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Matthias Hundt

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Matthias Hundt (* 1969 in Dresden) ist ein deutscher Unternehmer und ehemaliger politischer Beamter. Er war von März bis Mai 2026 Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung sowie Berliner Chief Digital Officer in der Berliner Senatskanzlei.

Leben und beruflicher Werdegang

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Hundt besuchte die polytechnische Oberschule in Dresden. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Werkzeugmacher beim VEB Pentacon. Von 1988 bis 1990 war er Nachrichtentechniker bei der Nationalen Volksarmee. 1991 legte er das Abitur ab und studierte anschließend bis 1996[1] Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Dresden.[2]

1998 gründete Hundt ein Unternehmen für Kommunikationsnetzwerke und Internettechnologien für Großunternehmen, das er 2006 in ein Systemhaus-Unternehmen umwandelte. Er führte das Unternehmen bis 2012. Von 2013 bis 2019 war er Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der Dresden Information GmbH, der Tourismuszentrale der Landeshauptstadt Dresden. 2019 gründete er die Sachsen Digital Consulting GmbH, die Leistungen für die Umsetzung des Digitalpakts Schule anbot. Seit 2025 befindet sich dieses Unternehmen in einem Insolvenzverfahren. Für die 2018 gegründete HuBroCo GmbH, in der von Hundt seit 2019 Geschäftsführer ist, wurde 2025 ebenfalls ein Insolvenzverfahren beantragt, das mangels Masse jedoch abgelehnt wurde. Vor Beantragung des Insolvenzverfahrens wurde die FibreHolding GmbH in Sachsen Digital Solutions GmbH umbenannt, in der Hundt seit 2020 Geschäftsführer ist. Hundt war von 2023 bis 2024 ebenfalls Geschäftsführer der Humboldt Capture GmbH, die sich seit 2025 in Liquidation befindet.[3][4]

Am 18. März 2026 wurde Hundt als Nachfolger von Martina Klement vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Kai Wegner (CDU) zum Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung sowie Berliner Chief Digital Officer in der Berliner Senatskanzlei ernannt.[5] Die Ernennung rief massive Kritik hervor bei früheren Weggefährten und Geschäftspartnern Hundts, die ihm Inkompetenz und „Hochstapelei“ vorwarfen.[6] Am 26. Mai 2026 bat Hundt den Regierenden Bürgermeister um seine Entlassung, nachdem bekannt worden war, dass die Staatsanwaltschaft Dresden gegen ihn wegen des Verdachts auf Untreue ermittelt. Der Bitte wurde stattgegeben; daraufhin übernahm Staatssekretär Florian Hauer zusätzlich die Aufgaben des Chief Digital Officer.[7] Wenige Tage später nahm Hundt die Bitte um Entlassung zurück, um Anspruch auf ein Übergangsgeld von rund 50.000 Euro zu erhalten.[8] Am 2. Juni wurde Hundt durch den Senat von Berlin offiziell entlassen.[9]

Einzelnachweise

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  1. René Althammer, Jo Goll, Edgar Lopez: Entlassener Staatssekretär: Senatskanzlei prüft Rücknahme der Ernennung. In: rbb24.de. 30. Juni 2026, abgerufen am 2. Juli 2026.
  2. Serina Sonsalla: Berlins neuer CDO: Matthias Hundt. In: egovernment.de. 18. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.
  3. Anne-Kattrin Palmer: Dresdner wird Berlins Digitalchef: Promi-Fotos, Firmen-Pleiten und Zweifel aus dem Umfeld. In: berliner-zeitung.de. 18. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.
  4. Anne-Kattrin Palmer: Berlins neuer Digitalchef – in Sachsen bewarb er sich vergeblich um einen Spitzenjob. 19. März 2026, abgerufen am 20. März 2026.
  5. Matthias Hundt zum Staatssekretär für Digitalisierung und Chief Digital Officer (CDO) ernannt. In: berlin.de. 18. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.
  6. „Schlitzohr“, „Lügenbold“, „Hochstapler“: Hat Kai Wegner als Berlins neuen Chef-Digitalisierer den Falschen ausgewählt? In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. April 2026]).
  7. Nach Verdacht auf Insolvenzstraftaten: Berlins Chef-Digitalisierer Matthias Hundt bittet um seine Entlassung. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. Mai 2026]).
  8. Entlassener Staatssekretär Hundt bekommt mehr als 50.000 Euro Übergangsgeld. In: rbb24.de. 1. Juni 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.
  9. Nun erhält er über 50.000 Euro Übergangsgeld: Berliner Senat entlässt Chef-Digitalisierer Hundt. In: tagesspiegel.de. Tagesspiegel, 2. Juni 2026, abgerufen am 7. Juni 2026.