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Gerry Diebold

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Gerard „Gerry“ J. Diebold (* 24. Juli 1934 in Bellefonte, Pennsylvania; † 6. März 2026 in Philadelphia, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Ingenieur. Als Mitarbeiter des Unternehmens Richmark Camera Service Inc. entwickelte er ein Liquid-gate-System für optische Printer, für das er 1974 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Der 1934 in Bellefonte geborene Gerard J. Diebold wurde nach dem Tod seiner Eltern zusammen mit seiner Schwester Irene von Stiefeltern in Deutschland aufgezogen.[1] Er bereiste in seiner Jugend Süddeutschland, Österreich, die Schweiz und Frankreich mit dem Fahrrad. Diebold absolvierte eine Ausbildung zum Maschinenbauer und arbeitete danach von 1949 bis 1955 in Reutlingen als technischer Zeichner.[1] 1955 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und arbeitete von 1955 bis 1957 als Versuchsmechaniker in New York City.[1] Während seines Wehrdienstes in der US Army von 1957 bis 1960 war er zeitweise in Kaiserslautern stationiert.[1]

Danach arbeitete Diebold als Maschinenbauer und spezialisierte sich bald auf die Entwicklung und die Konstruktion von Ausrüstung für Filmkameras. Beim Unternehmen Richmark Camera Service Inc. / Oxberry aus Carlstadt, New Jersey stieg er schließlich zum Entwickler und Konstrukteur von Kameraausrüstung auf.[1] Bei der Oscarverleihung 1974 wurde Diebold zusammen mit William W. Valliant von PSC Technology Inc. und Howard F. Ott von der Eastman Kodak Company „für die Entwicklung eines Liquid-gate-Systems für optische Printer“ („for the development of a liquid-gate system for motion-picture printers“) mit einem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung ausgezeichnet.[2] Das von Diebold, Valliant und Ott entwickelte Liquid-gate-System und sein Träger-System minimierten, wenn sie in einem optischen Printer installiert wurden, die Auswirkungen von Kratzern und anderen Oberflächenfehlern im Filmmaterial.[3] Das Gate ermöglichte den Betrieb mit variablen Druckgeschwindigkeiten im Vorwärts-, Rückwärts- oder Haltemodus.[3] Das Trägersystem regelte Temperatur, Durchflussrate und Druck der dem Gate zugeführten Flüssigkeit.[3]

Gemeinsam mit James T. Aneshansley und Alfred I. Thumim reichte Diebold als Mitarbeiter der Richmark Camera Service Inc. im März 1977 eine Erfindung für Filmkameras als Patent ein, bei der zwei kleine Stifte in die Lochreihe des 35-mm-Films griffen und jedes Bild exakt an der richtigen Position für die Aufnahme festhielten.[4] Das Patent wurde im Februar 1979 gewährt.[5]

Diebold lebte mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern viele Jahre in Spring Valley, New York.[6] 1997 ging Diebold in den Ruhestand und das Paar zog nach Rydal, Pennsylvania.[6][1] Seine Frau, mit der er 65 Jahre verheiratet war, starb 2023.[6] Gerard J. Diebold starb am 6. März 2026 im Alter von 91 Jahren im Philadelphia Protestant Home.[1] Er hinterließ einen Sohn und zwei Töchter, fünf Enkel und einen Urenkel.[1]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 Gerard J. Diebold. In: wetzelandson.com, abgerufen am 20. April 2026.
  2. Gerry Diebold. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 9. März 2026.
  3. 1 2 3 American Cinematographer. Volume 55, Number 5, Mai 1974, S. 572, Textarchiv – Internet Archive.
  4. Gerard J. Diebold. In: patents.justia.com, abgerufen am 9. März 2026.
  5. Official Gazette of the United States Patent and Trademark Office. Patents February 13, 1979. Volume 979, Number 2, S. 590, Textarchiv – Internet Archive.
  6. 1 2 3 Obituary: Margareta R. Diebold. In: wetzelandson.com, abgerufen am 9. März 2026.