FC Venedig
| FC Venedig | ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Venezia Football Club S.p.A. | |||
| Sitz | Venedig, Italien | |||
| Gründung | 1907 | |||
| Farben | orange, schwarz, grün | |||
| Präsident | Francesca Bodie | |||
| Website | veneziafc.it | |||
| Erste Fußballmannschaft | ||||
| Cheftrainer | Giovanni Stroppa | |||
| Spielstätte | Stadio Pierluigi Penzo | |||
| Plätze | 12.048 | |||
| Liga | Serie A | |||
| 2025/26 | 1. Platz (Serie B) | |||
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Der Venezia Football Club, kurz Venezia FC, im deutschen Sprachraum auch bekannt als FC Venedig, ist ein 1907 gegründeter Fußballverein aus Venedig (italienisch Venezia).
Weitere Bezeichnungen sind I Leoni Alati (deutsch „Die geflügelten Löwen“) und Gli Arancioneroverdi (deutsch „Die Orange-Schwarz-Grünen“).
Der FC Venedig stieg 2021 nach 19-jähriger Abwesenheit wieder in die Serie A auf. Nach dem direkten Wiederabstieg kehrte der Klub 2024 in die höchste italienische Spielklasse zurück, musste jedoch 2025 erneut den Gang in die Serie B antreten. Bereits zur Saison 2026/27 gelang der Wiederaufstieg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Venezia Foot Ball Club
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Verein wurde am 14. Dezember 1907 unter dem Namen Venezia Foot Ball Club gegründet.[1] Die Gründung erfolgte auf Initiative mehrerer Schüler und Studenten venezianischer Gymnasien, die den in Norditalien aufkommenden Fußballsport auch in der Lagunenstadt etablieren wollten. Als Vereinsfarben wurden Schwarz und Grün gewählt.
Bereits in den ersten Jahren nahm der Verein an den von der Federazione Italiana Giuoco Calcio organisierten Meisterschaftswettbewerben teil. In der italienischen Meisterschaft 1909 erreichte Venezia als einziges gemeldetes Team aus Venetien automatisch das Halbfinale, in dem die Mannschaft der US Milanese unterlag. Den größten Erfolg der Vorkriegszeit feierte der Verein mit der Vizemeisterschaft in der Saison 1911/12.
Associazione Calcio Venezia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1919 fusionierte der Venezia Foot Ball Club mit dem Aurora F.B.C. zur Associazione Calcio Venezia.[1] Nach mehreren Spielzeiten in den höchsten italienischen Spielklassen gehörte der Verein 1929 zu den Gründungsmitgliedern der neu geschaffenen Serie B. Ein Jahr später erfolgten die Umbenennung in Società Sportiva Serenissima sowie die Einführung venezianischer Rottöne als Vereinsfarben. Bereits zur Saison 1934/35 wurden diese Änderungen wieder rückgängig gemacht.
Die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte erlebte Venezia in den frühen 1940er Jahren. Unter Trainer Giovanni Battista Rebuffo gewann die Mannschaft in der Saison 1940/41 die Coppa Italia und erreichte ein Jahr später mit dem dritten Platz in der Serie A die beste Ligaplatzierung der Vereinsgeschichte.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich der Verein zunächst in der Serie A, pendelte in den folgenden Jahrzehnten jedoch überwiegend zwischen erster und zweiter Liga. Die Meisterschaften der Serie B in den Spielzeiten 1960/61 und 1965/66 führten jeweils zum Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. Nach dem Abstieg 1968 spielte Venezia über weite Strecken in den unteren Profiligen.
1987 schloss sich die AC Venezia mit dem AC Mestre zusammen. Die Fusion brachte die bis heute verwendeten Vereinsfarben Orange, Schwarz und Grün hervor.[3] Nach mehreren Jahren in der Serie C kehrte der Verein 1991 in die Serie B zurück. Mit dem Aufstieg in der Saison 1997/98 erreichte Venezia erstmals seit drei Jahrzehnten wieder die Serie A. Nach vier Erstligaspielzeiten innerhalb von fünf Jahren folgte 2002 der erneute Abstieg. Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich in den folgenden Jahren zunehmend, sodass der Verein 2005 Insolvenz anmelden musste.[1]
Società Sportiva Calcio Venezia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Nachfolgeverein wurde 2005 die Società Sportiva Calcio Venezia gegründet. Der Klub nahm den Spielbetrieb in der Serie C2 auf und stieg auf Anhieb in die Serie C1 auf. Die finanziellen Probleme konnten jedoch nicht dauerhaft gelöst werden; im Sommer 2009 wurde der Verein erneut zahlungsunfähig.
Foot Ball Club Unione Venezia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 27. Juli 2009 wurde der Foot Ball Club Unione Venezia gegründet, der in der fünftklassigen Serie D einen Neuanfang unternahm. Nach zwei gescheiterten Anläufen gewann die Mannschaft 2011/12 die Girone C der Serie D und kehrte in den Profifußball zurück. Bereits ein Jahr später gelang über die Aufstiegs-Play-offs der Sprung in die dritthöchste Spielklasse.
Unter neuer Führung gelang dem Verein die sportliche Konsolidierung. Nach dem Aufstieg aus der Serie D im Jahr 2012 erreichte Venezia bereits ein Jahr später die dritthöchste Spielklasse. Die wirtschaftlichen Probleme konnten jedoch nicht dauerhaft gelöst werden, sodass der Klub 2015 erneut in Schwierigkeiten geriet.[4]
FC Venedig
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Sommer 2015 wurde der Verein als FC Venedig neu gegründet. Neuer Eigentümer wurde der US-amerikanische Unternehmer Joe Tacopina. Der Klub erhielt einen Startplatz in der Serie D und kehrte bereits 2016 als Meister in den Profifußball zurück. Ein Jahr später folgte als Meister der Lega Pro der Aufstieg in die Serie B.
Nach der Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse etablierte sich Venezia erneut im Profifußball. Am 27. Mai 2021 setzte sich der Verein im Play-off-Finale gegen die AS Cittadella durch und stieg erstmals seit 19 Jahren wieder in die Serie A auf.[5] Der Klassenerhalt gelang jedoch nicht, sodass der Verein nach nur einer Saison in die Serie B zurückkehrte.
Über die Aufstiegs-Play-offs der Saison 2023/24 gelang die erneute Rückkehr in die höchste Spielklasse. Nach dem direkten Wiederabstieg in der Saison 2024/25 sicherte sich Venezia als Meister der Serie B 2025/26 den sofortigen Wiederaufstieg und spielt zur Saison 2026/27 erneut in der Serie A.
Farben, Wappen und Spitznamen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die traditionellen Vereinsfarben des FC Venedig sind Schwarz und Grün. Im Zuge der Fusion mit dem AC Mestre im Jahr 1987 wurde zusätzlich Orange in die Vereinsfarben aufgenommen. Seither treten die Venezianer überwiegend in Schwarz mit grünen und orangefarbenen Akzenten an. Aus dieser Farbkombination leitet sich auch der Spitzname Arancioneroverdi ab.[6]
Das Vereinswappen zeigt den geflügelten Markuslöwen, das traditionelle Symbol der Republik Venedig und der Stadt Venedig. Der meist golden dargestellte Löwe prägt die visuelle Identität des Vereins und begründet den Spitznamen Leoni Alati („Geflügelte Löwen“). Aufgrund der Lage der Stadt in der Lagune von Venedig wird die Mannschaft zudem auch als Lagunari bezeichnet.
Im Laufe der Vereinsgeschichte wurde das Wappen mehrfach überarbeitet. Seine zentralen Elemente blieben jedoch der Markuslöwe sowie die Vereinsfarben Schwarz, Grün und Orange. Im Jahr 2022 führte der Verein ein neues Erscheinungsbild ein. Das stilisierte „V“ des aktuellen Wappens integriert eine moderne Darstellung des Markuslöwen, während die horizontalen Linien auf den eisernen Bugbeschlag venezianischer Gondeln verweisen.[7]
Wappenhistorie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1990–2005
- 2005–2009
- 2009–2013
- 2017–2022
- seit 2026
Stadion
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Der FC Venedig trägt seine Heimspiele im Stadio Pierluigi Penzo auf der Insel Sant’Elena im Osten der Altstadt von Venedig aus. Das 1913 eröffnete Stadion zählt zu den ältesten Fußballstadien Italiens und ist aufgrund seiner Lage in der venezianischen Lagune ausschließlich zu Fuß oder über den Wasserweg erreichbar. Die Spielstätte wurde in den vergangenen Jahren mehrfach modernisiert und an die Anforderungen des Profifußballs angepasst.
Seit Oktober 2025 entsteht im Stadtteil Tessera im Norden der Stadt ein neues Stadion als Teil des Sport- und Freizeitkomplexes Bosco dello Sport. Der rund 18.500 Zuschauer fassende Neubau soll künftig die Heimspielstätte des FC Venedig werden. Die Fertigstellung ist für Oktober 2027 vorgesehen.[8]
Statistiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erfolge
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- Coppa Italia
- Sieger: 1941
- Italienische Meisterschaft
- Vizemeister: 1912
Ligazugehörigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit der Einführung der landesweiten Serie A und Serie B im Jahr 1929 spielte der FC Venedig insgesamt 15 Spielzeiten in der Serie A, 41 Spielzeiten in der Serie B und 33 Spielzeiten in der Serie C. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ligazugehörigkeit sowie die Auf- und Abstiege des Vereins.
| Liga | Spielzeiten | Letzte Teilnahme | Aufstiege | Abstiege |
|---|---|---|---|---|
| Serie A | 15 | 2026/27 | – | 8 (1946/47, 1949/50, 1962/63, 1966/67, 1999/2000, 2001/02, 2021/22, 2024/25) |
| Serie B | 41 | 2025/26 | 9 (1938/39, 1948/49, 1960/61, 1965/66, 1997/98, 2000/01, 2020/21, 2023/24, 2025/26) | 4 (1934/35, 1951/52, 1967/68, 2004/05) |
| Serie C | 33 | 2016/17 | 7 (1936, 1956, 1988, 1991, 2006, 2013, 2017) | 4 (1977, 1982, 2009, 2015) |
Aktueller Kader der Saison 2025/26
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stand: 5. März 2026[9]
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Ehemalige Spieler
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Juan Agostino Alberti
Luigi Allemandi
Daniel Andersson
Aldo Ballarin
Paolo Barison
Can Bartu
Fabio Bazzani
Francesco Benussi
Fábio Bilica
Joachim Björklund
Igor Budan
Kewullay Conteh
Virginio De Paoli
Marco Delvecchio
Arturo Di Napoli
Enrico Fantini
Maurizio Ganz
Francesco Guidolin
Giuseppe Iachini
Robert Ibertsberger
Michael Konsel
Nii Lamptey
Lucien Leduc
Martin Lejsal
Ezio Loik
Claudio Maiani
Mancini
Pedro Manfredini
Ferruccio Mazzola
Valentino Mazzola
Stefano Morrone
Luis Nani
Bruno N’Gotty
Luís Oliveira
Gerhard Poschner
Sandro Puppo
Álvaro Recoba
Francesco Romano
Gaetano Salvemini
Stefan Schwoch
Pietro Serantoni
Michele Serena
Andrea Soncin
Giorgio Stivanello
Cesare Valinasso
Paolo Vanoli
Christian Vieri
Cristiano Zanetti
Kenneth Zeigbo
Ehemalige Trainer
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Luigi Barbesino
Giancarlo Corradini
Giovan Battista Fabbri
Alfredo Foni
Giuseppe Iachini
Filippo Inzaghi
Luigi Maifredi
Antal Mally
Rino Marchesi
Giuseppe Materazzi
Walter Novellino
Imre Payer
Cesare Prandelli
Julio César Ribas
Humberto Rosa
Giuseppe Sabadini
Franz Sedlacek
Armando Segato
Michele Serena
Andrea Soncin
Rudolf Stanzel
László Székely
Attilio Tesser
Gian Piero Ventura
Alberto Zaccheroni
Paolo Zanetti
Walter Zenga
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website des FC Venedig (italienisch, englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Venezia FC. In: weltfussballarchiv.com. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 5. April 2012; abgerufen am 6. September 2018.
- ↑ Sean Walker: Venezia FC – The Story And The Future. In: World Football Index. 9. April 2017, abgerufen am 6. September 2018.
- ↑ History. Venezia FC, abgerufen am 7. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Serie D: Russe übernimmt Venedigs Fußball-Klub. In: RP Online. 16. Februar 2011, abgerufen am 31. Juli 2018.
- ↑ Treffer in der Nachspielzeit: In doppelter Unterzahl schießt sich Venedig nach 19 Jahren zurück in die Serie A. In: Der Spiegel. 28. Mai 2021, abgerufen am 28. Mai 2021.
- ↑ History. Venezia FC, abgerufen am 7. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Venezia Unveil New Brand Identity & 22/23 Pre-Match Jersey. soccerbible.com, 1. Juli 2022, abgerufen am 7. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Posata la prima pietra del nuovo stadio di Venezia. In: ANSA. 21. Oktober 2025, abgerufen am 7. Juni 2026.
- ↑ Venezia FC - Vereinsprofil. Abgerufen am 5. März 2026.