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Arlberg-Kandahar-Rennen

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Logo des Kandahar Ski Clubs
Logo des Rennens in Sestriere

Die Arlberg-Kandahar-Rennen (AK) sind eine traditionsreiche Sportveranstaltung im alpinen Skisport. Die Premiere fand 1928 in St. Anton am Arlberg statt. Weitere bekannte Austragungsorte sind Mürren, Chamonix, Sestriere und Garmisch-Partenkirchen.

Namensgeber sind die beiden ursprünglichen Veranstalter des Rennens, der Ski-Club Arlberg in Österreich und der britische Kandahar Ski Club im schweizerischen Mürren. Letzterer trägt den Namen des englischen Heerführers Frederick Roberts, dem nach seiner Rückkehr aus Afghanistan der Titel Earl of Kandahar („Graf von Kandahar“) verliehen wurde. Beim ersten klassischen Abfahrtslauf in der Geschichte des Skisports in Crans-Montana im Jahre 1911 stiftete Roberts den Siegerpokal.[1][2]

Der Skipionier Arnold Lunn, Mitbegründer des Kandahar Ski Club, lernte 1927 Hannes Schneider vom Ski Club Arlberg kennen. Gemeinsam organisierten sie im selben Jahr in St. Anton am Arlberg ein Skirennen für die örtliche Jugend, für das Arnold Lunn einen Slalom aussteckte. Diese Disziplin war in ihrer „modernen“, von Lunn entwickelten Form bis dahin am Arlberg unbekannt. Die Veranstaltung war erfolgreich, und so wurde am 3. und 4. März 1928[3][4] am Galzig zum ersten Mal das Arlberg-Kandahar-Rennen ausgetragen. Der aus Slalom und Abfahrt bestehende Wettbewerb war die erste Alpine Kombination in der Geschichte des Skisports, die für alle Skirennläufer zugänglich war. Zuvor hatte es Kombinationsentscheidungen nur bei Universitäts-Wettkämpfen gegeben, deren Teilnehmer Mitglieder einer Universitätsmannschaft sein mussten. Am ersten AK-Rennen nahmen 45 Läufer aus Österreich, der Schweiz, England und den USA teil. Bereits zwei Jahre später errangen die Gründungsväter einen wichtigen Erfolg: Der bislang von den traditionsreichen nordischen Disziplinen beherrschte Weltskiverband FIS erkannte 1930 den alpinen Skisport offiziell an und nahm Abfahrt, Slalom und Kombination in sein Regelwerk auf.

Auch in den Jahren 1929 und 1930 fand das AK in St. Anton statt. Ab 1931 bis zum Zweiten Weltkrieg waren abwechselnd Mürren und der Arlberg Austragungsorte. Ein Situationsbericht von 1947 schildert, dass, bis auf Schweizer Flaggen und hie und da noch ein «Bernerfähnli» bei dieser ersten Nach-Kriegsveranstaltung mit Skifahrern aus 10 Nationen, nicht einmal der «Union Jack», eigentlich zu Ehren des durch den britischen Kandahar-Ski-Club organisierten großen internationalen Rennen, zu sehen waren. Es war die Absicht, «Internationalität, ohne Zeichen von Nationalismus, Sport um des Sportes willen, zu zeigen».[5] 1948 kam Chamonix als dritter Ausrichter hinzu, doch nahmen an den Rennen am 6./7. März seitens der Schweiz nur drei Herren teil, da dem Parsenn-Derby der Vorzug gegeben wurde[6]

Bei den Mürren-Rennen (10. bis 12. März 1950) galt erstmals ein neues Reglement, dass die Damenabfahrt nicht am selben Tag wie die der Herren und außerdem auf einer anderen Strecke zu fahren war (sie wurde als erster Bewerb schon am 10. März ausgetragen). Demgegenüber fanden der Herren- und Damen-Slalom mit 36 bzw. 15 Teilnehmern am 12. März auf dem identischen Kurs statt.[7] Sestriere und Garmisch-Partenkirchen wurden 1951 bzw. 1954 neue Kandahar-Orte (laut den damaligen Berichten wurde Deutschland selbst, nicht direkt GA-PA, als Kandahar-Veranstalter aufgenommen, was bei der Schlusssitzung am 15. März 1953 bei den das Jahr zuvor in St. Anton veranstalteten Rennen beschlossen wurde).[8] Im Abfahrtstraining am 14. März 1952 in Chamonix brach sich Lucienne Schmith das rechte Bein.[9]

1963, als die Rennen vom 8. bis 10. März in Chamonix (Les Houches) ausgetragen wurden, gab es schwere Stürze im Abfahrtstraining auf der Piste Verte. Betroffen waren bekannte Fahrer wie die beiden Österreicher Gerhard Nenning (Fußknöchelbruch) und Egon Zimmermann (Bänderzerrung im Fußgelenk), die Franzosen Gaston Perrot (Beckenbruch und offener Beinbruch nach Aufprall auf einem Baum) und Gilbert Arrippe (Armbruch) und der Schweizer Peter Schneeberger (Beinbruch). Die Damen drohten an, zur am 8. März stattfindenden Abfahrt wegen schlechter Präparierung nicht anzutreten. Letztlich wurden doch alle Rennen gefahren, wobei erst nach den Protesten mehr für die Sicherheit getan, die Herrenstrecke ordentlich präpariert wurde. Allerdings wurde die Herrenabfahrt am 9. März bei schlechter Sicht und weicher Piste zur Lotterie – so klassierte sich Karl Schranz mit Start-Nr. 4 mit 6 Sekunden Rückstand auf Rang 27, Kurt Huggler wurde mit Start-Nr. 59 als bester Schweizer Elfter.[10][11][12][13][14]

Die AK-Rennen waren bis zur Einführung des Alpinen Skiweltcups, nach den Olympischen Spielen und den Weltmeisterschaften, die prestigeträchtigsten Wettbewerbe im alpinen Skisport. Im Rahmen des Weltcups fanden weiterhin jährlich die AK-Rennen statt, jedoch verloren sie in den letzten Jahrzehnten stark an Bedeutung. Mürren und Sestriere zogen sich in den 1970er Jahren als Veranstalter zurück.

Ab der Einführung des Weltcups musste auch das Kombinations-System verändert werden. Abgesehen davon, dass Kombinationswertungen erst ab 1974/75 in Weltcup-Programm aufgenommen wurden, wurde vorerst der Kandahar-Slalom nicht als Weltcup-Bewerb anerkannt. Das lag daran, dass die Startreihenfolge sich nach dem Resultat des Abfahrtslaufes richtete (der Abfahrtssieger bekam die Start-Nummer 1, der Zweitplatzierte die Nummer 2 etc.; das war auch bei den übrigen großen Kombinationen ähnlich, allerdings hatte das Kandahar noch eine zusätzliche Besonderheit, denn es starteten die ersten 5 Nummern in gestürzter Reihenfolge, danach wurde mit der/dem Sechstplatzierten fortgesetzt[15]), während sich die Startnummern im Weltcup nach den „FIS-Weltranglisten“ richteten. So war es auch, dass vorerst der Großteil der Slalom-Weltelite nicht an diesen Kandahar-Slaloms teilnahm. Zwar gab es 1970 einen Rettungsversuch durch die Kandahar-Veranstalter in Form einer besonderen Slalom-Gruppierung, der aber nicht aufgegriffen wurde.[16] So gaben die Rennveranstalter in weiterer Folge nach und führten die Slaloms nach dem allgemein gültigen Reglement durch.

1977 konnte die Abfahrt nicht in St. Anton gefahren werden. Sie war bereits für den 5. Februar geplant, doch Sturm und Regen erzwangen vorerst eine Verlegung auf 6. oder 7. Februar, dann sogar 8. Februar (mit der Alternative, ansonsten am 6. oder 7. den Slalom auszutragen). So kam es, dass am 6. Februar der Slalom gefahren wurde, und am 7. Februar musste die Absage vorgenommen werden, denn die in Mitleidenschaft gezogene Abfahrtspiste konnte nicht mehr rechtzeitig präpariert werden (es wurde beschlossen, die Abfahrt in Laax nachzutragen). Eine weitere Verschiebung war nicht möglich, da die diversen nationalen Skiverbände in den folgenden Tagen ihre Meisterschaften angesetzt hatten.[17][18][19][20]

Die Bezeichnung Kandahar ist nach wie vor z. B. bei Namen von Rennstrecken wie der Kandahar-Abfahrt Garmisch oder der Kandahar Banchetta in Sestriere präsent. Die Abfahrt in St. Anton, die mittlerweile auf dem Kapall stattfindet, wurde für die WM 2001 umgebaut und trägt seither den Namen von Karl Schranz.

Saison Ort Disziplin Männer Frauen
1928 St. Anton Abfahrt  Friedrich Schneider  Lisbeth Polland
Slalom  Benno Leubner  Doreen Elliott
Kombination  Benno Leubner  Lisbeth Polland
1929 St. Anton Abfahrt  David Zogg  Audrey Sale-Barker
Slalom  Karl Neuner  Hilde Horn
Kombination  Karl Neuner  Audrey Sale-Barker
1930 St. Anton Abfahrt  Walter Prager  Inge Lantschner
Slalom  Emil Walch  Inge Lantschner
Kombination  Walter Prager  Inge Lantschner
1931 Mürren Abfahrt  Otto Furrer  Audrey Sale-Barker
Slalom  Bill Bracken  Audrey Sale-Barker
Kombination  Otto Furrer  Audrey Sale-Barker
1932 St. Anton Abfahrt  Otto Furrer  Hady Lantschner
Slalom  Otto Furrer u.  Franz Zingerle  Hady Lantschner
Kombination  Otto Furrer  Hady Lantschner
1933 Mürren Abfahrt  Walter Prager  Nini Zogg
Slalom  Hubert Salcher  Esmé MacKinnon
Kombination  Walter Prager  Esmé MacKinnon
1934 St. Anton Abfahrt  Otto Furrer  Jeanette Kessler
Slalom  Otto Furrer  Paula Wiesinger
Kombination  Otto Furrer  Jeanette Kessler
1935 Mürren Abfahrt  Willy Steuri  Anny Rüegg
Slalom  Hermann Steuri  Anny Rüegg
Kombination  Arnold Glatthard  Anny Rüegg
1936 St. Anton Abfahrt  Émile Allais  Gratia Schimmelpenninck
Slalom  Friedl Pfeifer  Gerda Paumgarten
Kombination  Friedl Pfeifer  Gerda Paumgarten
1937 Mürren Abfahrt  Wilhelm Walch  Erna Steuri
Slalom  Rudolf Cranz  Christl Cranz
Kombination  Émile Allais  Christl Cranz
1938 St. Anton wegen des Anschlusses Österreichs ans Deutsche Reich abgesagt
1939 Mürren Abfahrt  James Couttet  Verena Fuchs
Slalom  Rudolf Rominger  Marion Steedman und

 Beryl Greenland

Kombination  Rudolf Rominger  Marion Steedman
1940 Chamonix wegen des Zweiten Weltkrieges abgesagt
1947 Mürren Abfahrt  Zeno Colò  Celina Seghi
Slalom  Claude Penz  Trude Beiser
Kombination  James Couttet  Celina Seghi
1948 Chamonix Abfahrt  James Couttet  Anneliese Schuh-Proxauf
Slalom  Vittorio Chierroni  Celina Seghi
Kombination  James Couttet  Celina Seghi
1949 St. Anton Abfahrt  Zeno Colò  Jacqueline Martel
Slalom  Georges Schneider (Skirennfahrer)  Rosemarie Gebler-Proxauf
Kombination  Zeno Colò  Jacqueline Martel
1950 Mürren Abfahrt  James Couttet  Idly Walpoth
Slalom  James Couttet  Marysette Agnel
Kombination  James Couttet  Marysette Agnel
1951 Sestriere Abfahrt  Zeno Colò  Andrea Mead
Slalom  Othmar Schneider  Andrée Tournier
Kombination  Zeno Colò  Jacqueline Martel
1952 Chamonix Abfahrt  Fritz Huber  Mirl Buchner
Slalom  Fernand Grosjean  Erika Mahringer
Kombination  Fritz Huber  Erika Mahringer
1953 St. Anton Abfahrt  André Bonvin  Dorothea Hochleitner
Slalom  Andreas Molterer  Giuliana Minuzzo
Kombination  Andreas Molterer  Trude Klecker
1954 Garmisch Abfahrt  Ernst Oberaigner  Mirl Buchner
Slalom  Christian Pravda  Mirl Buchner
Kombination  Andreas Molterer  Mirl Buchner
1955 Mürren Abfahrt  Walter Schuster  Hilde Hofherr
Slalom  Fritz Huber  Giuliana Minuzzo
Kombination  Walter Schuster  Hilde Hofherr
1956 Sestriere Abfahrt  Andreas Molterer  Carla Marchelli
Slalom  Andreas Molterer  Madeleine Berthod
Kombination  Andreas Molterer  Madeleine Berthod
1957 Chamonix Abfahrt  Karl Schranz  Danièle Telinge
Slalom  Toni Mark  Lotte Blattl
Kombination  Karl Schranz  Lotte Blattl
1958 St. Anton Abfahrt  Karl Schranz  Danièle Telinge
Slalom  Karl Schranz  Josefa Frandl
Kombination  Karl Schranz  Josefa Frandl
1959 Garmisch Abfahrt  Karl Schranz  Erika Netzer
Slalom  François Bonlieu  Betsy Snite
Kombination  Karl Schranz  Anne Heggtveit
1960 Sestriere Abfahrt  Adrien Duvillard  Traudl Hecher
Slalom  Mathias Leitner  Marianne Jahn
Kombination  Adrien Duvillard  Marianne Jahn
1961 Mürren Abfahrt  Fritz Wagnerberger u.  Bruno Alberti  Traudl Hecher
Slalom  Josef Stiegler  Marianne Jahn
Kombination  Guy Périllat  Heidi Biebl
1962 Sestriere Abfahrt  Karl Schranz  Traudl Hecher
Slalom  Egon Zimmermann  Heidi Biebl
Kombination  Karl Schranz  Traudl Hecher
1963 Chamonix Abfahrt  Ludwig Leitner  Annie Famose
Slalom  François Bonlieu  Traudl Hecher
Kombination  François Bonlieu  Traudl Hecher
1964 Garmisch Riesenslalom  Jean-Claude Killy  Edith Zimmermann
Slalom  Jimmy Heuga  Jean Saubert
Kombination  Jimmy Heuga  Marielle Goitschel
1965 St. Anton Abfahrt  Karl Schranz  Annie Famose
Slalom  Gerhard Nenning  Heidi Biebl
Kombination  Gerhard Nenning  Marielle Goitschel
1966 Mürren Abfahrt abgesagt, durch einen Slalom ersetzt  Christl Haas
Slalom I  Gerhard Nenning  Christl Haas
Slalom II  Jean-Claude Killy
Kombination  Jean-Claude Killy  Christl Haas
1967 Sestriere Abfahrt  Jean-Claude Killy  Marielle Goitschel und
 Giustina Demetz
Slalom  Heinrich Messner  Florence Steurer
Kombination  Jean-Claude Killy  Marielle Goitschel
1968 Chamonix Abfahrt  Bernard Orcel  Nancy Greene
Slalom  Reinhard Tritscher  Nancy Greene
Kombination  Guy Périllat  Nancy Greene
1968/1969 St. Anton Abfahrt  Karl Schranz  Olga Pall
Slalom  Alfred Matt  Gertrud Gabl
Kombination  Karl Schranz  Gertrud Gabl
1969/1970 Garmisch Abfahrt  Karl Schranz  Françoise Macchi
Slalom abgesagt  Isabelle Mir
Kombination  Karl Schranz [21]  Michèle Jacot
1970/1971 Mürren Abfahrt abgesagt, Riesenslalom in Crans-Montana abgesagt, Ersatzrennen in Sugarloaf
Slalom  Jean-Noël Augert  Britt Lafforgue
Crans-Montana Riesenslalom  Henri Duvillard
Kombination  Patrick Russel
1971/1972 Sestriere Abfahrt abgesagt, Ersatzrennen in Kitzbühel  Annemarie Pröll
Slalom  Tyler Palmer  Françoise Macchi
Kombination  Françoise Macchi
1972/1973 Chamonix Abfahrt  Annemarie Pröll
Slalom  Marilyn Cochran
Kombination  Annemarie Pröll
St. Anton Abfahrt  Bernhard Russi
Slalom  Gustav Thöni
Kombination  Gustav Thöni
1973/1974 Garmisch Slalom  Christian Neureuther
Abfahrt  Roland Collombin
Kombination  David Zwilling
1974/1975 Saint-Gervais Slalom  Lise-Marie Morerod
Chamonix Slalom  Gustav Thöni
Abfahrt  Bernadette Zurbriggen
Megève Abfahrt  Walter Vesti
Kombination  Gustav Thöni  Annemarie Moser-Pröll
1975/1976 Garmisch Slalom  Fausto Radici
Wengen Abfahrt  Herbert Plank
Kombination  Walter Tresch
1976/1977 St. Anton Slalom  Ingemar Stenmark
Laax Abfahrt  Franz Klammer
Kombination  Sepp Ferstl
1977/1978 Saint-Gervais Slalom  Perrine Pelen
Megève Riesenslalom  Lise-Marie Morerod
Kombination  Lise-Marie Morerod
Chamonix Abfahrt  Ken Read
Slalom  Phil Mahre
Kombination  Peter Müller
1978/1979 Garmisch Abfahrt  Peter Wirnsberger
Slalom  Peter Lüscher
Kombination  Peter Lüscher
1979/1980 Chamonix Slalom  Ingemar Stenmark
Lake Louise Abfahrt  Herbert Plank
Kombination  Anton Steiner
1980/1981 St. Anton Abfahrt  Harti Weirather
Slalom  Ingemar Stenmark
Kombination  Phil Mahre
1981/1982 Garmisch Abfahrt  Steve Podborski
Slalom  Steve Mahre
Kombination  Steve Mahre
1982/1983 St. Anton Abfahrt  Peter Lüscher
Slalom  Steve Mahre
Kombination  Phil Mahre
1983/1984 Garmisch Abfahrt  Steve Podborski
Super-G  Andreas Wenzel
Kombination  Pirmin Zurbriggen
1984/1985 Garmisch Abfahrt  Helmut Höflehner
Super-G  Marc Girardelli
Kombination  Peter Müller
1985/1986 St. Anton Slalom  Ingemar Stenmark
Morzine Abfahrt  Anton Steiner
Kombination  Marc Girardelli
1986/1987 Garmisch Abfahrt  Pirmin Zurbriggen
Super-G  Markus Wasmeier
1988/1989 St. Anton Slalom  Armin Bittner
Abfahrt  Helmut Höflehner
Kombination   Pirmin Zurbriggen
1990/1991 Garmisch Abfahrt  Daniel Mahrer  Chantal Bournissen
Super-G  Günther Mader  Carole Merle
1991/1992 Garmisch Abfahrt  Markus Wasmeier
Super-G  Patrick Holzer
Slalom  Patrice Bianchi
Kombination  Paul Accola
1992/1993 St. Anton Super-G  Marc Girardelli
Abfahrt  Franz Heinzer
1993/1994 Chamonix Abfahrt  Kjetil André Aamodt
Slalom  Alberto Tomba
Kombination  Kjetil André Aamodt
St. Anton Abfahrt  Anja Haas
Slalom  Vreni Schneider
Kombination  Renate Götschl
1994/1995 Garmisch Super-G  Florence Masnada
Slalom  Alberto Tomba  Martina Ertl
1995/1996 St. Anton Abfahrt  Michaela Dorfmeister
Slalom  Elfriede Eder
Kombination  Anita Wachter
Garmisch Abfahrt  Luc Alphand
Super-G  Werner Perathoner
1996/1997 Chamonix Abfahrt  Kristian Ghedina
Slalom  Thomas Sykora
Kombination  Günther Mader
1997/1998 Garmisch Abfahrt  Andreas Schifferer
Super-G  Hermann Maier
1998/1999 St. Anton Abfahrt  Corinne Rey-Bellet
Super-G  Corinne Rey-Bellet
Slalom  Trine Bakke
Kombination  Janica Kostelić
1999/2000 Chamonix Abfahrt  Hermann Maier
Slalom  Angelo Weiss
Kombination  Kjetil André Aamodt
2000/2001 Sestriere Riesenslalom I  Michaela Dorfmeister
Slalom I  Hans Petter Buraas  Janica Kostelic
Riesenslalom II  Sonja Nef
Slalom II  Janica Kostelic
Garmisch Abfahrt  Fritz Strobl
Super-G  Christoph Gruber  Carole Montillet
Slalom  Janica Kostelić
2001/2002 Sestriere Slalom  Anja Pärson
Garmisch Super-G I  Fritz Strobl
Super-G II  Stephan Eberharter
2002/2003 Sestriere KO-Slalom  Ivica Kostelic  Anja Pärson
Garmisch Abfahrt  Stephan Eberharter
Super-G  Marco Büchel
2003/2004 Chamonix Abfahrt  Stephan Eberharter
Slalom  Giorgio Rocca
Kombination  Bode Miller
Garmisch Abfahrt I  Didier Cuche
Abfahrt II  Stephan Eberharter
Super-G  Hermann Maier
St. Anton Abfahrt  Hermann Maier
Slalom  Bode Miller
Sestriere Abfahrt  Daron Rahlves  Renate Götschl
Super-G  Hermann Maier  Nadia Styger
Riesenslalom Abgesagt  Anja Pärson
Slalom  Kalle Palander  Marlies Schild
2004/2005 Sestriere Slalom  Bode Miller
Chamonix Abfahrt  Hans Grugger
Slalom  Giorgio Rocca
Garmisch Abfahrt I  Michael Walchhofer
Abfahrt II  Michael Walchhofer
Super-G  Christoph Gruber
2005/2006 Garmisch Abfahrt  Hermann Maier
Super-G  Christoph Gruber
Chamonix Abfahrt Abgesagt
Super-Kombination  Benjamin Raich
2006/2007 Garmisch Abfahrt I  Andrej Jerman
Abfahrt II  Erik Guay
Slalom  Mario Matt
2007/2008 St. Anton Abfahrt  Lindsey Vonn
Super-Kombination  Lindsey Vonn
Chamonix Abfahrt  Marco Sullivan
Super-Kombination  Bode Miller
Sestriere Abfahrt  Lindsey Vonn
Super-G  Andrea Fischbacher u.  Fabienne Suter
2008/2009 Garmisch Abfahrt Abgesagt
Slalom  Manfred Mölgg  Lindsey Vonn
Super-G  Lindsey Vonn
Sestriere Riesenslalom  Didier Cuche
Super-Kombination  Romed Baumann
2009/2010 Garmisch Abfahrt  Carlo Janka  Maria Riesch
Super-G  Erik Guay  Lindsey Vonn
Riesenslalom  Carlo Janka  Tina Maze
Slalom  Felix Neureuther  Marlies Schild
2010/2011 Chamonix Abfahrt  Didier Cuche
Super-Kombination  Ivica Kostelić
Sestriere Abfahrt Abgesagt – Ersatzrennen in Tarvis
Super-Kombination Abgesagt – Ersatzrennen in Tarvis
2011/2012 Garmisch Abfahrt  Didier Cuche  Lindsey Vonn
Super-G Abgesagt – Ersatzrennen in Kvitfjell  Julia Mancuso
Chamonix Abfahrt  Jan Hudec
Super-Kombination  Romed Baumann
2012/2013 St. Anton Abfahrt  Alice McKennis
Super-G  Tina Maze
Garmisch Abfahrt  Christof Innerhofer  Tina Maze
Super-G I  Tina Weirather
Super-G II  Anna Fenninger
Riesenslalom  Alexis Pinturault
2013/2014 Garmisch Abfahrt Abgesagt – Ersatzrennen in St. Moritz Abgesagt – Ersatzrennen in Cortina
Super-G Abgesagt – Ersatzrennen in Cortina
Riesenslalom Abgesagt – Ersatzrennen in St. Moritz
2014/2015 Garmisch Abfahrt  Hannes Reichelt  Tina Weirather
Super-G  Lindsey Vonn
Riesenslalom  Marcel Hirscher
2015/2016 St. Anton Abfahrt Abgesagt – Ersatzrennen in Zauchensee
Super-G Abgesagt – Ersatzrennen in Zauchensee
Garmisch Abfahrt  Aleksander Aamodt Kilde  Lindsey Vonn
Super-G  Lara Gut
Riesenslalom Abgesagt – Ersatzrennen in Kranjska Gora
Chamonix Abfahrt  Dominik Paris
Alpine Kombination  Alexis Pinturault
2016/2017 Sestriere Riesenslalom  Tessa Worley
Slalom  Mikaela Shiffrin
Garmisch Abfahrt I  Travis Ganong  Lindsey Vonn
Abfahrt II  Hannes Reichelt
Super-G  Lara Gut
Riesenslalom  Marcel Hirscher
2017/2018 Garmisch Abfahrt I  Beat Feuz  Lindsey Vonn
Abfahrt II  Lindsey Vonn
Riesenslalom  Marcel Hirscher
2018/2019 St. Anton Abfahrt Abgesagt – Ersatzrennen in Cortina
Super-G Abgesagt – Ersatzrennen ausgefallen
Garmisch Abfahrt Abgesagt – Ersatzrennen in Kvitfjell  Stephanie Venier
Super-G  Nicole Schmidhofer
Riesenslalom Abgesagt – kein Ersatzrennen
2019/2020 Sestriere Riesenslalom  Federica Brignone
 Petra Vlhová
Parallel-Slalom  Clara Direz
Garmisch Abfahrt  Thomas Dreßen  Viktoria Rebensburg
Super-G  Corinne Suter
Riesenslalom  Alexis Pinturault
Chamonix Slalom  Clément Noël
Parallel-Riesenslalom  Loïc Meillard
2020/2021 St. Anton Abfahrt  Sofia Goggia
Super-G  Lara Gut-Behrami
Garmisch Abfahrt  Dominik Paris
Super-G I  Vincent Kriechmayr  Lara Gut-Behrami
Super-G II  Lara Gut-Behrami
Chamonix Slalom I  Clément Noël
Slalom II  Henrik Kristoffersen
2021/2022 Garmisch Abfahrt  Corinne Suter
Super-G  Federica Brignone
 Cornelia Hütter
Slalom I  Henrik Kristoffersen
Slalom II  Henrik Kristoffersen
2022/2023 Sestriere Riesenslalom  Marta Bassino
Slalom  Wendy Holdener
Garmisch Slalom  Henrik Kristoffersen
Abfahrt Abgesagt – kein Ersatzrennen
Riesenslalom Abgesagt – Ersatzrennen in Schladming
St. Anton Super-G I  Federica Brignone
Super-G II  Lara Gut-Behrami
Chamonix Slalom  Ramon Zenhäusern

Preisträger des AK-Diamanten

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Jedem Skiläufer, der in einem Jahr in mindestens einer Disziplin (Abfahrt, Slalom oder Kombination) einen Podestplatz erreicht, wird in diesem Jahr ein AK-Abzeichen verliehen. In seltenen Fällen erhalten auch Skiläufer dieses Abzeichen, wenn sie nur sehr knapp einen Podestplatz verfehlen, insbesondere wenn ihnen dies in einem Jahr in zwei Disziplinen geschieht. Skiläufer, die dreimal das AK-Abzeichen gewonnen haben, werden mit dem goldenen AK-Abzeichen geehrt.

Die höchste Auszeichnung ist das diamantene AK-Abzeichen, die Kandahar-Nadel. Dieses wird an Skirennläufer vergeben, die fünfmal das AK-Abzeichen gewannen, oder die viermal das AK-Abzeichen gewannen und dabei mindestens einen Sieg in der Kombination vorweisen können.

Die folgende Liste zeigt die Preisträger des diamantenen AK-Abzeichens (sie ist möglicherweise unvollständig): Anm.

  1. Walter Prager: Kombination 1930, Podest 1931, Podest 1932 und Podest 1933
  2. Otto Furrer: Podest 1930, Kombination 1931, Kombination 1932 und Podest 1934
  3. Audrey Sale-Barker: Podest 1928, Kombination 1929, Kombination 1931 und Podest 1935
  4. James Couttet: Podest 1939, Kombination 1947, Kombination 1948 und Podest 1950
  5. Celina Seghi: Kombination 1947 und 1948, Podest 1951, vierter Platz 1949 Anm.
  6. Marysette Agnel: Kombination 1950, Podest 1952, Podest 1954 und Podest 1954
  7. Andreas Molterer: Podest 1952, Kombination 1953, Kombination 1954 und Podest 1956
  8. Trude Klecker: Podest 1952, Podest & Kombination 1953, vierter Platz 1954, Podest 1957 Anm.
  9. Karl Schranz: Kombination 1957, Kombination 1958, Podest & Kombination 1959 und Podest 1962
  10. Traudl Hecher: Podest 1960, Podest 1961, Kombination 1962 und Podest 1963
  11. François Bonlieu: Podest 1958, Podest 1959, Podest 1960 und Kombination 1963
  12. Christl Haas: Podest 1960, Podest 1961, Podest 1962, Podest 1963 und Podest 1965
  13. Jean-Claude Killy: Podest 1963, Podest 1964, Podest 1965 und Kombination 1966
  14. Guy Périllat: Kombination 1961, Podest 1963, Podest 1964 und Podest 1967
  15. Gerhard Nenning: Podest 1964, Kombination 1965, Podest 1966 und Podest 1967
  16. Karl Schranz errang zum zweiten Mal den AK-Diamanten: Podest 1965, Podest 1966, Kombination 1969 und Podest 1970
  17. Gustav Thöni: Podest 1971, Kombination 1973, Podest 1974 und Podest 1975
  18. Annemarie Moser-Pröll: Podest 1971, Podest 1972, Kombination 1973 und Podest 1975
  19. Ingemar Stenmark: Podest 1975, Podest 1976, Podest 1977, Podest 1978 und Podest 1980
  20. Phil Mahre: Podest 1978, Podest 1979, Podest 1980 und Kombination 1981
  21. Herbert Plank: Podest 1974, Podest 1976, Podest 1979, Podest 1980 und Podest 1981
  22. Peter Lüscher: Podest 1977, Kombination 1979, Podest 1982 und Podest 1983
  23. Franz Klammer: Podest 1973, Podest 1974, Podest 1976, Podest 1977 und Podest 1984
  24. Andreas Wenzel: Podest 1979, Podest 1980, Podest 1983, Podest 1984 und Podest 1985
Anm. 
Anmerkung: Diese Liste beinhaltet jene Skiläufer, die in fünf verschiedenen Jahren einen Podestplatz erreichten oder in vier verschiedenen Jahren einen Podestplatz erreichten und dabei mindestens einen Sieg in der Kombination vorweisen können. Soweit bekannt sind auch jene Skiläufer enthalten, die in einem Jahr ein AK-Abzeichen aufgrund nur knappen Nicht-Erreichens eines Podestplatzes erhielten und damit ebenfalls die Kriterien für das diamantene AK-Abzeichen erfüllen. Dies betrifft Celina Seghi[22][23] und Trude Klecker.[24][23]
  • Arnold Lunn: The Story of Ski-ing. Eyre & Spottiswoode, London 1952, S. 83–93 (Chapter Eight: The Arlberg-Kandahar)

Einzelnachweise

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  1. Aus der Geschichte des Wintersports (Memento vom 27. März 2009 im Internet Archive)
  2. Arnold Lunn: The Story of Ski-ing. Eyre & Spottiswoode, London 1952, S. 46.
  3. Rudolf Gomperz: Der Arlberger Kandahar-Becher. In: Der Schneehase. Jahrbuch des Schweizerischen Akademischen Ski-Club. Band 1, No. 2, 1928, S. 92–97. (Online bei issuu.com)
  4. Slalom- und Abfahrtsläufe bei St. Anton. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 7. März 1928, S. 6 (online bei ANNO).
  5. «12. Arlberg-Kandahar-Skirennen in Mürren»; «Sport Zürich», Nr. 32 vom 17.3.1947, Seiten 6 und 7
  6. «Arlberg-Kandahar und Holmenkollen»; «Sport Zürich», Nr. 31 vom 5. März 1948, Seite 3
  7. «Überlegener Abfahrtssieg von Idly Walpoth»; «Sport-Zürich» Nr. 31 vom 13. März 1950, Seite 12, Spalte 2, unten
  8. «Österreich weiter im Slalom führend». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 17. März 1953, S. 8.
  9. «Heute Start zum Kandahar-Rennen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 14. März 1952, S. 8.
  10. «Schwere Stürze beim Kandahar-Training». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 8. März 1963, S. 12.
  11. «Annie Famose vor den Weltmeisterinnen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 9. März 1963, S. 12.
  12. «Kandahar-Rennen an Traudl Hecher». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 10. März 1963, S. 14.
  13. «Franzosen sind eben Slalomkünstler». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 12. März 1963, S. 12.
  14. «Traudl Hecher und François Bonlieu Arlberg-Kandahar-Sieger» mit Untertiteln: «Chamonix 1963 darf sich nicht wiederholen», »Herren-Abfahrt bei krass differierender Sicht und weicher Piste«; »Sport-Zürich« Nr. 29 vom 11. März 1963, Seite 9; weiters »Bonlieu holt sich im ersten Slalomlauf die Kombination«, »Ungefährdeter Erfolg Traudl Hechers im Slalom« und »Schwerste Trainingsunfälle«; »Sport-Zürich« Nr. 29 vom 11. März 1963, Seite 10
  15. „Ist die alpine Kombination noch zeitgemäß?“ in «ski – Offizielles Organ des Deutschen Skiverbandes» (Unionverlag Stuttgart), Jahrgang 19, Heft Nr. 4 vom 1. Dezember 1966, Seite 230
  16. Schranz: Das wäre mörderisch gewesen! – Kandahar mit neuer Slalomformel? In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 1. Februar 1970, S. 12.
  17. «St. Anton: Sturm und Regen verhinderten die Abfahrt». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 6. Februar 1977, S. 1.
  18. «Heidegger: So knapp hinter Stenmark ist wie ein Sieg» und «Weiter Bangen um Abfahrt». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 7. Februar 1977, S. 11.
  19. «2,5 Millionen für Slalom . St. Anton ohne Abfahrt». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 8. Februar 1977, S. 1.
  20. «Kandahar-Abfahrt nach Laax». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 8. Februar 1977, S. 12.
  21. Und immer wieder Karl Schranz. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 3. Februar 1970, S. 12.
  22. Arnold Lunn: The Story of Ski-ing. Eyre & Spottiswoode, London 1952, S. 87.
  23. 1 2 Hermann Nußbaumer: Sieg auf weißen Pisten. Bilanz des alpinen Skisports. 9. erweiterte Auflage, Trauner Verlag, Linz 1977, ISBN 3-85320-176-8, Faltblatt 4 (ohne Seitenangabe).
  24. Auch das Kandahar-Rennen an Österreich. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 12. März 1957, S. 10.