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Nibelungengau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Typische Landschaft im Nibelungengau (Blick von Maria Taferl aus Richtung Westen, auf Diedersdorf und Metzling)
Die Burgruine Weitenegg mit dem Stift Melk, rechts im Hintergrund

Der Nibelungengau ist der Name eines Donauabschnittes in Niederösterreich zwischen dem Strudengau oberhalb im Westen und flussabwärts der Wachau im Osten. Er beginnt mit den Ortschaften Persenbeug bzw. Ybbs und endet bei Emmersdorf an der Donau bzw. Melk. Der Nibelungengau bildet zusammen mit der Wachau die Tourismusregion Wachau-Nibelungengau.

Der Name verweist darauf, dass die Region im Nibelungenlied eine Rolle spielte. Rüdiger von Bechelaren (Bechelaren = Pöchlarn), ein Lehnsmann des Hunnenkönigs Etzel, soll dort seinen Sitz als Markgraf gehabt haben.

Die Bezeichnung ist weder ein historischer Landschaftsname noch kommt sie im Nibelungenlied selbst vor, sondern entstand erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Umfeld einer deutschnational geprägten Nibelungenrezeption und des Pöchlarner Nibelungendenkmal- und Volksschauspielvereines „Bechelâren“. Im Dezember 1913 wurde der Name für den entsprechenden Donauabschnitt von der Gemeinde Pöchlarn offiziell festgelegt.[1][2]

Sehenswürdigkeiten

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Neben dem Donautal selbst sind insbesondere der Wallfahrtsort Maria Taferl, die Stadt Pöchlarn und das Schloss Artstetten erwähnenswert. Vor der Schleuse Ybbs-Persenbeug steht am linken Ufer bergwärts das monumentale Relief Der Nibelungenzug des Bildhauers Oskar Thiede. Auf der gegenüberliegenden rechten Donauseite befindet sich das Betriebsgebäude des ältesten Donaukraftwerks Österreichs – Kraftwerk Ybbs-Persenbeug.

Commons: Nibelungengau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Frank Olaf Luckscheiter: Matthäus Much, „Schliemann Niederösterreichs“ und deutschnationaler Antisemit. Diplomarbeit. Universität Wien, 2012, S. 428, 429, doi:10.25365/thesis.23822.
  2. Volker Gallé: „Amtsfahrt ins Nibelungenland“ – Ein Wormser Himmelfahrtskommando nach Niederösterreich im Jahr 1939. In: nibelungenlied-gesellschaft.de. Abgerufen am 16. Juli 2026.