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Rüdiger Görner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Rüdiger Görner, Januar 2015

Rüdiger Görner (* 4. Juni 1957 in Rottweil) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler. Er lebt in der Nähe von Bonn.[1]

Er ist Gründungsdirektor des Zentrums für Britisch-Deutsche Kulturbeziehungen (englisch Centre for Anglo-German Cultural Relations)[2] und Herausgeber des Jahrbuchs Angermion. Yearbook for Anglo-German Literary Criticism, Intellectual History and Cultural Transfers, das sich mit britisch-deutschen Kulturbeziehungen auseinandersetzt.[3]

Von 1999 bis 2004 war er der Direktor des Institute of Germanic Studies der University of London. Dort gründete er 2002 das Ingeborg-Bachmann-Zentrum für Österreichische Literatur.[4]

Als Gastprofessor lehrte er an den Universitäten Mainz, Hannover, Heidelberg, Wien und Salzburg.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissenschaft und Musik in der deutschsprachigen Literatur, Dichtungstheorie der Jahrhundertwende und „Pluralektiken“ (statt Dialektik) im deutschen Romantizismus.

Am 7. November 2016 sprach er mit Jeremy Adler und Michael Krüger über „Deutschsprachige Exilanten in London im Zeichen der Shoah“ des Internationalen Kollegs Morphomata der Universität Köln, das sich insbesondere den Exilautoren Hans Günther Adler, Elias Canetti und Franz Baermann Steiner widmete (Audiomitschnitt).[5]

Görner ist korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2012 wurde er mit dem Deutschen Sprachpreis ausgezeichnet; 2015 erhielt er den Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung. Am 31. Mai 2017 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Rüdiger Görner: Als die Zensur seine Gedichte verbietet, geht Ferdinand Freiligrath ins Exil in die Schweiz – Während der Revolution von 1848 gingen zahlreiche deutsche Intellektuelle, Politiker und Schriftsteller in die Emigration. Viele kamen nach Zürich, wo sie eine freiheitlichere Gesellschaft antrafen, NZZ, 4. Januar 2026
  2. http://www.qmul.ac.uk/cagcr/
  3. https://www.degruyter.com/view/j/ang
  4. Ingeborg Bachmann Centre for Austrian Literature
  5. Jeremy Adler, Rüdiger Görner und Michael Krüger: Deutschsprachige Exilanten in London im Zeichen der Shoah. Internationales Kolleg Morphomata - Universität Köln, 7. November 2016, archiviert vom Original am 24. März 2024; abgerufen am 24. März 2024 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.