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Benjamin Loy

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Benjamin Loy (* 1987 in Philadelphia) ist ein deutscher Romanist und Professor für Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).[1] Seine Schwerpunkte liegen auf hispanophonen, frankophonen und lusophonen Literaturen der Moderne und Gegenwart.[2]

Loy studierte Romanistik (Spanisch, Französisch, Portugiesisch) und Germanistik an der Universität des Saarlandes, der Universität Potsdam sowie an der Universidad Andrés Bello in Santiago de Chile. Von 2008 bis 2013 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.[3]

2018 promovierte er an der Universität Potsdam mit einer Dissertation über Intertextualität im Werk Roberto Bolaños, für die er mit dem Kurt-Ringger-Preis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz ausgezeichnet wurde. Von 2015 bis 2020 war er akademischer Koordinator des ERC-Projekts „Reading Global“ an der Universität zu Köln. Von 2020 bis 2024 lehrte er am Institut für Romanistik der Universität Wien. Seit April 2024 ist Loy Professor für Romanische Philologie an der LMU München.[4] Als Gastwissenschaftler hatte er u. a. Forschungsaufenthalte an der Harvard University sowie in Santiago de Chile und Buenos Aires. Von 2020 bis 2025 war er Mitglied der Jungen Akademie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. 2026 erhielt er einen Heinz-Maier-Leibnitz-Preis.

Loys Forschungsschwerpunkte umfassen moderne und zeitgenössische Literaturen aus dem hispanophonen, lusophonen und frankophonen Raum sowie deren globale Zirkulation. Weitere Themenfelder sind u.a Gesellschaftsfiktionen, die Ästhetik politischer Diskurse, insbesondere der politischen Rechten in Europa und Lateinamerika, die Erinnerungskultur und (Post-)Memoria-Literaturen in Lateinamerika, literarische Übersetzung sowie Zeitkonzepte in Literaturen des globalen Südens.[5]

Er ist Autor des Buches Roberto Bolaños wilde Bibliothek und Herausgeber zahlreicher Sammelbände. Darüber hinaus schreibt er regelmäßig für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitungen und andere Publikationen wie die Berlin Review. Er hat die deutsche Werkausgabe des mexikanischen Klassikers Juan Rulfo im Hanser-Verlag herausgegeben, zudem übersetzt er Literatur aus dem Spanischen ins Deutsche, darunter Werke von Autoren wie Alia Trabucco, Eduardo Halfon und Juan Villoro.[6]

Einzelnachweise

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  1. Vita. In: Benjamin Loy. 27. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  2. Forschung. In: Benjamin Loy. 27. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  3. Vita. In: Benjamin Loy. 27. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  4. Vita. In: Benjamin Loy. 27. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  5. Publikationen. In: Benjamin Loy. 26. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  6. Publikationen. In: Benjamin Loy. 26. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).