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John Archibald Dunbar-Dunbar

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John Archibald Dunbar-Dunbar (* 8. Oktober 1849 in Sea Park bei Forres, Morayshire; † 11. November 1905 in Kinloss, Morayshire) war ein schottischer Geistlicher, Philatelist und Sammler. Er gehörte zu den Philatelisten, die 1921 auf dem Roll of Distinguished Philatelists als Fathers of Philately gewürdigt wurden.[1]

Herkunft und Ausbildung

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John Archibald Dunbar-Dunbar war ein Sohn von Edward Dunbar-Dunbar und Phoebe Dunbar. Sein Vater war früher Captain der 21st Fusiliers, später Justice of the Peace und Deputy Lieutenant in Elginshire. Die Familie war mit Sea Park bei Forres verbunden.[2]

Dunbar-Dunbar besuchte das Eton College und studierte anschließend am Oriel College der University of Oxford. Nach Alumni Oxonienses wurde er am 23. Oktober 1868 im Alter von 19 Jahren immatrikuliert; er erwarb 1873 den Bachelor of Arts und 1876 den Master of Arts.[3]

Am 5. November 1875 heiratete er Louisa Cambray, eine Tochter von Thomas Cambray aus Oxford.[2] Zur Familie seiner Frau veröffentlichte er 1898 eine genealogische Schrift.[4]

Geistliche Tätigkeit

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Dunbar-Dunbar war Geistlicher der schottischen Episkopalkirche. Alumni Oxonienses nennt ihn für die Jahre 1878 bis 1883 als Geistlichen von St Mary in Lochee, einem Stadtteil von Dundee.[3] In zeitgenössischen kirchlichen Verzeichnissen erscheint er zudem als früherer Incumbent von St Margaret’s in Lochee sowie als Geistlicher an All Saints in Edinburgh.[5][6]

Dunbar-Dunbar war als Philatelist vor allem für seine Briefmarkensammlung und seine Kenntnisse klassischer Briefmarken des Britischen Weltreichs bekannt. Die Royal Philatelic Society London führt ihn in Brian J. Birchs Werk über die auf dem Roll of Distinguished Philatelists gewürdigten Fathers of Philately als „Reverend John Archibald Dunbar-Dunbar (1849–1905)“ auf.[1]

Nach seinem Tod wurde seine Briefmarkensammlung dem damaligen Museum of Science and Art in Edinburgh vermacht.[7][8] Aus diesem Bestand befinden sich heute Sammlungsteile der Dunbar-Dunbar Collection bei den National Museums Scotland. Dort sind unter anderem Bestände zu Großbritannien, British Bechuanaland, British East Africa, Bermuda, Barbados und weiteren Gebieten nachweisbar.[9][10][11]

Der Scottish Philatelic Congress beschrieb die Dunbar-Dunbar Collection 2014 als mehrere hundert Blätter umfassende Referenzsammlung zu Commonwealth-Ausgaben der Queen-Victoria-Zeit. Hervorgehoben wurde dabei, dass die Marken wegen geringer Lichteinwirkung ihre ursprünglichen Farben in ungewöhnlichem Maße bewahrt hätten.[12]

Ein Hinweis auf seine philatelistische Publikationstätigkeit ergibt sich aus späteren Angaben zu John Walker: Walker habe mit Rev. J. A. Dunbar-Dunbar an Beiträgen für Buhl’s Stamp Annual zu den Briefmarken Bayerns und Hollands gearbeitet.[13]

Tod und Vermächtnis

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Dunbar-Dunbar starb am 11. November 1905. Sein Nachlass wurde mit 151.192 Pfund Sterling angegeben.[8] Neben der Überlassung seiner Briefmarkensammlung an das Edinburgher Museum geht auf ihn auch der Rev John Archibald Dunbar-Dunbar Bequest zurück, ein später vom Moray Council verwalteter Wohltätigkeitsfonds zugunsten bedürftiger Menschen in Findhorn im Alter von über 65 Jahren.[14]

  • The Family of Cambray of Great Rissington and Icomb, Gloucestershire: With a Note Upon the Medieval Cambrays. Phillimore, London 1898.[4]
  • „Reformation Period“. In: Epochs of Scottish Church History. St Giles’ Printing Company, Edinburgh; Elliot Stock, London, 1898.[5]
  • „Death of the Rev. J. A. Dunbar-Dunbar“. In: The London Philatelist. Band 15, Nr. 169, Januar 1906, S. 11–12.[7]
  • Brian J. Birch: The Fathers of Philately Inscribed on the Roll of Distinguished Philatelists. Royal Philatelic Society London / Roll of Distinguished Philatelists Trust, London 2019.[1]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Fathers of Philately. In: Royal Philatelic Society London. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  2. 1 2 Debrett’s Peerage, Baronetage, Knightage and Companionage. In: Wikisource. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  3. 1 2 Alumni Oxonienses: the Members of the University of Oxford, 1715–1886/Dunbar, John Archibald Dunbar. In: Wikisource. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  4. 1 2 Family of Cambray of Great Risington and Icomb, Gloucestershire: With a Note Upon the Medieval Cambrays. In: Google Books. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  5. 1 2 Yearbook of the Scottish Episcopal Church. In: Internet Archive. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  6. Second Series of Eton School Lists: Comprising the Years Between 1853 and 1892, with Notes and Index. In: Internet Archive. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  7. 1 2 Death of the Rev. J. A. Dunbar-Dunbar. In: The London Philatelist. Band 15, Nr. 169, Januar 1906, S. 11–12 (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 28. Mai 2026]).
  8. 1 2 John Archibald Dunbar Dunbar. In: New Zealand Graphic. 7. April 1906, abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  9. Great Britain. In: National Museums Scotland. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  10. British East Africa. In: National Museums Scotland. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  11. Barbados. In: National Museums Scotland. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  12. 85th Congress. In: Association of Scottish Philatelic Societies. 12. April 2014, abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  13. Who Was Who in Philately. In: Association of British Philatelic Societies. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
  14. Connected Charities Audited Annual Accounts. (PDF) In: Moray Council. Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).