamentaler Gruppen in der Partei. Kommentatoren fragten, ob sich die Partei im Bürgerkrieg befinde.[4]

Ende August 2025 wurden Ross Greer und Gillian Mackay zu neuen Co-Vorsitzenden gewählt.[5]

Bei den Wahlen zum ersten schottischen Parlament im Jahr 1999 gelang es Robin Harper in der Region Lothians gewählt zu werden, er wurde damit der erste grüne Parlamentarier Großbritanniens. Die Partei profitierte von der Tatsache, dass das eigenständige schottische Parlament in einer Kombination von Mehrheits- und Verhältniswahlrecht gewählt wird.

Im Jahr 2003 konnten die schottischen Grünen ihre Position stark ausbauen, mit 6,9 % der Stimmen eroberten sie sieben von 129 Mandaten.

Bei den Wahlen 2007 musste die Partei einen Rückschlag hinnehmen, sie verlor ein Drittel ihrer Stimmen und fünf von sieben Mandaten. Bei den gleichzeitig stattfindenden (und zum ersten Mal mit STV durchgeführten) Kommunalwahlen konnten die Grünen allerdings acht neue Ratssitze erobern: fünf in Glasgow und drei in Edinburgh.

Im Mai 2011 gewann die Green Party 4,4 % der Stimmen und zwei Sitze im schottischen Parlament. Im Vergleich zur Wahl 2007 (4,0 %) gab es wieder ein leichtes Plus, und auch die Zahl der Sitze konnte gehalten werden. Vom Bündnispartner der Green Party, der SNP, wurde erstmals die absolute Mehrheit der Sitze errungen. Die SNP vertritt ebenfalls einige grüne Positionen, unter anderem den Ausstieg aus der Kernenergie und den Ausbau erneuerbarer Energien auf 100 % des schottischen Energiebedarfs bis 2020. Bei der schottischen Parlamentswahl im Mai 2016 gewann die Partei 6,6 % der Listenstimmen und 6 Mandate im 129 Abgeordnete zählenden schottischen Parlament.

Prozentergebnisse und Gesamtsitze beziehen sich auf Schottland. Unterhauswahlen erfolgten durchgehend nach Mehrheitswahlrecht, Wahlen zum schottischen Parlament nach einem Mixed-Member Proportionalsystem und ab 1999 auch Wahlen zum Europaparlament nach Verhältniswahlrecht.

JahrWahlStimmenanteilSitze
1994 Europawahl 19941,6 %
0/8
1997Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 19970,0 %
0/72
1999 Parlamentswahl in Schottland 19993,6 %
1/129
1999 Europawahl 19995,8 %
0/8
2001Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20010,2 %
0/72
2003 Parlamentswahl in Schottland 20036,9 %
7/129
2004 Europawahl 20046,8 %
0/7
2005Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20051,1 %
0/59
2007 Parlamentswahl in Schottland 20074,0 %
2/129
2009 Europawahl 20097,3 %
0/6
2010Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20100,7 %
0/59
2011 Parlamentswahl in Schottland 20114,4 %
2/129
2014 Europawahl 20148,1 %
0/6
2015Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20151,3 %
0/59
2016 Parlamentswahl in Schottland 20166,6 %
6/129
2017Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20170,2 %
0/59
2019 Europawahl 20198,2 %
0/6
2019Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20191,0 %
0/59
2021 Parlamentswahl in Schottland 20218,1 %
8/129
2024Vereinigtes Königreich Unterhauswahl 20243,8 %
0/57
2026 Parlamentswahl in Schottland 202614,0 %
15/129

Einzelnachweise

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  1. Severin Carrell: Deal between Scottish Greens and SNP delayed as deadline looms In: The Guardian, 11. August 2021. Abgerufen am 24. Januar 2022 (englisch). 
  2. Scottish independence: Scottish Green Party launches 'Yes' campaign, BBC News, 15. November 2013
  3. GreenYES Scottish Independence (Memento vom 14. März 2017 im Internet Archive), Homepage der Scottish Greens.
  4. David Wallace Lockhart: Are the Scottish Greens descending into civil war? In: BBC news. 20. Juli 2025, abgerufen am 20. Juli 2025 (englisch).
  5. Greer and Mackay elected as Scottish Greens co-leaders. In: BBC news. 29. August 2025, abgerufen am 29. August 2025 (englisch).