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Beethoven-Haus

Gesichtet
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Beethoven-Haus, Bonn

Beethovens Geburtshaus in der Bonngasse (Foto: 2013)
Daten
Ort Bonn
Art
Museum, Gedächtnisstätte, Konzertsaal und Kulturinstitut
Eröffnung 1893, Vereinsgründung 1889
Besucheranzahl (jährlich) 100.000
Leitung
Malte Boecker
Website
ISIL DE-MUS-024219

Das Beethoven-Haus in Bonn ist zugleich Gedächtnisstätte, Museum und Kulturinstitut mit vielfältigen Aufgaben. 1889 vom Verein Beethoven-Haus gegründet, verbindet es die Person von Ludwig van Beethoven mit der Pflege seiner Musik und der Erforschung von Leben und Werk des Komponisten.

Im Zentrum steht das Geburtshaus Beethovens in der Bonngasse Nr. 20 mit dem Museum. In den umliegenden Gebäuden (Bonngasse Nr. 18 und 24–26) sind das Forschungszentrum (Beethoven-Archiv) mit Sammlung, Bibliothek, Vereinsarchiv und Verlag sowie der Kammermusiksaal untergebracht, gegenüber (Bonngasse Nr. 21) befinden sich ein Seminar- und Vortragsraum sowie Serviceeinrichtungen und Shop. Das Ensemble Beethoven-Haus[1] dient Musikfreunden und Fachleuten aus aller Welt zur Zusammenkunft und zum Austausch. Das Beethoven-Haus wird vom Verein Beethoven-Haus und von der öffentlichen Hand getragen und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.[2]

Das Haus in der Bonngasse

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Geschichte des Hauses

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Karte
Beethoven-Haus - interaktive Lagekarte
Portal des Hauses (Foto: 2005)

Das Haus Bonngasse 20 (bis 1870: 515[3], zu Beethovens Zeit: 363[4]) mit barocker Steinfassade wurde um 1700 auf einem älteren Kellergewölbe errichtet. Es ist eines der wenigen erhaltenen Bürgerhäuser aus der kurfürstlichen Zeit. Das Gebäude lag in dem von den Bediensteten des Hofes bevorzugten Viertel im Herzen der Stadt, zwischen dem Stadtschloss, dem alten Rathaus mit dem Marktplatz und dem Rheinufer. Heute befindet sich hier eine Fußgängerzone, unweit davon die Bonner Beethovenhalle und die Oper. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde auf dem Grundstück hinter dem Haus ein weiteres, etwas kleineres Fachwerkhaus angebaut. Zeitweise bewohnten fünf Familien das mehrgeschossige Vorder- und Hinterhaus, außerdem hatten drei Schneider und ein Schustermeister hier ihre Werkstätten.

1836 wurde die Eingangstür zu einem Toreingang verbreitert. Nachdem der rückwärtige Teil erst um 1840 von Beethovens Freund, dem Arzt Franz Gerhard Wegeler, und dem Lehrer Carl Moritz Kneisel als Geburtsstätte Ludwig van Beethovens eindeutig identifiziert worden war, eröffnete 1873 der neue Eigentümer im Erdgeschoss eine Gastwirtschaft mit dem Namen Beethoven’s Geburtshaus. Sie wurde 1887 durch eine Bier- und Concerthalle im Hof erweitert. Da die Eigentümer kein Interesse am Erhalt des Gebäudes hatten, und auch die Stadt Bonn sich nicht dafür einsetzte, wurde es 1888 versteigert. Ein Kolonialwarenhändler übernahm das Haus, verkaufte es aber schon ein Jahr später an den Verein Beethoven-Haus Bonn, der sich am 24. Februar 1889 zur Erhaltung und Einrichtung einer Gedenkstätte an Ludwig van Beethoven gegründet hatte. So blieb es vor dem Abriss bewahrt.

Die nächsten Jahre standen im Zeichen der Renovierung und des Ausbaus zur Gedenkstätte. Im Mai 1893 wurde das Museum offiziell eröffnet. Wesentliche Teile des Gebäudes befanden sich damals noch im Zustand der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Um großzügige Museumsräume zu erhalten, wurden die Grundrisse im Haupthaus verändert sowie ein Vereinsbüro, eine Bibliothek und eine Hausmeisterwohnung eingerichtet. Die baulichen Veränderungen in der Beethoven-Wohnung beschränkten sich aber weitgehend auf die Treppe und die Durchgänge zum Vorderhaus; sie erfolgten unter Leitung des Bonner Architekten und Regierungsbaumeisters Anton Zengeler, eines der zwölf Stifter des Vereins Beethoven-Haus.[5.1] Der Innenhof erhielt den noch heute bestehenden Sandsteinplattenbelag und eine Gartenanlage an Stelle der abgerissenen Bierhalle.

Um den Charakter des Beethoven-Geburtshauses in seinem zeitgenössischen Umfeld zu erhalten und den Bestand bautechnisch zu sichern, erwarb der Verein 1893 das Nachbarhaus Nr. 22, das er nach Einzug einer Brandmauer wieder verkaufte. 1907 wurde mit dem Ankauf des Hauses Nr. 18 das Gebäudeensemble zur Rechten hin ergänzt. Dieses Haus ist eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in Bonn. Hier wohnte die Taufpatin Ludwig van Beethovens, Gertrud Baum, mit ihrer Familie. Der Überlieferung nach wurde hier am 17. Dezember 1770 Beethovens Taufe gefeiert. Das Haus beherbergte Mitte des 19. Jahrhunderts eine Kolonialwarenhandlung. Aus dieser Zeit stammen das Hauszeichen und der Beiname Im Mohren. Die Figur ist nach den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts von den Menschen in den Kolonien Zentral- und Südafrikas, der Karibik oder Südamerikas gestaltet. Die dunkle Hautfarbe, das gekräuselte Haar, Federschmuck und Pfeife vereinen Stereotypen des außereuropäischen Menschen. Im Zuge der Kolonialgeschichte im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Begriff des Mohren, von der Bezeichnung der nordafrikanischen Mauren abgeleitet, zu einer mit negativen Eigenschaften belegten, abwertenden Beschreibung und ist unter heutiger Sichtweise rassistische konnotiert. Das Haus wurde zunächst teils für die Bibliothek genutzt, teils war es vermietet. 1927 zog das neu gegründete Beethoven-Archiv in die Bonngasse 18 ein. Mitte der 1930er-Jahre wurde eine umfangreiche Instandsetzung beider Häuser durchgeführt.[6] Wie das Geburtshaus Bonngasse 20 steht auch dieses Gebäude mit der Fassade seit 1985 unter Denkmalschutz. Mit einer kritischen Auseinandersetzung und Beiträgen gegen Diskriminierung und Rassismus stellt sich das Beethoven-Haus der Historie und ihres Auftrags.

Beide Weltkriege überstand das Beethoven-Haus fast unbeschadet. Im Zweiten Weltkrieg sorgte der spätere Vereinsvorsitzende, Oberbaurat Theodor Wildeman, als stellvertretender Provinzialkonservator dafür, dass die Sammlungen rechtzeitig in einem Stollen bei Siegen im Siegerland verwahrt wurden und es zu keinen Kriegsverlusten kam. Während des Angriffs auf die Bonner Innenstadt am 18. Oktober 1944 fiel eine Brandbombe auf das Dach des Geburtshauses. Durch den Einsatz des Hausmeisters Heinrich Hasselbach und Wildemans, die dafür später das Bundesverdienstkreuz erhielten, sowie Franz Rademachers vom Rheinischen Landesmuseum konnte jedoch größerer Schaden verhindert werden.[7] Diese Kriegsschäden wurden Anfang der 50er Jahre behoben. Ende der 60er-Jahre erfolgte die dritte Renovierung. Für die vierte, grundlegende Restaurierung der Gebäude 1994–1996 erhielt das Beethoven-Haus 1998, als erste Institution in Deutschland, den seit 1978 vergebenen „Europa Nostra-Denkmalschutzpreis“.[8][9][10] Zum Juläumsjahr von Beethovens 250. Geburtstag 2020 wurden die denkmalgeschützten Gebäude erneut saniert.[11][12]

Im Januar 2003 gab die Deutsche Post AG in der Dauermarkenserie Sehenswürdigkeiten eine Briefmarke mit dem Motiv des Beethoven-Hauses heraus.

Wohnungen der Familie Beethoven

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Reiner Beißel: Beethovens Geburtszimmer (Zeichnung/1889)
Beethovens Geburtszimmer bis 2019 – mit einer Beethoven-Büste von Josef Danhauser (1827 / Gipsabguss)

Den Gartenflügel des Hauses Bonngasse 20 bezog 1767, nach seiner Heirat mit der aus Koblenz/Ehrenbreitstein stammenden Maria Magdalena Keverich (1746–1787), der kurfürstliche Hofsänger Johann van Beethoven (1740–1792) als Dienstwohnung.[13][14] Sein Vater, der Kapellmeister Ludwig van Beethoven (1712–1773), der Großvater des Komponisten, zog in eine Wohnung im Haus schräg gegenüber. Im Vorderhaus wohnte der Hofmusiker Philipp Salomon mit seiner Familie, dessen Sohn Johann Peter Salomon später als Freund Joseph Haydns auch für Beethoven wichtig werden sollte. Im Erdgeschoss der Beethoven-Wohnung befanden sich eine Küche und ein unterkellerter Wirtschaftsraum. Im ersten Stock bewohnte die Familie zwei kleinere und eine etwas größere Stube.

Darüber im Dachgeschoss befand sich das Elternschlafzimmer, eine winzige Kammer, in der, so die Tradition, am 16. oder 17. Dezember 1770 Sohn Ludwig geboren und am 17. Dezember 1770 am Taufbecken der Bonner der damaligen St. Remigiuskirche getauft wurde. Pate und Namensgeber war Großvater Ludwig van Beethoven (1712–1773), der angesehene Hofkapellmeister, Sänger und Weinhändler. Das Ereignis wurde bei der Taufpatin Anna Gertrud Baum geb. Müller im Nachbarhaus Im Mohren gefeiert.[15] Die Familie wuchs rasch. Doch von den sieben Kindern erreichten neben Ludwig nur zwei Brüder das Erwachsenenalter: Kaspar Anton Karl (1774–1815) und Nikolaus Johann (1776–1848).

Wohl schon 1774 zog die Familie Beethoven in die Rheingasse Nr. 24, in das Haus Zum Walfisch des Bäckermeisters Fischer, in dem schon der Vater bzw. Großvater Ludwig van Beethoven zeitweise gewohnt hatte.[16][17] Ihren Unterhalt bezog die Musikerfamilie vom kurfürstlichen Hof, in dessen Orchester ab 1784 auch der junge Beethoven mitwirkte. Ebenso trugen Vater und Sohn durch privaten Musikunterricht, vor allem in den Familien der adligen Hofbeamten, zum Einkommen bei. In diesen Bonner Jahren entstanden Freundschaften zu adligen und bürgerlichen Familien wie zu der Hofrätin-Witwe Helene von Breuning und ihren Kindern Stephan, Christoph, Eleonore und Lorenz, zur Familie des Violinisten Franz Anton Ries und zu Franz Gerhard Wegeler. Viele dieser Beziehungen bestanden ein Leben lang und haben Beethovens Bildung mehr als der nur wenige Jahre dauernde Schulunterricht geprägt. 1785 erfolgte ein weiterer Umzug in die Wenzelgasse 25.[18] Von diesen Wohnstätten der Familie Beethoven ist jedoch nur das heute denkmalgeschützte Geburtshaus in der Bonngasse erhalten geblieben.

Das Museum wurde am 10. Mai 1893, während des zweiten Kammermusikfestes eröffnet, mehrfach erweitert und beherbergt heute die größte Beethoven-Sammlung weltweit.[19]

Museumsgebäude

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Blick in den Garten aus dem 1. Stock

Das Museum umfasst zwei ursprünglich getrennte Gebäude, das Vorderhaus und den Anbau zum Garten hin, in dem der Komponist seine ersten Lebensjahre verbrachte. Bei der Einrichtung des Hauses für Museumszwecke wurden die beiden Häuser verbunden. Verwinkelter Raumzuschnitt, niedrige Räume und die im Hinterhaus knarrenden Treppenstufen und Dielenböden in dem heute denkmalgeschützten Gebäude des 18. Jahrhunderts vermitteln einen Eindruck von den damaligen Lebensverhältnissen.

Dauerausstellung

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Die Dauerausstellung wurde im 20. Jahrhundert mehrfach erneuert. Bei der ursprünglichen Konzeption stand die Rekonstruktion des Hauses und die Präsentation vieler Objekte im Vordergrund. Leitbild der letzten Neugestaltung der Räume und der Ausstellung im Jahr 1995/96 war die „Faszination des Authentischen“.[20] Gezeigt wurden etwa 150 Exponate meistenteils aus der eigenen Sammlung. Porträts, Handschriften, Notendrucke, Musikinstrumente und Gebrauchsgegenstände erzählen von Beethovens Leben und Arbeiten.[21] Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr des 250. Geburtstags Beethovens 2020 wurden die Räumlichkeiten des Museums erweitert und die Dauerausstellung grundlegend umgestaltet.[22] Zum Auftakt am 17. Dezember 2019 wurde das Museum in neuer Gestalt wieder eröffnet. Die Dauerausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Architekturbüro Holzer Kobler und 2xGoldstein, Studio TheGreenEyl und Lichtvision Design entstand, ist nun nicht mehr chronologisch, sondern thematisch ausgerichtet. Es werden beispielsweise Beethovens Freundes- und Förderkreis, Beethovens Alltag als Künstler und als Mensch mit körperlichen Einschränkungen vorgestellt. Mediale Mittel ergänzen sinnvoll die Objekte. Das Haus selbst, dessen Authentizität erhalten blieb, wird durch Farbigkeit der Räume und Ausstellungsmöbel zum Ausstellungsstück inszeniert.[23]

Die Neugestaltung des "Geburtszimmers" 2019

Umfassend und unkonventionell wurde die Ausstellung im Hinterhaus, dem eigentlichen Wohnhaus der Familie Beethoven, erneuert und umgestaltet. Im Erdgeschoss verdeutlicht ein Diorama das Bonner Stadtzentrum zwischen dem Bonner Münster, dem kurfürstlichen Schloss, dem Marktplatz und der Bonngasse zur Zeit des jungen Beethoven. Im Stockwerk darüber erhält der Besucher in einem Klangzimmer einen Eindruck von fünf bedeutenden Frühwerken des Komponisten. Das mutmaßliche Elternschlafzimmer, traditionell als „Geburtszimmer“ bezeichnet, blieb der Nukleus der Ausstellung, erhielt aber einen völlig neuen Charakter. Der Raum ist nun begehbar und wird durch eine Spiegelfläche und mediale Einspielungen zum sinnlich erfahrbaren, poetischen Ort der Begegnung mit Beethoven.[23]

Schatzkammer und Musikzimmer

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Im Untergeschoss des Nachbarhauses ist eine „Schatzkammer“ eingerichtet, in der unter konservatorischen und musealen optimalen Bedingungen wechselnde Besonderheiten aus der Sammlung des Beethoven-Hauses im Original präsentiert werden. Darüber ist ein Musikzimmer für Konzerte im kleinen Rahmen eingerichtet, in denen die historischen Instrumente aus der Beethoven-Zeit zum Klingen kommen.

Im Garten des Beethoven-Hauses und im Innenhof ist eine Sammlung von Beethoven-Büsten zu sehen, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind:

Sonderausstellungen

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Neben der Dauerausstellung finden jeweils mehrere Monate dauernde themenbezogenen Sonderausstellungen statt. Sie orientieren sich oft an einem aktuellen Anlass, wie z. B. Neuerwerbungen oder Jubiläen. 1998 wurde die neu eingetroffene Sammlung Wegeler vorgestellt.[24] 2006, zum 50. Jahrestag der Erwerbung, zeigte man eine Retrospektive zur Sammlung Bodmer.[25] 2010 wurde das Autograph der Diabelli-Variationen der Öffentlichkeit präsentiert und in seinem Zusammenhang erläutert. Zu anderen Gelegenheiten wurden Zeitgenossen und ihre Beziehung zu Beethoven anhand von Sammlungsobjekten aus dem Beethoven-Haus, ergänzt durch Objekte externer Leihgeber, näher in den Blick genommen: so z. B. Beethovens Lehrer Christian Gottlob Neefe (1999), die Klavierbauerfamilie Streicher (1999), der Verlag Breitkopf & Härtel (2007), Johann Wolfgang von Goethe (1999) oder die Familie von Brentano (2026).[26] Außerdem wurden Beethoven-Forscher, wie der Diplomat und Beethoven-Biograph Alexander Wheelock Thayer (1817–1897) im Jahr 2010, zum 100-jährigen Jubiläum des Erscheinens des letzten Bandes seiner Beethoven-Biografie 1911, oder Max Unger (2000) mit einer Ausstellung gewürdigt. Auch die Beethoven-Rezeption durch Musiker wie Johannes Brahms (1997), Richard Strauss (2002) oder Paul Hindemith (2009), und Künstler wie den Rodin-Schüler Naoum Aronson (2003) oder Joseph Beuys (2005) wurde in Sonderausstellungen thematisiert. Die Themen von hausinternen Meisterkursen und Fachtagungen wurden durch Sonderausstellungen einer breiteren Öffentlichkeit nahegebracht, so Beethovens Streichquartette (2011), seine Klaviersonaten (2012) oder sein Widmungsverhalten (2011). Im Jahr 2014 wurde des 125-jährigen Jubiläums der Gründung des Vereins Beethoven-Haus 1889 mit einer Ausstellung zur Bewegten und bewegenden Geschichte des Beethoven-Hauses gedacht. Die Beethoveniana in der Autographensammlung von Stefan Zweig und ihr Weg zeigten eine bisher wenig bekannte Seite des Schriftstellers.[27] Mit der Sonderausstellung Das Beethoven-Haus Bonn in der NS-Zeit 2017 thematisierte das Beethoven-Haus Bonn die Selbstgleichschaltung des Hauses nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mit der Einführung des Führerprinzips unter der Leitung von Ludwig Schiedermair. Zeitgeschichte dokumentierte 2024 (statt 2020) die Ausstellung zu Leonard Bernstein in Erinnerung an Besuch in Berlin nach dem Mauerfall 1989 und der legendäre Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie "Ode an die Freiheit" 1990 am Brandenburger Tor. Seit dem Umbau 2019 werden Sonderausstellungen im Erdgeschoss des Nachbarhauses Bonngasse 18 gezeigt. Im Frühjahr 2020 zeigten sich In bester Gesellschaft das wohl bekannteste Porträt Beethovens und sein Urheber, der Maler Joseph Stieler.[28] 2021 präsentierte die Paul Sacher-Stiftung unter dem Titel Zündstoff Beethoven Schrift-, Bild- und Musikdokumente zur musikalischen Beethoven-Rezeption im 20. und 21. Jahrhundert.[29] In der Ausstellung Tonkunst wurden von Musik inspirierte Objekte des Bonner Künstlers Jan Karczewski historischen Musikinstrumenten, die der Sammler Josef Zimmermann (1881–1976) 1981 dem Beethoven-Haus schenkte, gegenübergestellt.[30] Die Popularität Beethovens in Karikaturen, Cartoons und Comics stellte die Ausstellung Wie Komisch! (2023) vor, während im Kantjahr zum 300. Geburtstag des Philosophen 2024 die Ausstellung Genie - Republik - Freiheit Gemeinsamkeiten zwischen Beethoven und Immanuel Kant suchte.[31] Provenienzgeschichte erzählte 2025 am Beispiel der Neuerwerbung von Beethovens Streichquartettsatz aus op. 130 die Sonderausstellung Verschlungene Pfade.[32]

Mit Begleitausstellungen beteiligt sich das Beethoven-Haus auch am Rahmenprogramm zum Beethovenfest der Stadt Bonn. So wurden 2009 unter dem Motto „Die Macht der Musik“ Theater- und Konzertprogramme zu Beethoven-Aufführungen im deutschen Kriegsgefangenenlager Bando in Japan zusammengetragen. 2010 widmete es sich Beethovens Kammermusik, mit der er sich am weitesten „ins Offene“ (so das Motto des damaligen Beethovenfestes) wagte. Im Rahmen des Beethovenfests 2022 stellte unter dem Titel Beethoven//Opus 360 der Verein agon e.V. sein interaktives Projekt vor, das Virtual Reality, Rap und klassische Musik verband.[33] 2024 präsentierte das Beethoven-Haus in Kooperation mit dem Beethovenfest die Ausstellung Visible ‚An die Freude‘, ein inklusives Visualisierungsprojekt der Japanerin Mariko Tagashira für gehörlose bzw. schwerhörige Chorkinder.[34]

Zu Beethovens 250. Geburtstag kuratierten und realisierten das Beethoven-Haus und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle mit fast 250 Exponaten aus den Sammlungen des Beethoven-Hauses und zahlreichen Museen, Instituten und Privatsammlungen aus aller Welt.[35] Der Katalog BEETHOVEN Welt. Bürger. Musik wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der 25 Schönsten Bücher Deutschlands ausgezeichnet.[36]

Das Beethoven-Haus Bonn ist unter anderem Mitglied im Deutschen Museumsbund e.V.[37] und in der Arbeitsgemeinschaft Musikermuseen in Deutschland,[38] im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz[39] und im Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute AsKI e.V.[40]

Mit Tickets auf Normalpapier und einem Mediaguide statt Flyer wird der CO²-Ausstoßreduzierung Rechnung getragen. Kooperationsprojekte bei Ausstellungen sowie Begleitpublikationen, die in den Schriftenreihen des Verlags erscheinen, verleihen Nachhaltigkeit und Dauer. Einige Sonderausstellungen werden für die Homepage des Hauses zu Internetausstellungen umgestaltet.[41] Darurch erreichen sie im Nachhinein Besucher weit über den Ort und das Medium der räumlichen Präsentation hinaus, oder können zu bestimmten Anlässen wieder aufgelegt werden, wie z. B. die Ausstellung über Hans Conrad Bodmer und seine Sammlung von 2006 zu seinem 70. Todestag am 28. Mai 2026.[42]

Barrierefreiheit

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Beethovens Geburtshaus und das Vorderhaus sind denkmalgeschützte Gebäude aus dem 18. Jahrhundert mit engen Treppenstufen, niedrigen Deckenbalken und unterschiedlichen Bodenniveaus. Die Authentizität zu erhalten gehörte zum Stiftungszweck des Vereins und ist Teil des Ausstellungskonzepts der emphatischen Erlebbarkeit. Der Eingangsbereich und der Innenhof, die beiden Räume im Erdgeschoss des Hinterhauses sowie der Raum für Sonderausstellungen, das Musikzimmer und der Shop mit Servicebereich sowie das Studio und der Seminarraum sind auch für Menschen mit Bewegungseinschränkung erreichbar. In der Mediathek stehen darüber hinaus ein virtueller Rundgang (auch in englischer Sprache) und weitere thematische Führungen durch die Dauerausstellung zur Verfügung.[43] Der Media-Guide für das Museum ist auch in leichter Sprache, in Deutscher Gebärdensprache und in einer Fassung für Blinde und Sehgeschädigte verfügbar.

Das Beethoven-Haus multimedial

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2004 ging die Webseite des Beethoven-Hauses online. Für Konzeption und Gestaltung wurde dem Beethoven-Haus dafür 2005 beim 17. Meisterwettbewerb Corporate Media der Titel Master of Excellence verliehen.[44] 2017 umgestaltet, bietet sie den jeweils aktuellen Veranstaltungskalender und stellt Informationen zum Besuch des Museums und den Ausstellungensowie zu Konzerten zur Verfügung. Das Forschungszentrum "Beethoven-Archiv" mit Bibliothek und Verlag sowie der Verein Beethoven-Haus stellen sich vor.[45]

Die Mediathek enthält die virtuellen Rundgänge durch die Ausstellungen, Dokumentarfilme über Beethoven und Podcasts.[46] Darüber hinaus steht im Digitalen Archiv eine ständig wachsende Zahl an derzeit (2026) mehr als 10.000 Digitalisaten von Notenhandschriften, Briefen, Erstausgaben und Frühdrucken, Bildern und Objekten im Besitz des Beethoven-Hauses zur Verfügung.[47]

Im Studio für die digitale Präsentation sind die Beethoven-Dokumente im Besitz des Beethoven-Hauses, wie Handschriften und Erstdrucke der Werke Beethovens, Briefe und Bilder, auch unmittelbar am Ort einsehbar und seine Werke können in einer CD-Einspielung gehört werden.

Das Beethoven-Haus ist in den Sozialen Medien präsent, es unterhält einen Newsletter und neuerdings einen Chatbot.

Der Kammermusiksaal

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Der Kammermusiksaal

Neben den musikgeschichtlichen Zielen pflegte der Verein Beethoven-Haus von Anfang an die musikpraktische Seite durch die Veranstaltung von Kammermusikfesten und Konzerten in den eigenen Räumen. Eine Bereicherung erfuhr das Beethoven-Haus im Jubiläumsjahr des 100-jährigen Bestehens des Vereins 1989, mit der Eröffnung des neben dem Geburtshaus neu erbauten Kammermusiksaales. Er ist benannt nach dem damaligen Vereinsvorsitzenden Hermann Josef Abs, der den Bau initiiert und durch eine großzügige Spende mitfinanziert hatte. Gestaltet in der klassischen Tradition eines halbovalen Amphitheaters, verfügt der Saal mit seinen 199 Plätzen über eine hervorragende Akustik und eine intime Atmosphäre. Die Architekten Thomas van den Valentyn und Klaus Müller wurden dafür mit mehreren Preisen (dem Deutschen Architekturpreis 1989, dem Mies van der Rohe-Preis 1990 und dem Gold Award für innenarchitektonische Gestaltung 1991) ausgezeichnet.[48][49][50]

Durch das Zusammenwirken mit den anderen Abteilungen des Beethoven-Hauses bietet der Kammermusiksaal Möglichkeiten, besondere Akzente im Konzertleben zu setzen.[51] Die Tatsache, dass sich die Bühne direkt über der Sammlung mit den Autografen Beethovens zu zahlreichen Werken befindet, verleiht den Aufführungen einen einzigartigen Charakter. Der Kammermusiksaal wird darüber hinaus auch von anderen Veranstaltern für Konzerte, Tagungen und besondere Feierstunden genutzt.

Konzerte und Veranstaltungen

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Das Jahresprogramm des Kammermusiksaales mit rund 40 eigenen Veranstaltungen steht, ausgehend von Beethoven, sowohl für Tradition als auch für Aufbruch: Klassische Kammermusik interpretiert von bekannten Ensembles und Solisten ebenso wie junge Künstler am Beginn ihrer Karriere. Konzerte auf historischen Instrumenten Tasteninstrumenten versetzen in die Beethoven-Zeit, zeitgenössischer Jazz bietet Raum für Improvisation und Inspiration, Familienkonzerte und Veranstaltungen für Grundschulen laden Kinder und Eltern ein klassische Musik zu erleben, thematisch ausgerichtete Zyklen und Gesprächskonzerte ermöglichen eine intensive Begegnung mit Komponisten, Zeiten und kulturellen Phänomenen.[52] 2014 wurde mit der Beethoven-Woche die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gepflegte Tradition der regelmäßigen Kammermusikfeste wieder aufgenommen, um als für die Musik Beethovens einzigartiges Musikfestival im 21. Jahrhundert weitergeführt zu werden. Beethovens Kompositionen werden, wie von Joseph Joachim und den Stiftern angelegt, mit Werken von Vorläufern und Zeitgenossen bis in die Gegenwart musikalisch umspielt und erläutert. Seit 2022 findet die Beethoven-Woche unter der künstlerischen Leitung des Präsidenten des Vereins Daniel Hope als dreitägiges Kammermusikfest statt. 2024, im Jubiläumsjahr der Uraufführung der Neunten Symphonie, stand es unter dem Motto "Humanismus", 2026 im Zeichen des "Frühlings".

Besondere Veranstaltungen

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Über die jährlichen Konzerte zu Beethovens Tauftag am 17. Dezember und seinem Todestag am 26. März hinaus veranstaltet das Beethoven-Haus Sonderkonzerte zu Gedenktagen, Jubiläen und Ereignissen um Beethoven oder im historischen Geschehen. Beethovens 200. Geburtstag 1970 wurde mit einem Konzertzyklus seiner sämtlichen Streichquartette durch das Melos Quartett "nachgefeiert"[53]. Die Aufführung des gesamten kammermusikalischen Werks des Komponisten in den Beethoven-Wochen 2020 stand am Beginn des Jubiläumsjahrs von Beethovens 250. Geburtstag.[54] Den künstlerischen Leitern Tabea Zimmermann und Luis Gago wurde dafür die Ehrenmitgliedschaft des Beethoven-Hauses Bonn verliehen.[55] Die Neunte Symphonie Beethovens, ein Schlüsselwerk der Musikgeschichte, war am 7. Mai 1824 im Kärntnertortheater in Wien uraufgeführt worden. 200 Jahre später unternahm das Beethoven-Haus in Zusammenarbeit mit der Musikwissenschaftlerin Birgit Lodes und dem Dirigenten Martin Haselböck eine Rekonstruktion des damals von Beethoven konzipierten Akademiekonzerts, in dem außerdem die Ouvertüre Weihe des Hauses op. 124 sowie Kyrie, Credo und Agnus Dei aus der Missa Solemnis zum ersten Mal aufgeführt worden waren, auf Originalinstrumenten und in historisch informierter Spielpraxis.[56][57] Dem Selbstverständnis als Kulturinstitution folgend, sind musikalische Ereignisse meist eingebunden in ein künstlerisches und wissenschaftliches Programm von Ausstellungen, Tagungen, Publikationen und Projekten.

Nachwuchsförderung

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Dem Erbe Beethovens folgend, der schon in seiner Bonner Zeit junge Menschen unterrichtet hat, ist das Beethoven-Haus der musikpraktischen Nachwuchsförderung verpflichtet. Im Jahresprogramm bietet die Konzertreihe Young Stars talentierten Musikerinnen und Musikern, die u. a. in Wettbewerben wie Jugend musiziert, der International Beethoven-Competition oder dem Joseph Joachim Violinwettbewerb ausgezeichnet wurden, ein Forum für einen Konzertauftritt. Darüber hinaus findet, von Kurt Masur 2006 ins Leben gerufen, alljährlich ein Meisterkurs mit einem renommierten Solisten oder einem Ensemble der Kammermusik und Schülerinnen und Schülern derselben Musikgattung statt. Gemeinsam erarbeiten sie in öffentlichen Proben Beethovens Kompositionen. Begleitend führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Beethoven-Archivs die jungen Menschen an die handschriftlichen Quellen heran, diskutieren mit ihnen philologische, musikhistorische und aufführungspraktische Themen oder geben Anregungen für die Interpretation der Werke Beethovens. Den Abschluss bildet ein öffentliches Konzert.[58]

Komponistenresidenz und Mentoring

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Credo II

In Zusammenarbeit mit der Studienstiftung des deutschen Volkes vergibt das Beethoven-Haus seit 2013 Stipendien an junge Komponisten, die für einen Monat unter der Begleitung von Mentoren an ihren Kompositionsprojekten arbeiten, die zum Abschluss uraufgeführt werden. Zeitweise nutzte das Beethoven-Haus dafür die Villa Wasmuth, das ehemalige Wohnhaus des Kunstsammlers Johannes Wasmuth (1936–1997) in Rolandswerth (Rolandseck, Rheinland) als Gäste- und Tagungshaus. Ebenfalls seit 2013 unterhält das Beethoven-Haus ein Mentoring. Nachwuchskünstler und junge Wissenschaftler erhalten für ein Jahr die Möglichkeit, als Artist in Residence durch unmittelbaren Zugang zu den Quellen und Einrichtungen des Beethoven-Hauses, unterstützt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Beethoven-Hauses und Ehrenmitgliedern, ihre wissenschaftlichen oder künstlerischen Studien voranzubringen. Mentees waren bisher Kammermusikensembles wie das Elias String Quartett (2013) und das Trio Rafaele (2015), Solisten wie die Pianisten Sunwook Kim (2013), Rafael Lipstein und Olga Paschtschenko (2014), Karim Said (2015) und der Cellist Jonas Palm (2015). Sie gestalten jeweils das Konzert zu Beethovens Tauftag am 17. Dezember. Auch Wissenschaftler, wie der Schweizer Doktorand Dominique Ehrenbaum (2013) oder Künstler Mark Alexander (Januar 2014 bis Frühjahr 2015) nahmen am Mentoring teil. Darüber hinaus unterstützt das Beethoven-Haus das Mentoring-Programm seines Ehrenmitglieds Sir Andras Schiff Building Bridges für junge Pianistinnen und Pianisten, denen ebenfalls ein Konzertauftritt ermöglicht wird.[59]

Musik- und Museumspädagogik

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Kinder und Jugendliche werden auf spielerische Weise an den Komponisten und sein Werk herangeführt. Mitarbeiter des Hauses gestalten Kinderführungen, Ferienworkshops und Museumsnachmittage. Kinder, die Instrumente spielen, treffen sich mehrmals im Jahr im Kammermusiksaal, um Beethovens Werke in verkürzten und erleichterten Fassungen im Orchester zu musizieren. Darüber hinaus gibt es Konzerte für Kinder und verschiedene museumspädagogische Projekte für Grundschulen mit entsprechendem Begleitmaterial. Bis zu 1000 Grundschulkinder besuchen jedes Jahr die „szenischen Schulkonzerte“. Das Grundschulprojekt Beethoven und sein Haus – mobil wurde 2011 beim Wettbewerb Kinder zum Olymp! der Kulturstiftung der Länder als Endrundenteilnehmer ausgezeichnet und erhielt beim Wettbewerb Kooperation. Konkret 2111 der Bildungspartner NRW den ersten Preis. 2021-2014 bot die vom BKM geförderte Initiative "Musik verbindet -Kulturelle Teilhabe und gelebte Vielfalt mit Musik" Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und deren Familien musikalische Mitmach-Angebote in Bonner Stadtteilen sowie Führungen und Aktionen im Beethoven-Haus, und mit "Grenzenlos ... Beethoven" gestaltete die ukrainische Chorleiterin Iryna Dusheiko 2022 ein eine Mitsing- und Mitmachprojekt mit Kindern aus der Ukraine, das im Dezember in einem gemeinsamen Konzert endete.[60][61]

Im Jahr 2007 wurde eine spezielle Internetseite für Kinder mit dem Titel Hallo Beethoven veröffentlicht. Auf dieser werden Themen wie Beethovens Familie, seine Schulzeit und Freunde, sein Tagesablauf, seine Krankheiten kindgerecht aufbereitet und der soziale und politische Hintergrund seines Lebens dargestellt.[62] Die Seite wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung für Schule und Unterricht empfohlen.[63] Ergänzend dazu werden besondere Führungen für Kinder sowie Ferienworkshops oder Familiennachmittage angeboten.[64]

Wissenschaft und Forschung

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Nach der heute gültigen Satzung ist, wie 1889 bzw. 1896 von den Gründervätern bestimmt, der Vereinszweck die Pflege des Andenkens und des Werkes Ludwig van Beethovens. Das beinhaltet nicht nur die museale Präsentation und die musikalische und künstlerische Annäherung, sondern auch Wissenschaft und Forschung.[65] Demnach gestalten sich die Aufgaben des Beethoven-Hauses in Sammeln, Erhalten und Erschließen von Handschriften, Bildern, Originaldokumenten, Originalausgaben und Frühdrucken sowie Literatur, die sich auf Beethoven und sein kulturelles Umfeld bezieht, in größtmöglichem Umfang. Spezielle Forschungsprojekte, Publikationen, Tagungen und Ausstellungen sowie die Zusammenarbeit mit anderen mit Beethoven befassten Gesellschaften, Forschungs- und Kulturinstituten im In- und Ausland erweitern das Spektrum.[66] Um die vielfältigen Tätigkeiten, die seit der Gründung 1889 anfielen, zu koordinieren und zu leiten, wurde 1927, im Jahr des 100. Todestages Ludwig van Beethovens, das Forschungszentrum "Beethoven-Archiv" gegründet. Die Stiftung beim Verein Beethoven-Haus mit einer eigenen Verwaltung ging 1998 in eine Abteilung, neben dem Museum und dem Kammermusiksaal, unter der neu eingerichteten Direktorenstelle des Beethoven-Hauses über.[67] 2020 wurde die wissenschaftliche Abteilung des Beethoven-Hauses durch einen Kooperationsvertrag ein An-Institut der Universität Bonn[68]

Forschungszentrum „Beethoven-Archiv“

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Ludwig van Beethoven, Klaviersonate C-Dur op. 53 ("Waldstein-Sonate"), Autograf

Das "Beethoven-Archiv", die wissenschaftliche Abteilung des Beethoven-Hauses, ist in den Nebengebäuden des Geburtshauses untergebracht. Der Zweck des Beethoven-Archivs bestand vor allem im Aufbau eines Dokumentationszentrums zu Leben, Werk und geistigem Umkreis Beethovens. Initiator, Gründungsmitglied und erster Direktor bis 1945 war der Bonner Musikwissenschaftler Ludwig Schiedermair. Ihm folgten 1945 bis 1972 Joseph Schmidt-Görg und Günther Massenkeil (1972–1974, interimistisch bis 1976). Alle drei waren zugleich Ordinarien des musikwissenschaftlichen Seminars. 1976 bis zu seinem Wechsel an die Universität Göttingen 1983 hatte Martin Staehelin das Amt inne. Ihm folgte 1984 Sieghard Brandenburg. 2003 bis Ende 2006 leitete Ernst Herttrich, der ab 1990 bereits Leiter der Gesamtausgabe und ab 1998 Leiter des Verlags Beethoven-Haus Bonn war, das Beethoven-Archiv. Von 2007 bis 2015 war Bernhard R. Appel Leiter des Archivs und des Verlags.[69] Ihm folgte 2015 Christine Siegert.[70]

Joseph Karl Stieler: Porträt Beethovens mit der Partitur zur Missa Solemnis

Die älteste Tradition unter den aus dem Stiftungszweck folgenden Aktivitäten haben die Sammlungen.[71] In den über 135 Jahren seit Bestehen des Beethoven-Hauses ist die größte und vielfältigste Beethoven-Sammlung weltweit entstanden. Die Beethoven-Sammlung umfasst mehr als 1000 Originalhandschriften von Beethoven (Skizzenblätter und Skizzenbücher, Werk-Autografe, von Beethoven überprüfte Kopistenabschriften, Konversationshefte) und 600 Briefe sowie Werkdrucke mit eigenhändigen Eintragungen Beethovens. Ergänzt werden sie durch Musikinstrumente, Möbel, Erinnerungsstücke und Requisiten aus Beethovens Alltag, aber auch durch Manuskripte und Reliquien seines biografischen und geografischen Umfelds.[72][73] Dazu kommt die kunsthistorische Sammlung, die an die 3.000 Bilder, Fotografien und Plastiken von Beethoven besitzt, darunter drei Viertel aller authentischen Beethoven-Porträts, so auch das bekannte Gemälde von Joseph Karl Stieler (1820), sowie eine Vielzahl von Bildern und Objekten zu Beethovens Umfeld und zur Beethoven-Rezeption. Mit Hilfe privater und öffentlicher Stiftungen und Mäzene, durch Schenkungen oder Dauerleihgaben wächst die Sammlung kontinuierlich. Ein Meilenstein im 20. Jahrhundert war 1956 das Legat des Schweizer Arztes und Autografensammlers Hans Conrad Bodmer mit annähernd 580 Briefen und 200 Musikmanuskripten.[74] Aus der Sammlung des Beethoven-Freundes und Biografen Franz Gerhard Wegeler kamen 1998 mehr als 400 Stücke, überwiegend Briefe und Dokumente, sowie Bildnisse und einige Notendrucke, als Dauerleihgabe an das Beethoven-Haus.[75] Zu den bedeutendsten Neuerwerbungen der letzten 25 Jahre zählt 2005 der Ankauf der Stichvorlage der Missa solemnis (op. 123) und im Dezember 2009 die Originalhandschrift der 33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli für Klavier (op. 120).[76] 2018 konnte ein Brief Beethovens an seinen Freund, den in Russland als Gesandter tätigen Heinrich von Struve, aus dem 1795 hinzugefügt werden.[77] 2025 kam das Autograf des vierten Satzes von Beethovens Streichquartett op. 130 Alla danza tedesca dazu.[78]

Das Beethoven-Haus besitzt und sammelt außerdem Manuskripte und Relikte von Personen des 19. und 20. Jahrhunderts, die mit Beethoven, Bonn oder dem Verein Beethoven-Haus in einem Bezug stehen, z. B. Briefe der Beethoven-Biografen Anton Felix Schindler und Alexander Wheelock Thayer, des Ehrenpräsidenten Joseph Joachim und Ehrenmitgliedern wie Johannes Brahms.

Klimatisch und konservatorisch adäquate Räumlichkeiten im Neubau und ein Tresor gewähren eine sachgerechte Lagerung. Besuchern des Museums werden in der "Schatzkammer" ausgewählte Beispiele aus den Sammlungen gezeigt.

Darüber hinaus sollten sämtliche erhaltene Musik-Handschriften, wo nicht im Original, in einer Reproduktion zusammengetragen werden, so dass von allen Beethoven-Dokumenten Faksimile-Nachbildungen vorhanden wären, „welche die Originale beim Studium zu ersetzen vermögen“.[79][80] Die damals begonnene reprographische Sammlung umfasst Autographe, Noten, Briefe, Lebensdokumente, Musikdrucke und sonstige Quellen aus über 200 Bibliotheken und Archiven. Zusammen mit den eigenen Beständen bildet sie die Grundlage für die philologische Forschung und die Werk-Editionen.[81]

Dem "Beethoven-Archiv" wurde die seit Gründung des Beethoven-Hauses bestehende Bibliothek übertragen mit dem Anspruch, eine „möglichst vollständige“ Beethoven-Bibliothek aufzubauen. Den Grundstock bilden Original- und Erstgausgaben, Frühdrucke sowie Teil- und Neuauflagen von Werken Beethovens und von Personen aus seinem Umkreis[82], ergänzt durch eine umfangreiche auf Beethoven bezogene Sammlung von Musikdrucken und Literatur zu Beethoven und zur Beethoven-Forschung seither. Sie dokumentiert damit nicht nur die Werke Beethovens und deren Rezeption, sondern auch das historische und persönliche Umfeld der Person. Im Laufe der Zeit ist daraus eine bedeutende Fachbibliothek und die größte öffentlich zugängliche Spezialbibliothek zu Beethoven mit einem Bestand von fast 100.000 Medieneinheiten mit bio-bibliografischen Daten zu Beethoven in Aufsatz- und Buchform sowie auf Tonträgern entstanden. Neben 55.000 Büchern und Aufsätzen, 160 Zeitschriften, 18.000 Musikalien, davon 6.500 Beethoveniana, sind über 8.000 Foto- und Mikrofilmaufnahmen und 8.000 AV-Medien verfügbar.[83] Durch Vermächtnisse, besondere Ankäufe und Schenkungen von Privatsammlern (u. a. von Herbert Grundmann, Hans Klingemann, Freiherr von Geyr, Hanns J. Eller, Klaus Steltmann) konnte sie ihren Bestand beträchtlich erweitern. Allein aus dem Vermächtnis von Hans Conrad Bodmer erhielt die Bibliothek mehr als 4000 Titel.[84] Ein Sammelschwerpunkt bildet die Rekonstruktion von Beethovens-Bibliothek mit bisher ca. 350 Titeln. Der Lesesaal mit Handbibliothek wird von Benutzern aus aller Welt frequentiert. Sie arbeiten an einem historischen Quartett-Tisch, an dem der Überlieferung nach möglicherweise Beethoven selbst gespielt haben soll.[85] Die Bibliothek pflegt die Kataloge und das Digitale Archiv.

Die Sammlungen umfassen auch einige Nachlässe, z. B. von Anton Schindler,[86] Theodor von Frimmel und Max Unger mit Handschriften, Musikalien und Büchern.[87]

Die schriftliche Überlieferung der Arbeit des Beethoven-Hauses und seiner Abteilungen ist im Vereinsarchiv dokumentiert. Es enthält Briefe und Akten, Protokolle, Rechnungsbücher und -Belege, Mitgliederlisten und Gästebücher seit der Gründung des Beethoven-Hauses 1889 bis in die Gegenwart. Als zeithistorisch bemerkenswert fand und findet z. B. die Korrespondenz des Beethoven-Hauses und des neugegründeten Beethoven-Archivs unter dem Zeichen des Nationalsozialismus und während des Zweiten Weltkriegs das Interesse der Forschung.[88][89]

Internationale Zusammenarbeit

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Das Beethoven-Haus ist daher ein prädestinierter Austragungsort wissenschaftlicher Kongresse unter Federführung des Beethoven-Archivs, deren Beiträge in den Schriften zur Beethoven-Forschung nachzulesen sind. 2011 ging es um Beethovens und Joseph Haydns Widmungsverhalten[90] oder im Jubiläumsjahr 2014 um Beethoven im Wiener Kongress (1814/15).[91] Beethoven und Rossini und Mit Beethoven im Exil waren die Themen im Jahr 2018. Im Zentrum der letztgenannten stand ein bis dato kaum bekanntes Manuskript des Beethoven-Forschers Paul Bekker, das im Tagungsband abgedruckt wurde.[92] Im Februar des Jubiläumsjahrs 2020 wurden Beethoven-Persepektiven aufgezeigt, die 2021 zugleich als XVII. internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung, in Musikwissenschaft "nach" Beethoven aufgegriffen und fortgeführt wurden.[93] 2024 wurde mit einer Internationalen Fachtagung der Uraufführung von Beethovens Neunter Symphonie am 7. Mai 1824 gedacht. Die Tagung "Nie gehörte, nie geahndete Wunder-Geheimnisse der heiligen Kunst" vom 4.-6-Mai 2024 gehörte zum Rahmenprogramm der Rekonstruktion von Beethovens Akademiekonzert vom 7. Mai 1824.[94] In Kooperation mit der Universität Wien wurde 2018 für das Projekt der Rekonstruktion und Erforschung der Musikbibliothek des Bonner Kurfürsten Maximilian Franz eine neue Themenreihe: Musik am Bonner kurfürstlichen Hof, gegründet[95]. Zusammen mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Münster (Prof. Michael Custodis) und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Europa leitet das Beethoven-Archiv ein in Workshops an wechselnden europäischen Stätten stattfindendes, bis 2027 angelegtes Projekt zur Erforschung der Bedeutung Beethovens in den von den Nationalsozialisten besetzten Ländern 1939–1945 (Beethoven and His Music in Nazi-Occupied European Countries).[96][97] Mitarbeitende des Beethoven-Archivs nehmen Lehraufträge wahr und wirken als Vortragende und Chairs an in- und ausländischen Veranstaltungen zur Beethoven-Forschung mit.

Nachwuchsförderung

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Im Sinne Beethovens als Lehrer erfüllen Mitarbeitende des Archivs Lehraufträge an Universitäten und veranstaltet das Beethoven-Archiv seit 2007 an der Beethoven-Forschung orientierte Studienkollegs für Studierende und angehende Musikwissenschaftler. Diese haben Gelegenheit, ihre Themen vorzustellen und mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie den Mitarbeitenden des Archivs zu diskutieren. Außerdem erhalten sie Einblick in die Originalquellen in den Sammlungen des Beethoven-Archivs.

Der Verlag Beethoven-Haus veröffentlicht in den Schriften zur Beethoven-Forschung Dissertationen.[98] Gastwissenschaftler erhalten Gelegenheit zu Quellenstudien für ihre Qualifikationsarbeiten und wissenschaftlichen Beiträgen, wie Nancy November (University of Auckland) zu Beethovens Streichquartetten Opp. 59, 75 und 95 sowie zu Bearbeitungen der Siebten Symphonie.

Gesamtausgabe und Faksimileausgaben

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Die Sammlung auszuwerten und wissenschaftlich nutzbar zu machen, geschieht durch die Arbeit des Beethoven-Archivs. Mit der wachsenden Zahl der verschiedenen Werkausgaben und der Anfragen an die Beethoven-Interpretation wuchs der Plan einer neuen Gesamtausgabe. Zwar existierte bereits seit 1863–1865 / 1888 eine vom Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig herausgegebene Gesamtausgabe, der allerdings nur die damals bekannten Druckfassungen beethovenscher Werke zugrunde lagen. Doch waren seither einige Werke neu entdeckt oder noch ungedruckte Stücke (z. B. viele Werke ohne Opus-Zahl) in der alten Ausgabe nicht berücksichtigt worden. Zudem hatten sich die Ansprüche an historisch-kritische Werkausgaben gewandelt.[99] Aufgeschoben durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs erschien 1961 im G. Henle Verlag der erste Band der 1959 begründeten Neuen Beethoven-Gesamtausgabe. Sie ist bis heute die wichtigste wissenschaftliche Unternehmung des Archivs. Geplant sind 56, nach Kompositionsgattungen und Besetzungen angeordnete Bände. Ziel der von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Beethoven-Archivs sowie von international anerkannten Musikwissenschaftlern in Kooperation erarbeiteten Ausgabe ist es, den von Beethoven beabsichtigten, aber nicht immer in eindeutiger Form hinterlassenen Notentext durch kritischen Vergleich der authentischen Quellen zu ermitteln, ihn in einem Kritischen Bericht zu begründen und in moderner Wiedergabe zu veröffentlichen.[100] Unter Mitarbeit des Beethoven-Archivs wurde parallel zur Gesamtausgabe in einem mehrjährigen Projekt das von Georg Kinsky und Hans Halm 1955 herausgegebenen, damals bahnbrechende Werkverzeichnis,[101] einer grundlegenden Revision und Aktualisierung nach dem neuesten Stand der Forschung unterzogen. Das neue Werkverzeichnis (LvBWV) erschien 2014.[102]

Den Zielen der Gründer des Beethoven-Hauses: Sammeln, Bewahren der Originale, wissenschaftliche Aufbereitung und Bereitstellung für die Forschung wie die interessierte Öffentlichkeit, dient die Herausgabe ausgewählter Handschriften in Faksimile-Ausgaben. Aufgrund anderer Aufgaben zunächst zurückgestellt, wurde sie 1953 von Joseph Schmidt-Görg neu ins Leben gerufen und von seinen Nachfolgern weitergeführt. Faksimiliert und im Verlag herausgegeben werden nicht nur Werkhandschriften und Originalausgaben, z. B. die Waldsteinsonate op. 53, Lieder nach Texten von Johann Wolfgang von Goethe, die Sechs Bagatellen für Klavier op. 126 oder die Sonate für Violoncello und Klavier op. 69, sondern auch Schriftdokumente wie Briefe, z. B. an Josephine Gräfin Deym geb. v. Brunsvik, oder An die unsterbliche Geliebte, Beethovens Tagebuch 1812–1818 oder das Stammbuch Beethovens, das Abschiedsgeschenk der Bonner Freunde vor der Abreise nach Wien 1792.

Skizzenforschung

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Skizzen zu Beethovens Klaviersonate op. 101

Als wichtige Aufgabe für die Beethoven-Forschung richtete das Beethoven-Archiv von Anfang an seinen Blick auf die Skizzenforschung. Aber erst 1952 begann unter Joseph Schmidt-Görg die Edition von wissenschaftlich aufbereiteten und kommentierten Skizzen und Entwürfen Beethovens zu seinen Kompositionen.[103] Ab 1972 führte Sieghard Brandenburg die Reihe fort, seit 2003 ergänzt durch die Beethoven Sketchbook Series durch William Kinderman (Illinois). Bis 2013 liegen 13 Skizzenbücher-Ausgaben vor. Seit 2014 erarbeiten am "Beethoven-Archiv" und am Musikwissenschaftlichen Seminar in Detmold Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das als Akademienprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Mainz) angelegte Grundlagenforschungsprojekt Beethovens Werkstatt – Genetische Textkritik und Digitale Musikedition zur Erforschung von Beethovens kompositorischem Arbeitsprozess.[104][105]

Briefwechsel und Konversationshefte

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Unter Leitung von Martin Staehelin wurde die Gesamtausgabe des Briefwechsels Beethovens 1983 in Angriff genommen und unter Sieghard Brandenburg zu Ende geführt. Die sechs Bände (Briefe 1783–1827) und ein umfassender Registerband erschienen 1996/1998 ebenfalls im G. Henle-Verlag. Ein achter Band mit nichtbrieflichen Dokumenten zum Leben und Werk Beethovens ist in Vorbereitung. Etwa 600 (gut die Hälfte davon auch als Hörbriefe) der mehr als 2300 Briefe sind im Digitalen Archiv originalgetreu, mit Textübertragung, Inhaltsangabe und Quellenbeschreibung einsehbar.

Den Plan einer Gesamtausgabe der Konversationshefte fasste Ludwig Schiedermair schon Ende der 1920er Jahre. In Angriff genommen und durchgeführt wurde die Edition allerdings durch die Preußische, später Deutsche Staatsbibliothek in Berlin.[106] 1972–2001 sind die knapp 140 bekannten, von Anton Felix Schindler (1795–1864) aus dem Nachlass Beethovens überlieferten Hefte in elf Bänden erschienen.[107]

Verlag und Schriftenreihen

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Pastoralsinfonie

Aus der Arbeit der Mitarbeiter des Beethoven-Hauses hervorgehenden Veröffentlichungen wurden von Anfang an im eigenen Verlag herausgebracht. Viele der Editionen des Beethoven-Archivs erscheinen in den verschiedenen Schriftenreihen des hauseigenen Verlags. Die erste Reihe unter Ludwig Schiedermair als Gesamtherausgeber brachte von 1920 bis 1934 zehn Bände, zumeist kommentierte Originaldokumente Beethovens mit Faksimile, aber auch Monografien hervor.[108] Nach dem Krieg wurde sie mit der „Neuen Folge“ fortgesetzt. Die neue Reihe 1 umfasst Skizzen und Entwürfe und ist damit Ausdruck der großen Bedeutung, die von Anfang an der Skizzenforschung zugemessen wurde.[109] In der Reihe 2 erschien 1953/54 – 1973/81 das Beethoven-Jahrbuch. Es wurde 1999 durch das in der Reihe 5 herausgegebene Periodikum Bonner Beethoven-Studien ersetzt. Neben quellen- und interpretationsorientierten Fachbeiträgen zu Beethovens Leben und Werk sowie zur Rezeptionsgeschichte enthalten diese Bände jeweils auch einen Jahresrückblick auf die Aktivitäten des Beethoven-Hauses, des Beethoven-Archivs und des Verlags Beethoven-Haus. Die 3. Reihe ist den Faksimile-Ausgaben gewidmet. Für das Faksimile der Pastoralsinfonie (op. 68) (Bd. 14, 2000) und die Faksimile-Ausgabe der Mondscheinsonate (op. 27,2) (Bd. 16, 2003) wurde der Verlag mit dem Deutschen Musik-Editionspreis ausgezeichnet.[110] Den Deutschen Musik-Editionspreis als „Best-Edition“ erhielt das Beethoven-Haus 2008 für die Begleitpublikation zur Ausstellung Beethoven und der Leipziger Musikverlag Breitkopf & Härtel[111] sowie 2013 für seine in der Reihe „Für Kenner und Liebhaber“ erschienene Publikation Beethoven im Bild (2012).[112]

In der 4. Reihe Schriften zur Beethovenforschung werden Tagungsberichte, Dissertationen und Monografien zur Beethoven- und Beethoven nahen Forschung publiziert. So erschienen unter anderem Bücher zur Geschichte seiner Familie und über seine Wohnstätten, über die Beethoven-Rezeption in Frankreich und zum Einfluss Beethovens auf die Rezeption der Alten Musik. Andere haben einzelne Werke oder Werkgattungen, wie zum Beispiel die Instrumentalfuge, oder Interpretationsfragen zum Thema. Hier erscheinen auch die Berichte zu wissenschaftlichen Kongressen, die das Beethoven-Haus veranstaltet, wie zum Beispiel zu Widmungen bei Haydn und Beethoven (2012/2015) sowie zum Wiener Kongress 1814/15 (2014/2016). Auch die Aufarbeitung der Geschichte des Vereins Beethoven-Haus findet hier ihren Platz.[113]

Der Verlag Beethoven-Haus publiziert nicht nur Literatur zur Beethoven-Forschung, in die er auch Beiträge auswärtiger Wissenschaftler aufnimmt, sondern auch Begleitpublikationen zu den Sonderausstellungen, Bücher für Musikliebhaber, für Kinder und CDs. Enge Zusammenarbeit besteht mit dem G. Henle-Verlag, München, der die großen Editionsreihen der Werke Beethovens und den Briefwechsel herausbringt.

Dokumentation und Kataloge

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Alle diese Publikationen und die übrigen Bibliotheksbestände an Literatur, Handschriften, Bildern, Presseartikel und Tonträger werden durch unterschiedliche Kataloge erschlossen, die auch online verfügbar und zu benutzen sind. Der Bibliothekskatalog umfasst allein über 800 biografische Darstellungen Beethovens, Werkmonografien, Skizzen- und Quellenstudien, Schriften zur Aufführungspraxis und zur Instrumentenkunde, musikgeschichtliche Untersuchungen, Viennensia und Bonnensia, bibliografische und lexikalische Nachschlagewerke, historische Zeitschriften, besonders des 19. Jahrhunderts, rezeptionsgeschichtliche Dokumente und Studien sowie Programmhefte in den gängigen europäischen Sprachen. Das Ziel, möglichst alles Erreichbare zu erfassen, wurde im Pressearchiv bereits aufgegeben. Lokalgeschichtliches und die Rezensionen von Beethoven-Literatur bestimmen hier die Auswahl. Unter den Notendrucken haben die Originalausgaben, d. h. die von Beethoven selbst veranlassten Erstdrucke, sowie andere zu Beethovens Lebzeiten erschienene Ausgaben sowohl von Stimmen, als auch von Partituren Vorrang. Ergänzend treten dazu Ausgaben wichtiger Herausgeber oder Verleger, Bearbeitungen, Taschenpartituren und kritische Neuausgaben anderer Verlage. Neben den Beethoven-Musikalien wird eine Sammlung von Frühdrucken von Werken komponierender Zeitgenossen Beethovens gepflegt. Einbezogen sind auch Tonträger von Schellack- und Langspielplatten über Musikkassetten und CDs bis zu Beethoven-Filmen mit dem Schwerpunkt auf Gesamteinspielungen und seltenen Aufnahmen.[114] Die Erfassung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Titelaufnahme, sondern bietet, vor allem bei älteren, seltenen oder umfangreicheren Publikationen und Notendrucken sowie bei den Notenhandschriften, nähere Angaben zu Inhalt, Provenienz oder Herkunft und Kurzbeschreibung. Eine ausführliche Verschlagwortung gibt zusätzliche Informationen und erleichtert die Recherche. Ein aktuell initiiertes Projekt ist die Rekonstruktion von Beethovens eigener Bibliothek, gewährt sie doch Einblick in Beethovens Denken und sein geistiges Umfeld. Die Liste der aus den Quellen und dem Nachlass bekannten Bücher und Musikalien, die der Komponist las, studierte, kopierte, exzerpierte, vertonte, entlieh, verlieh, verschenkte oder sich zum Kauf notierte, wäre lang. Doch selbst der Kernbestand dessen, was Beethoven besaß, seine eigene Bücher- und Notensammlung, ist bisher nur in Umrissen bekannt. Ziel ist daher, sie näher zu erforschen und im Beethoven-Haus zusammenzutragen. Bibliothekare und Wissenschaftler steuern zur Ermittlung ihr Wissen bei, Antiquare und private Sammler erleichtern durch besondere Konditionen die Erwerbung. Freunde des Beethoven-Hauses können sich mit Buchpatenschaften am Kauf und an der Restaurierung der Bücher beteiligen.[115]

Audiodokumentation der Originalinstrumente Beethovens

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Um die Originalinstrumente Beethovens, die das Beethoven-Haus besitzt, nicht nur in Konzerten zum Klingen zu bringen, wurde eine eigene Reihe mit CD-Produktionen des Hauses begründet. Namhafte Musiker wie Tabea Zimmermann, Daniel Sepec, das Schuppanzigh-Quartett, Jörg Demus oder Andreas Staier spielen Werke von Beethoven und seinen Zeitgenossen auf Beethovens Streichinstrumenten und Hammerflügeln von Broadwood und Graf. Auch die legendären Besuche von Pablo Casals 1955 und 1958 im Beethoven-Haus, bei denen er auch auf Beethovens Violoncello spielte, wurden hier dokumentiert.[116]

Der Verein Beethoven-Haus Bonn

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Geschichte und Aktivitäten des Vereins

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Da die Stadt Bonn 1888 nicht am Erhalt des Geburtshauses Beethovens interessiert war, schlossen sich zwölf kunstsinnige Bonner Bürger und Rentiers zusammen, gründeten am 24. Februar 1889 den Verein Beethoven-Haus (altrechtliche Rechtsform) und erwarben die Liegenschaft, um sie als Gedenkstätte einzurichten. Ihr Ziel war, nicht nur das Geburtshaus, „wie es zur Jugendzeit Beethovens gewesen [ist]“ wiederherzustellen, sondern auch eine Sammlung einzurichten, die alle seine Werke in Handschriften und Druckausgaben, seine Briefe, bildliche Darstellungen und andere Reliquien sowie sämtliche Literatur über ihn, eben „Alles, was die sinnliche und seelische Berührung mit ihm vermittelt“, umfassen sollte mit dem Ziel, das Haus zu erwerben und als Gedenkstätte zu erhalten.[117]

Joseph Joachim (1831–1907), Ehrenpräsident des Vereins Beethoven-Haus

57.000 Mark kostete der Ankauf, weitere 24.000 Mark kamen für die Restaurierung hinzu. Zur Unterstützung ihres Vorhabens gewannen die Gründer zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft als Ehrenmitglieder, darunter Reichskanzler von Bismarck, Graf von Moltke, Johannes Brahms, Clara Schumann, Max Bruch und Giuseppe Verdi. 1890 hatte der Verein bereits über 300 Mitglieder, gut ein Viertel davon aus dem angrenzenden Ausland sowie Großbritannien und den USA. Die Ehrenpräsidentschaft übernahm der Geiger Joseph Joachim (1831–1907), der sich als Interpret von Beethovens Violinkonzert in D-Dur (op. 61) einen Namen gemacht hatte und mit seinem Joachim-Quartett Beethovens Streichquartetten zum Durchbruch verhalf. 1890 veranstaltete der Verein erstmals ein fünftägiges Musikfest mit ausschließlich Kammermusik von Beethoven, aus dem im Laufe der Zeit die im Zweijahresrhythmus stattfindenden Kammermusikfeste des Beethoven-Hauses entstanden. Durch das Engagement von Joseph Joachim und mit Hilfe vieler anerkannter Musiker erspielten die Konzertveranstaltungen eine finanzielle Grundlage für die Unterhaltskosten der Gebäude und für die Vereinsaktivitäten. In der Zeit des 1. Kammermusikfestes fand die bis heute größte Beethoven-Ausstellung statt, in der 360 Leihgaben aus ganz Europa gezeigt werden konnten.

Finnische Politiker besuchen das Beethoven-Haus am 15. März 1960

Am 10. Mai 1893, zu Beginn des zweiten Kammermusikfests, konnte auch das Beethoven-Haus als Gedenkstätte und Museum für Beethovens Leben, Werk und Wirkung eröffnet werden. Die Aufgaben wurden in der Satzung von 1896 wie folgt formuliert: Pflege des Andenkens Ludwig van Beethovens durch Museum und Sammlung, Veranstaltung musikalischer Aufführungen, Preisausschreibungen und Stipendien zur Förderung des Komponistennachwuchses sowie eigene literarische Veröffentlichungen.[118] In den folgenden Jahrzehnten war die Tätigkeit des Vereins Beethoven-Haus geprägt durch die Kammermusikfeste (30 Feste bis 1954) und den Aufbau der Sammlung. Zur Ergänzung der musealen und musikpraktischen Leistungen wandte man sich nun auch verstärkt der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Beethoven zu. Zum Gedenkjahr 1920 (dem 150. Geburtstag Beethovens) eröffnete der Verein Beethoven-Haus eine eigene wissenschaftliche Publikationsreihe. Und um die Beethovenforschung im Beethoven-Haus auf Dauer zu verankern, gründete er zu Beethovens 100. Todestag 1927 das Beethoven-Archiv. In der Zeit des „Dritten Reichs“ unter seinem Vereinsvorsitzenden und Leiter des Beethoven-Archivs Ludwig Schiedermair (1876–1957) unterwarf sich das Beethoven-Haus frühzeitig und mehr, als es nötig gewesen wäre, nationalsozialistischer Ideologie und Kulturpolitik. Beethovens Deutschtum stand im Vordergrund der Beethoven-Interpretation und -Rezeption. Schon ab 1934 wurden keine jüdischen Musiker mehr zu den Kammermusikfesten engagiert; spätestens 1936 waren die jüdischen Mitglieder aus dem Verein verschwunden, und im Vereinsvorstand hatte Schiedermair, der mit den Institutionen der deutschen Musikwissenschaft gut vernetzt und Mitglied in der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg war, das Führerprinzip durchgesetzt.[119] In der Nachkriegszeit unter dem Vorsitz des Baurats Theodor Wildeman und dem Archivleiter Joseph Schmidt Görg trat wieder mehr das Ziel der „Pflege des Andenkens und des Werkes“ Beethovens durch eine verstärkte Hinwendung zur Gesamtausgabe der Skizzen, Werke und Lebenszeugnisse Beethovens in den Vordergrund, das in die Satzungen der Nachkriegszeit Eingang fand.[120] Zum 100-jährigen Bestehen des Vereins Beethoven-Haus 1989 konnte der Neubau eines Archiv- und Bürogebäudes mit einem Kammermusiksaal bezogen werden.[121]

Die Arbeit des Beethoven-Hauses als gemeinnützige Kulturinstitution erfolgt in klarem Bekenntnis zur freiheitlich- demokratischen Grundordnung und den Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung, denen sich das Beethoven-Haus verpflichtet sieht.[122] Sie ist wie die jedes Kulturträgers gesellschaftlichem Wandel unterworfen, an dem sich ihre Ergebnisse messen lassen müssen. Kritik des Museums als nicht zeitgemäß und an der wissenschaftlichen Forschungen als reaktiv[123][124] gab es ebenso wie Auszeichnungen, so der „innovativen Verknüpfung von Museum, Forschungsstätte und Neue Medien“ durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und der Initiative Deutschland – Land der Ideen.[125][126] Heute prägen die Schwerpunkte Sammeln und Bewahren, Erforschen und Erschließen, Präsentieren, Publizieren, Vermitteln und Interpretieren die Arbeit des Beethoven-Hauses. Museum und Sammlung, Digitales Beethoven-Haus, Kammermusikveranstaltungen, Forschungszentrum „Beethoven-Archiv“, Förderung des musikalischen und wissenschaftlichen Nachwuchses wirken zusammen, um Beethovens Relevanz für die Gesellschaft zu zeigen und erfahrbahr zu machen, um.[127] 2014 feierte der Verein Beethoven-Haus sein 125-jähriges Bestehen. Das war für das Beethoven-Haus der Anlass, sich seiner Vereinsgeschichte zuzuwenden. Bisher wurde dazu in einem externen Forschungsprojekt die Geschichte des Beethoven-Hauses 1933-1945 aufgearbeitet.[128] Im Jahr 2020 wurde der 250. Geburtstag des Komponisten begangen. Unter dem Zeichen BTHVN (für Beethoven) übernahm das Beethoven-Haus Bonn im Auftrag des Bundes zentrale Funktionen bei der Gestaltung und Koordination der Aktivitäten. Ein wesentliches Ziel war es, Beethoven für das 21. Jahrhundert zu erschließen.[129][130] In Folge der unvorhersehbaren Corona-Pandemie fielen zahlreiche Veranstaltungen aus, wurden verschoben oder fanden in anderen Formen als geplant statt. Die Aktualität Beethovens zu unterstreichen fand 200 Jahre nach der Uraufführung der Neunten Symphonie Beethovens eine Wiederaufführung in der Rekonstruktion des Konzerts vom 7. Mai 1824, das Beethoven selbst mitgestaltet hatte, begleitet von einer Reihe von Veranstaltungen statt.

Organisationsstruktur und Leitung des Vereins

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Der 1896 in den Stand einer juristischen Person erhobene Verein Beethoven-Haus setzt sich zusammen aus der Mitgliederversammlung, dem Vorstand, dem Kuratorium und Beiräten mit beratender Funktion, die – mit Ausnahme des Direktors – ihre Aufgaben ehrenamtlich wahrnehmen.[131] Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Schatzmeister und dem Schriftführer sowie deren Stellvertretern, dazu bis zu fünf Beisitzern sowie dem Direktor des Beethoven-Hauses und seinem Stellvertreter. Der Vorstand wird, mit Ausnahme des Direktors, von den Mitgliedern auf jeweils vier Jahre gewählt.[132] Die Position des Direktors des Beethoven-Hauses – bis dahin in Personalunion mit dem Leiter des Beethoven-Archivs wahrgenommen – wurde 1998 als eigene, den verschiedenen Abteilungen übergeordnete Institution geschaffen. Der Direktor steht der Verwaltung vor, er führt die laufenden Geschäfte und ist verantwortlich für die Einrichtungen des Vereins und die Projekte.[133] 1998 wurde Andreas Eckhardt[134] zum Direktor bestellt. Ihn löste 2009 Philipp Adlung ab. Von 2010 bis April 2012 leitete Manfred Harnischfeger das Beethoven-Haus. Seit Mai 2012 ist Malte Boecker Direktor des Beethoven-Hauses. Mit Genehmigung der neuen Satzung am 22. März 2013 durch die Bezirksregierung Köln wurde er zum geschäftsführenden Vorstand des Vereins Beethoven-Haus bestellt.[135]

Das Kuratorium dient der Förderung des Vereinszwecks und der Zusammenarbeit mit den Zuwendungsgebern. Ihm gehören daher – neben dem Vorsitzenden, dem Schatzmeister und dem Schriftführer sowie dem Direktor mit beratender Stimme – je ein Vertreter der Bundesregierung, des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Rheinland und der Stadt Bonn an.[136]

Vereinsvorsitzende:[137][138]

Hermann Josef Abs in den 1970er Jahren

Am 7. Mai 1945 wird auf Veranlassung der Militärregierung zur Geschäftsführung des Vereins ein Verwaltungsrat unter der Leitung von Theodor Wildeman eingesetzt.[139]

ab 2016 mit dem Titel Präsidentin/Präsident

Von Anfang an haben Personen aus allen Schichten der Bevölkerung und Fachgebieten mit ihrer Mitgliedschaft den Verein getragen. Heute zählt er fast 800 Mitglieder. Zahlreiche herausragende Persönlichkeiten des Musiklebens wurden und werden mit der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt.

Rund die Hälfte seiner Mittel erhält der Trägerverein von der öffentlichen Hand (Bund, Land NRW, Stadt Bonn), die anderen 50 % des Haushaltes bringt es durch Spenden und Sponsoring, durch eigenwirtschaftliche Aktivitäten und projektbezogene Drittmittel von Stiftungen und anderen Fördereinrichtungen auf. Die 1999 gegründete gemeinnützige „Stiftung Beethoven-Haus Bonn“ unterstützt mit ihren Zinserträgen ausschließlich Projekte des Beethoven-Hauses. Spender, die das Stiftungskapital vergrößern, werden mit den Ehrentiteln Patron, Donator oder Stifter ausgezeichnet. Wirtschaftlich akzentuierte Aktivitäten, wie der Museumsshop und die Bildrechtevergabe, sind in die Beethoven-Haus Vertriebsgesellschaft mbH ausgegliedert worden. Ihr Gewinn wird wiederum in den öffentlich geförderten Haushalt abgeführt.[140]

  • Joseph Schmidt-Görg: Katalog der Handschriften des Beethoven-Hauses und des Beethoven-Archivs Bonn. Bonn 1935.
  • Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren – Edieren und Auswerten. Aus der Gründungszeit des Beethoven-Archivs. In: Bonner Beethoven-Studien. Band 5 (2006), S. 71–93.
  • Michael Ladenburger, Franz Josef Talbot, Silke Bettermann: Das Ensemble Beethoven-Haus in Bonn (= Rheinische Kunststätten. Nr. 510). Neusser Druckerei und Verlag, Neuss 2008, ISBN 978-3-86526-033-8.
  • Silke Bettermann, Walther Brauneis, Michael Ladenburger: Von der Bonngasse ins Schwarzspanierhaus. Beethoven-Häuser in alten Ansichten (= Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses. Begleitpublikationen zu Ausstellungen, Band 11), Korrigierte Nachauflage. Verlag Beethoven-Haus, Bonn 2005, ISBN 3-88188-066-6.
  • Joseph Schmidt-Görg: Beethoven. Die Geschichte seiner Familie (= Veröffentlichungen des Beethovenhauses in Bonn. NF, 4. Reihe, Band 1). Verlag Beethoven-Haus, Bonn / G. Henle-Verlag, München-Duisburg 1964.
  • Familie Beethoven im kurfürstlichen Bonn. Neuauflage nach den Aufzeichnungen des Bonner Bäckermeisters Gottfried Fischer. Übertragen, kommentiert, illustriert und herausgegeben von Margot Wetzstein, Verlag Beethoven-Haus, Bonn 2006, ISBN 3-88188-098-4.
  • Theodor Wildeman: Die Instandsetzung von Beethovens Geburtshaus und der Umbau des Beethovenarchivs in Bonn in den Jahren 1935–37. In: Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege. 14./15. Jg. (1938), S. 540–545.
  • Ortwin Wildeman: Das Beethovenhaus Bonn am 11. Mai 1945. Zur Erinnerung an Theodor Wildeman und Heinrich Hasselbach. In: Bonner Geschichtsblätter 49/50, Bonn 1999/2000 (2001), S. 491–498.
  • Herbert Grundmann (Hrsg.): Verein Beethoven-Haus Bonn 1889–1964. Verlag Beethoven-Haus, Bonn 1964.
  • 1889–1989. Verein Beethoven-Haus. [Festschrift zum 100-jährigen Bestehen]. Verlag Beethoven-Haus, Bonn 1989.
  • Verein Beethoven-Haus (Hrsg.): Neue Satzungen, Inventar des Museums, Verzeichnis der Mitglieder des Vereins Beethoven-Haus in Bonn. Universitäts-Buchdruckerei von Carl Georgi, Bonn 1896.
  • Ferdinand August Schmidt: Beethoven-Haus. Die Gründung des Vereins Beethoven-Haus und die Geschichte der beiden ersten Jahrzehnte seiner Tätigkeit. Nach meinen Erinnerungen, Aufzeichnungen und urkundlichem Material zusammengestellt. Bonn 1928 (als Manuskript gedruckt).
  • Patrick Bormann: Das Bonner Beethoven-Haus 1933–1945. Eine Kulturinstitution im „Dritten Reich“ (= Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses Bonn. Reihe IV: Schriften zur Beethoven-Forschung, Band 27). Bonn 2016, ISBN 978-3-88188-148-7.
  • Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethoven-Haus Bonn (Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses Bonn. Für Kenner und Liebhaber). Verlag Beethoven-Haus, Bonn 2008, ISBN 978-3-88188-112-8.
  • Ludwig Finscher: Rückblick nach vorn. Musikalische Denkmäler und Musikleben. In: Bonner Beethoven-Studien. 6 (2007), ISBN 978-3-88188-110-4, S. 189–196.
  • Friederike Grigat: Die Bibliothek des Beethoven-Archivs in Bonn. In: Forum Musikbibliothek. 2000, 21, S. 53–57.
  • Maria Rößner-Richarz, Christine Siegert (Hg.), Joseph Joachim: Botschafter Beethovens (Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses Bonn. Für Kenner und Liebhaber, NF, 4), Bonn 2025, ISBN 978-3-88188-178-4
Commons: Beethoven-Haus, Bonn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Ladenburger, Talbot, Bettermann, Das Ensemble Beethoven-Haus, Nuess 2008.
  2. Satzung 2024, Präambel, § 3 Gemeinnützigkeit.
  3. Adressbuch der Stadt Bonn und der Gemeinde Poppelsdorf, Bonn 1870, S. 22 (Bonngasse). In: digitale-sammlungen.ulb.uni-bonn.de, abgerufen am 5. Mai 2026.
  4. Plan zum Häuser-Verzeichnis der Stadt Bonn von 1773. Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Bonn, Ba 080, wiedergegeben in: Christian Schlöder, Die Bevölkerungsentwichlung Bonns im 18. Jahrhundert. In: rheinische-geschichte.lvr.de, abgerufen am 6. Mai 2026.
  5. 1889–1989. Verein Beethoven-Haus. [Festschrift zum 100-jährigen Bestehen].
    1. 51
  6. Theodor Wildeman: Die Instandsetzung von Beethovens Geburtshaus und der Umbau des Beethovenarchivs in Bonn in den Jahren 1935–1937. 1938, S. 540–545.
  7. Ortwin Wildeman: Das Beethovenhaus Bonn am 11. Mai 1945. 2001, S. 491–498.
  8. Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (Hrsg.): Kulturberichte. 2/1999, S. 36 (anlässlich der Preisverleihung am 3. September 1999).
  9. Bonner Rundschau, 29. Januar 1999
  10. Rheinische Heimatpflege, Jg. 37, 2000, S. 154.
  11. Appassionato 43, November 2019, S. 9–11
  12. Maria Rößner-Richarz: Das Beethoven-Haus in Bonn. 130 Jahre Denkmalpflege im Zeichen Ludwig van Beethovens, in: Wo Musik entsteht. Musikergedenkstätten in Niederösterreich (Denkmalpflege in Niederösterreich, 63), St. Pölten 2020, S. 50–53.
  13. Joseph Schmidt-Görg: Beethoven. 1964, S. 85–90
  14. Margot Wetzstein: Familie Beethoven im kurfürstlichen Bonn. 2006, S. 31ff. Hier auch Näheres zur Genealogie der Familie.
  15. Norbert Schloßmacher, Der erste Auftritt … Ludwig van Beethovens Taufe im Kirchenbuch von St. Remigius. Faksimile und Kommentar (Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses Bonn, Jahresgabe des Vereins Beethoven-Haus 2019).
  16. Silke Bettermann u. a.: Von der Bonngasse ins Schwarzspanierhaus. 2005, S. 43 ff.
  17. Margot Wetzstein: Familie Beethoven im kurfürstlichen Bonn. 2006, S. 27, 37–51 und 151. Die Aufzeichnungen des Bäckermeisters Fischer gewähren einen guten Einblick in das Leben des jungen Ludwig van Beethoven und seiner Familie.
  18. Silke Bettermann u. a.: Von der Bonngasse ins Schwarzspanierhaus. 2005, S. 46 ff.
  19. Im November 2012 wurde das Beethoven-Haus dafür von der Initiative des Landes NRW „Germany at its best“ ausgezeichnet.
  20. Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethoven-Haus Bonn. 2008, S. 23.
  21. Michael Ladenburger u. a.: Das Ensemble Beethoven-Haus. 2008, S. 9–14.
  22. Bernhard Hartmann: Das Museum sucht die Nähe zum Publikum. In: Bonner General-Anzeiger vom 22. Februar 2019, S. 9.
  23. 1 2 appassionato 43, November 2019, S. 9–11.
  24. Friederike Grigat: Die Sammlung Wegeler im Beethoven-Haus Bonn. Kritischer Katalog (= Bonner Beethoven-Studien. Band 7). Verlag Beethoven-Haus, Bonn 2008, ISBN 978-3-88188-111-1.
  25. Nicole Kämpken, Michael Ladenburger: Auf den Spuren Beethovens. Hans Conrad Bodmer und seine Sammlungen. (= Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses. Ausstellungskataloge Band 17). Verlag Beethoven-Haus, Bonn 2006, ISBN 3-88188-099-2.
  26. Beziehungsweisen. Beethoven und die Familie Brentano | Ausstellung im Beethoven-Haus Bonn, 15. April bis 27. Juli 2026 (PDF), auf internet.beethoven.de
  27. Stefan Zweig und Beethoven, s. appassionato. Nachrichten aus dem Beethoven-Haus, Nr. 34 (2015), S. 11.
  28. appassionato 43, November 2019, S. 20–23.
  29. Zündstoff Beethoven. Rezeptionsdokumente aus der Paul Sacher Stiftung, Begleitbuch zur Ausstellung im Beethoven-Haus Bonn, 2. Juni bis 3. Oktober 2021, abgerufen am 29. April 2026.
  30. Vergangene Sonderausstellung | Tonkunst, auf beethoven.de
  31. https://internet.beethoven.de/pdf-web/appassionato_53.pdf, S. 21–23.
  32. Appassionato Nr. 54, Mai 2025, S. 9.
  33. agon-ev.de Beethoven // Opus 360, auf agon-ev.de, abgerufen am 29. April 2026
  34. Appassionato 53, S. 24–25.
  35. Beethovenausstellung 2019/2020
  36. Die schönsten deutschen Bücher, auf stiftung-buchkunst.de, abgerufen am 31. Mai 2026.
  37. Beethoven-Haus Bonn, auf museumsbund.de, abgerufen am 17. Juni 2026
  38. www. musikermuseen.de, abgerufen am 19. Juni 2026
  39. Rheinischer Verein für Dankmalpflege und Landschaftsschutz
  40. Mitglieds-Institute, auf aski.org, abgerufen am 17. Juni 2026.
  41. Internetausstellungen, abgerufen am 30. Mai 2026.
  42. Homepage vom 28. Mai 2026 .
  43. Virtuelle Führungen, auf beethoven.de, abgerufen am 1. Juni 2026.
  44. General-Anzeiger für Bonn vom 28. November 2005.
  45. Appassionato 41, November 2028, S. 17–19.
  46. .
  47. Digitalisierung, auf www.beethoven.de
  48. Kölner Stadt-Anzeiger, 5. Oktober 1989
  49. General-Anzeiger für Bonn, 2. Mai 1990
  50. General-Anzeiger für Bonn, 23./24. November 1991.
  51. Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethoven-Haus Bonn. 2008, S. 45. Vgl. auch die Jahresprogramme zu den Konzertreihen und Sonderveranstaltungen.
  52. Martella Gutiérrez-Denhoff: Der neue Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses: eine Verbindung von Tradition und Moderne. In: Bonner Universitätsblätter 1991, S. 25–34.
  53. Beleg erg.
  54. Programmheft zitieren
  55. Appassionato 44, Mai 2020, S. 10.
  56. Appassionato 52, April 2024, S. 6–8.
  57. [Beethoven-Haus Bonn, Hg.]: Resound Beethoven 9. Das Programm der Uraufführung 7. 8nd 8. Mai 2024. Historische Stadthalle Wuppertal, Bonn 2024.
  58. Eine Übersicht über die Meisterkurse von 2006 bis 2024 in: Appassionato 55, November 2025, S. 12–13.
  59. Appassionato 55, November 2025, S. 8.
  60. Rückblick über vergangene Kinderaktionen im Beethoven-Haus.
  61. Appassionato 49, S. 32.
  62. Ralf J. Günther: Beethoven in bits und bytes. In: Die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, 2007, Heft 3, S. 6–11.
  63. Markus Gloe u. a.: Perlen im Netz. Ausgewählte Internetseiten für Schule und Unterricht. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2009, ISBN 978-3-8389-7015-8, S. 64–65.
  64. Übersicht über vergangene Kinderaktionen
  65. Verein Beethoven-Haus Bonn. Satzung 2024 / Stiftung Beethoven-Haus Bonn. Satzung 1999, S. 1 „Präambel“
  66. Satzung, § 1.
  67. Stiftungsurkunde vom 22. Juni 1927 (die staatliche Genehmigung wurde am 15. März 1928 erteilt) (Beethoven-Haus Bonn, Archiv des Vereins Beethoven-Haus).
  68. Bonn als Zentrum der Beethoven-Forschung. Universität und Beethoven-Archiv als "An-Institut" kooperieren, in: Forsch. Bonner Universitäts-Nachrichten, 2020, H. 1, S. 11.
  69. Beethoven-Archiv unter neuer Leitung. In: appassionato. Nachrichten aus dem Beethoven-Haus, Nr. 18. (2007); appassionato. Nachrichten aus dem Beethoven-Haus, Nr. 34 (2015).
  70. appassionato. Nachrichten aus dem Beethoven-Haus, Nr. 34 (2015).
  71. Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethoven-Haus Bonn. 2008, S. 15–21.
  72. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren. 2006, S. 78.
  73. Ludwig Finscher: Rückblick nach vorn. 2007, S. 191.
  74. Siehe Literaturverzeichnis.
  75. Friederike Grigat, Die Sammlung Wegeler im Beethoven-Haus Bonn. Kritischer Katalog (Bonner Beethoven-Studien, 7), Bonn 2008.
  76. Bernhard R. Appel und Michael Ladenburger, Das Autograph von Beethovens Diabelli-Variationen (Veröffentlichungen des Vereins Beethoven-Haus; Jahresgabe des Vereins Beethoven-Haus 2012, 28), Bonn 2012.
  77. Julia Ronge, ‚wann wird auch der Zeitpunkt kommen wo es nur Menschen geben wird‘. Ein unbekannter Brief Beethovens an Heinrich von Struve (Veröffentlichungen des Vereins Beethoven-Haus; Jahresgabe des Vereins Beethoven-Haus 2018, 34), Bonn 2018.
  78. Appassionato Nr. 54, Mai 2025, S. 4–9.
  79. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren. 2006, S. 78.
  80. Ludwig Finscher: Rückblick nach vorn. 2007, S. 191.
  81. Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethoven-Haus Bonn. 2008, S. 33.
  82. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren, 2006, S. 78 (§ 3 der Satzung vom 27. Juli 1927) und S. 86.
  83. Friederike Grigat: Die Bibliothek des Beethoven-Archivs. 2000, S. 54, ergänzt durch aktuelle Zahlen.
  84. Siehe Nicole Kämpken und Michael Ladenburger: Auf den Spuren Beethovens. Hans Conrad Bodmer und seine Sammlung, Bonn 2006.
  85. Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethoven-Haus Bonn, 2008, S. 34.
  86. Joseph Schmidt-Görg: Anton Schindlers musikalischer Nachlass im Beethoven-Archiv zu Bonn. In: Sborník praci Filozofické Fakulty Brnenské Univerzity, 9 (1965) (Festschrift für Jan Racek), S. [263]–272.
  87. Verzeichnis der Musikernachlässe in Deutschland. [Hrsg. vom Deutschen Bibliotheksinstitut und der Association Internationale des Bibliothèques, Archives et Centres des Documentation Musicaux (AIBM) – Gruppe Deutschland e. V.]. Ehemaliges Bibliotheksinstitut, Berlin 2000, S. 71–72.
  88. Patrick Bormann: Das Bonner Beethoven-Haus 1933–1945. Eine Kulturinstitution im „Dritten Reich“ (= Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses Bonn. Reihe IV: Schriften zur Beethoven-Forschung, Band 27). Bonn 2016.
  89. Michael Custodis, Wem gehört Beethoven. Ein internationales Projekt auf Spurensuche, in: Appassionato 51, S. 17–19.
  90. Widmungen bei Haydn und Beethoven. Personen – Strategien – Praktiken. Bericht über den Internationalen musikwissenschaftlichen Kongress, Bonn, 29. September bis 1. Oktober 2011, hrsg. von Bernhard R. Appel und Armin Raab (Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses Bonn, Reihe 4, Band 25), Bonn 2015.
  91. Zugleich The 4th New Beethoven Research Conference der US-amerikanischen Beethoven-Forschung.
  92. "Beethovens Vermächtnis". Mit Beethoven im Exil. Bericht über das internationale Symposium Bonn, 1. bis 3. März 2018. Mit einer Edition der gleichnamigen Studie von Paul Bekker, hg. von Anna Langenbruch, Beate Angelika Kraus und Christine Siegert (Veröffentlichungen des Beethovenhauses in Bonn, Neue Folge. Reihe 4, Schriften zur Beethovenforschung, 32), Bonn 2022.
  93. Musikwissenschaft "nach" Beethoven, Kongressbuch : XVII. internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung 28. September - 1. Oktober 2021 = Musicology "after" Beethoven, conference book. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Beethoven-Haus. (Redaktion: José Gálvez, Christin Heitmann, Tobias Janz u. a.), (Bonn), 2021.
  94. Siehe Themenheft Appassionato 52, April 2024, S. 7–8.
  95. Literatur: Schriftenreihe
  96. [Universität Münster, Institut für Musikwissenschaft, wissen.leben, 2025.]
  97. Michael Custodis, Wem gehört Beethoven. Ein internationales Projekt auf Spurensuche, in: Appassionato 51, S. 17–19.
  98. Elisabeth Reisinger, Titel ergänzen (Schriften zur Beethoven-Forschung, Musik am Bonner kurfürstlichen Hof).
  99. Armin Raab: Werk, Überlieferung und Edition. Die Neue Beethoven-Gesamtausgabe. Vortrag Beethoven-Symposion., Tokyo 1995 (Manuskript Bibliothek Beethoven-Haus).
  100. Ludwig Finscher: Rückblick nach vorn. 2007, S. 190–191, 194–195.
  101. Georg Kinsky: Das Werk Beethovens: thematisch-bibliographisches Verzeichnis seiner sämtlichen vollendeten Kompositionen. Nach dem Tode des Verfassers abgeschlossen und hrsg. von Hans Halm. G. Henle, München-Duisburg 1955.
  102. Ludwig van Beethoven. Thematisch-bibliographisches Werkverzeichnis. Bearb. von Kurt Dorfmüller, Norbert Gertsch und Julia Ronge. 2 Bände. München 2014.
  103. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren. 2006, S. 91–93.
  104. Beethovens Werkstatt. Beethoven-Archiv, abgerufen am 17. Januar 2019.
  105. Pressemitteilung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, 25. November 2013; WDR.de, Lokalseite Bonn, 17. Dezember 2013; Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
  106. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren. 2006, S. 90.
  107. Ludwig van Beethovens Konversationshefte, hg. von der Deutschen Staatsbibliothek Berlin von Karl-Heinz Köhler und Grita Herre u. a., Leipzig 1972 ff., zur Überlieferung und Edition vgl. Band 1 (1972), S. 5–16.
  108. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren. 2006, S. 89.
  109. Sieghard Brandenburg: Sammeln und Bewahren. 2006, S. 93.
  110. General-Anzeiger für Bonn, 27./28. Januar 2001 und 7./8. Februar 2004.
  111. Beethoven und der Leipziger Musikverlag Breitkopf & Härtel. In: Nicole Kämpken, Michael Ladenburger (Hrsg.): „ich gebe Ihrer Handlung den Vorzug vor allen andern“, Begleitbuch zu einer Ausstellung des Beethoven-Hauses Bonn (Begleitpublikationen zu Ausstellungen, 18), Bonn 2007.
  112. appassionato, Nr. 30, S. 11, beethoven-haus-bonn.de (Memento vom 1. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 4,2 MB).
  113. Patrick Bormann: Das Bonner Beethoven-Haus 1933-1945. Eine Kulturinstitution im „Dritten Reich“ (Schriften zur Beethoven-Forschung, 27). Bonn 2016.
  114. Friederike Grigat: Die Bibliothek des Beethoven-Archivs in Bonn. In: Forum Musikbibliothek. 21, 2000, S. 54.
  115. Friederike Grigat: Beethovens Bibliothek wird rekonstruiert. In: appassionato. Nachrichten aus dem Beethoven-Haus, Jg. 26 (2011), S. 3–4.
  116. Michael Ladenburger u. a.: Das Ensemble Beethoven-Haus. 2008, S. 22.
  117. Bonner General-Anzeiger, 9. Mai 1893, S. 6, zitiert nach Rainer Cadenbach: Joseph Joachims Programme. Die große Zeit der Bonner Kammermusikfeste von 1890 bis 1907. In: 1889–1989, 1989, S. 65–90, S. 66.
  118. Neue Satzungen 1896, S. 1 [Druck: Beethoven-Haus Bonn].
  119. Patrick Bormann: Das Bonner Beethoven-Haus (s.o).
  120. Satzung 2024 §. 2
  121. Franz Pesch: Neues Bauen in historischer Umgebung. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen und dem Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr in Nordrhein-Westfalen. Rudolf Müller-Verlag, Köln 1995, ISBN 3-481-00755-8, S. 86–89.
  122. Satzung 2024, Präambel
  123. Krach im Leuchtturm. In: Der Spiegel. Nr. 34, 1994, S. 164 f. (online).
  124. Andreas Rossmann: Wie ein Reformer gestürzt wurde. Scharfe Dissonanzen: Der Vorstand des Beethoven-Hauses in Bonn ließ dessen Direktor Philipp Adlung scheitern und hintertreibt die längst fällige Erneuerung. In: FAZ. 11. März 2011, S. 35.
  125. General-Anzeiger für Bonn, 26. September 2006.
  126. Kölner Stadt-Anzeiger, 27. September 2006.
  127. appassionato, Nr. 28, 2012, beethoven-haus-bonn.de (Memento vom 1. März 2014 im Internet Archive) (PDF).
  128. Patrick Bormann: Das Bonner Beethoven-Haus 1933-1945 (s. o.).
  129. appassionato, Nr. 34, 2015, S. 2, beethoven-haus-bonn.de (Memento vom 19. September 2015 im Internet Archive) (PDF).
  130. Abschlussdokumentation zum Beethoven-Jubiläum. In: internet.beethoven.de (PDF).
  131. Satzung 2013, § 6, [Druck: Verlag Beethoven-Haus, Bonn 2013].
  132. Satzung 2013, § 9.
  133. Satzung 2013, § 13.
  134. Beethovenstiftung-Bonn (Memento vom 5. Januar 2016 im Internet Archive)
  135. Satzung 2013, § 9.
  136. Satzung 2013, § 14.
  137. Vereinsprotokolle [Beethoven-Haus, Bonn]
  138. Paul Egon Hübinger: Gründung und Stifter des Vereins Beethoven-Haus. In: 1889–1989, Verein Beethovenhaus. 1989, S. 9–64.
  139. Ortwin Wildeman: Das Beethovenhaus Bonn am 11. Mai 1945. 2001, S. 496.
  140. Andreas Eckhardt: The / Das / La Beethovenhaus Bonn. 2008, S. 13–14.

Koordinaten: 50° 44′ 13″ N,  6′ 5″ O